Geschäftsbericht Stadt St.Gallen
Mit dem Geschäftsbericht 2025 legt der Stadtrat Rechenschaft ab über das erste Jahr der Legislatur 2025 – 2028. Die Vision 2030 bildet die Leitplanke für die gesteckten Legislaturziele und positioniert St.Gallen als «lebenswerte, weltoffene, ökologische und innovative Stadt». Der Stadtrat arbeitet weiterhin zielgerichtet an der Umsetzung der neun Handlungsfelder und der darin bestimmten Legislaturziele.
St.Galler Stadtrat
(v.l.) Sonja Lüthi, Direktion Soziales und Sicherheit; Peter Jans, Direktion Technische Betriebe; Maria Pappa, Direktion Inneres und Finanzen; Manfred Linke, Stadtschreiber; Mathias Gabathuler, Direktion Bildung und Freizeit; Markus Buschor, Direktion Planung und Bau
Sparen und gleichzeitig investieren, damit die Stadt nicht stehen bleibt. Wie geht das zusammen? Mit Blick auf das Entlastungsprogramm «Alliance» mitunter ein Spagat: Gefragt sind entsprechend – und das natürlich nicht nur in Sparzeiten – gezielte Investitionen mit maximaler Wirkung.
Der Stadtrat hat auch im Berichtsjahr investiert, die Standortqualität gesichert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gestärkt. Ein wichtiger Innovationspfeiler bleibt die Umsetzung des Energiekonzepts 2050, welches über die Kampagne «Gemeinsam wirkt – St.Gallen wird klimaneutral» vorangetrieben wird. Im Fokus standen im Berichtsjahr unter anderem Massnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas, namentlich die Reduktion von städtischen Hitzeinseln. Jede Investition in den Klimaschutz spart im Endeffekt Kosten und steigert die Lebensqualität.
Zahlreiche kleine und grössere innovative Projekte wurden auf den Weg geschickt oder abgeschlossen. Erwähnt sei stellvertretend für viele andere etwa der «essbare Park» auf dem Autobahntunnel im Stephanshorn. Das Aufwertungsprojekt leistet einen Beitrag zur Förderung der ökologischen Vielfalt im Siedlungsraum und ist für das Quartier seit dem Sommer ein attraktiver und frei zugänglicher Grünraum.
Gestartet ist überdies der Mitwirkungsprozess für die Aufwertung der St.Leonhard-Strasse und des Oberen Grabens. Die Innenstadt wird vom Durchgangsort zum Aufenthaltsort. Die Aufenthalts- und Lebensqualität werden massgeblich verbessert und gleichzeitig bessere Bedingungen für den Fuss- und Veloverkehr sowie eine flüssige Abwicklung des motorisierten Individualverkehrs geschaffen.
Der Stadtrat nahm im Berichtsjahr das negative kantonale Abstimmungsergebnis zum V. Nachtrag zum Finanzausgleichsgesetz mit grosser Besorgnis zur Kenntnis. Die Leistungen der Stadt zugunsten Auswärtiger namentlich in den Bereichen Strasseninfrastruktur, Sicherheit sowie bei Sport- und Kulturangeboten (Zentrumslasten) wurden somit ebenfalls nicht anerkannt. Trotz dieser Mehrbelastung wird der Stadtrat auch in Zukunft alles daransetzen, dass die Hauptstadt St.Gallen ihre Rolle als wirtschaftliches, gesellschaftliches und kulturelles Zentrum der Ostschweiz gebührend und würdig wahrnehmen kann.
Gleichzeitig investiert die Stadt auch bei angespannter Finanzlage gleichermassen in Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie, damit sie als Kantonshauptstadt attraktiv bleibt und die erwünschte Zuwanderung stattfindet.
Einzelheiten zu weiteren Schwerpunkten des Berichtsjahres 2025 finden sich in den nachfolgenden Berichterstattungen der Direktionen.
Der Stadtrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz. Der Bevölkerung dankt er für das Vertrauen im gemeinsamen Engagement für unsere innovative Stadt.
Abstimmungskennziffern und Abstimmungen
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Stimmbeteiligung im Durchschnitt (in %) | 40.6 | 45.8 | 40.4 |
| Stimmberechtigte im Durchschnitt | 44’035 | 43’893 | 43’850 |
| Abstimmungskosten (inkl. Löhne) für Urnendienst, Verpflegung, Porti, Abstimmungsmaterial, Transporte, Stimmausweise (in CHF 1’000) | 496 | 592 | 354 |
| Anzahl Abstimmungstermine | 5 | 5 | 4 |
| Anzahl Vorlagen | 16 | 17 | 10 |
| Kosten pro Abstimmungstermin (in CHF 1’000) | 99 | 118 | 89 |
Eidgenössische Abstimmungen
| Bund Ja | Bund Nein | Stadt Ja | Stadt Nein | |
| 9. Februar 2025 | ||||
| Volksinitiative «Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungsinitiative)» | 639’005 | 1’473’529 | 6’657 | 10’191 |
| 30.2% | 69.8% | 39.5% | 60.5% | |
| 28. September 2025 | ||||
| Bundesbeschluss vom 20. Dezember 2024 über die kantonalen Liegenschaftssteuern auf Zweitliegenschaften | 1’579’303 | 1’156’560 | 10’299 | 9’467 |
| 57.7% | 42.3% | 52.1% | 47.9% | |
| Bundesgesetz über den elektronischen Identitätsnachweis und andere elektronische Nachweise (E-ID-Gesetz) | 1’384’549 | 1’363’283 | 11’285 | 8’547 |
| 50.4% | 49.6% | 56.9% | 43.1% | |
| 30. November 2025 | ||||
| Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz (Service-citoyen-Initiative)» | 379’595 | 2’014’638 | 3’854 | 14’605 |
| 15.9% | 84.2% | 20.9% | 79.1% | |
| Volksinitiative «Für eine soziale Klimapolitik – steuerlich gerecht finanziert (Initiative für eine Zukunft)» | 520’115 | 1’874’063 | 5’292 | 13’167 |
| 21.7% | 78.3% | 28.7% | 71.3% |
Kantonale Abstimmungen und Wahlen
| Kanton Ja | Kanton Nein | Stadt Ja | Stadt Nein | |
| 18. Mai 2025 | ||||
| V. Nachtrag zum Finanzausgleichsgesetz | 44’700 | 61’523 | 12’179 | 2’806 |
| 42.1% | 57.9% | 81.3% | 18.7% | |
| III. Nachtrag zum Gesetz über Ruhetag und Ladenöffnung | 38’166 | 70’246 | 6’120 | 9’051 |
| 35.2% | 64.8% | 40.3% | 59.7% | |
| 30. November 2025 | ||||
| Kantonsratsbeschluss über die Sonderkredite für die Erneuerung und den Ausbau sowie für den Betrieb des Reinraums am Campus Buchs | 97’244 | 28’684 | 14’357 | 3’578 |
| 77.2% | 22.8% | 80.1% | 20.0% | |
| Kantonsratsbeschluss über Mietkosten für die Kantonspolizei St.Gallen im Interventionszentrum des Bundes für Zoll Ost in St.Margrethen | 100’047 | 25’532 | 14’402 | 3’398 |
| 79.7% | 20.3% | 80.9% | 19.1% |
Städtische Abstimmungen
| Stadt Ja | Stadt Nein | |
| 18. Mai 2025 | ||
| Nachtrag VIII zur Gemeindeordnung (Aktualisierung städtisches Finanzrecht) | 11’074 | 3’442 |
| 76.3% | 23.7% | |
| Nachtrag IX zur Gemeindeordnung (Nachführung der Zuständigkeit des Stadtrates sowie formelle Bereinigung) | 11’715 | 2’697 |
| 81.3% | 18.7% | |
| 30. November 2025 | ||
| «Sex? Aber safe! – Gratis Tests für sexuell übertragbare Krankheiten in der Stadt St.Gallen» | 6’166 | 12’208 |
| 33.6% | 66.4% |
Aufgrund des Auszählungsfehlers bei den Gesamterneuerungswahlen der Gemeindebehörden vom 22. September 2024 gab der Stadtrat eine externe Untersuchung des Vorfalls in Auftrag. Aus der Untersuchung resultierten verschiedene Vorschläge, um die Prozesse transparenter zu machen und die Fehleranfälligkeit zu minimieren. Der Stadtrat griff die Vorschläge auf und beauftragte den Präsidenten und den Sekretär des Stimm- und Wahlbüros mit deren Umsetzung. Massnahmen, welche Sachabstimmungen betreffen, wurden bereits umgesetzt. Diejenigen Massnahmen, welche die Wahlen betreffen, werden bis zu den nationalen Wahlen im September 2027 umgesetzt.
Behördenmitglieder
Besoldung
Gemäss Art. 123b des Gemeindegesetzes (sGS 151.2; GG) veröffentlicht der Rat die Besoldung der von der Bürgerschaft gewählten Behördenmitglieder nach Ablauf des Rechnungsjahrs im Geschäftsbericht. In der Stadt St.Gallen werden die Mitglieder des Stadtrats sowie die Mitglieder des Stadtparlaments von der Bürgerschaft gewählt.
| Stadtrat* | |||
| Pensum 100% | |||
| Bruttolohna) | Repräsentations- entschädigung | zusätzl. Entschädigungb) | |
| Pappa Maria Stadtpräsidentin | 280’671 | 6’000 | 4’460 |
| Buschor Markus Stadtpräsidentin-Stv. | 269’330 | 6’000 | 0 |
| Jans Peter Mitglied | 258’669 | 6’000 | 23’773 |
| Lüthi Sonja Mitglied | 270’402 | 6’000 | 5’100 |
| Gabathuler Mathias Mitglied | 267’244 | 6’000 | 0 |
| * alle Beträge in CHF | |||
| a) Bruttolohn für Behördentätigkeit inkl. Präsidialentschädigung, inkl. Familienzulage sowie Kinder- und Ausbildungszulage. | |||
| b) Entschädigungen über CHF 500, die ein Behördenmitglied für seine Tätigkeit in Organen juristischer Personen des öffentlichen oder privaten Rechts erhält, in die es von der Gemeinde direkt oder indirekt abgeordnet wurde, sofern die Entschädigung dem Behördenmitglied und nicht der Gemeinde zufliesst. | |||
Die Mitglieder des Stadtrats erhalten alle die gleiche Grundbesoldung von 257’242 Franken respektive 258’785 Franken ab 1. April 2025, was 110 Prozent der Höchstbesoldung nach der im Anhang des Personalreglements aufgeführten Lohnskala für städtische Mitarbeitende entspricht. Unterschiede ergeben sich bei den Kinder- und Familienzulagen sowie beim Präsidialzuschlag von 23’018 Franken respektive 23’155.80 Franken ab 1. April 2025. Ferner erhalten die Mitglieder des Stadtrats eine jährliche pauschale Repräsentationsentschädigung von 6’000 Franken.
Entschädigungen, die für Tätigkeiten in Behörden, Vorständen oder Verwaltungsräten juristischer Personen des öffentlichen oder privaten Rechts ausbezahlt werden, fliessen in die Stadtkasse. Davon ausgenommen sind Sitzungsgelder und Reiseentschädigungen (Reglement über die Besoldung der Mitglieder des Stadtrats; SRS 173.4).
| Stadtparlament | |||
| Bruttolohn in CHF a) | Spesenvergütung in CHF | zusätzl. Entschädigung in CHF b) | |
| Akeret Alexandra Mitglied | 790 | 0 | 0 |
| Angehrn Patrik Fraktionspräsident, GPK-Mitglied | 5’355 | 0 | 0 |
| Arpagaus Hans Peter Mitglied | 2’254 | 0 | 0 |
| Balok Chompel GPK-Mitglied | 3’944 | 0 | 6’767 |
| Bänziger Noemi Mitglied | 2’443 | 0 | 0 |
| Baur Marcel GPK-Mitglied | 3’791 | 0 | 0 |
| Bechtiger Roger Mitglied | 2’817 | 0 | 7’100 |
| Bertoldo Daniel Mitglied | 2’849 | 0 | 7’250 |
| Brunner Jürg Mitglied | 2’712 | 0 | 0 |
| Calzavara Andrea Mitglied | 2’254 | 0 | 0 |
| Casaulta Marius Mitglied | 2’254 | 0 | 0 |
| Crottogini Eva Mitglied | 2’138 | 0 | 0 |
| Diem Melanie Co-Fraktionspräsidentin | 2’006 | 0 | 0 |
| Dudli Andreas GPK-Mitglied | 5’397 | 0 | 7’100 |
| Eberhard Anliker Gabriela Mitglied | 3’212 | 0 | 0 |
| Eichmann Robin Mitglied (ab 1.3.2025) | 2’217 | 0 | 0 |
| Eisenring Sinah Mitglied | 3’180 | 0 | 0 |
| Federer Cornelia Mitglied | 2’443 | 0 | 0 |
| Froidevaux Alice Mitglied (ab 1.10.2025) | 721 | 0 | 0 |
| Garobbio Nadia Mitglied (ab 27.6.2025) | 1’432 | 0 | 0 |
| Gasser-Beck Jacqueline Präsidentin / Co-Fraktionspräsidentin | 7’782 | 0 | 0 |
| Giger Thomas Mitglied | 3’249 | 0 | 0 |
| Giger Timothy Mitglied | 2’986 | 0 | 0 |
| Granitzer Esther Stimmenzählerin | 2’101 | 0 | 0 |
| Hautle-Angst Rahel Mitglied (bis 2.7.2025) | 1’158 | 0 | 0 |
| Heeb Jenny Mitglied | 2’743 | 0 | 0 |
| Hornstein Andrea Mitglied | 1’980 | 0 | 0 |
| Huber Christian Fraktionspräsident | 3’917 | 0 | 0 |
| Hufenus Gallus Mitglied | 1’632 | 0 | 0 |
| Jud David Mitglied | 2’738 | 0 | 0 |
| Keller Felix Fraktionspräsident, GPK-Mitglied | 2’638 | 0 | 13’622 |
| Keller Stefan Mitglied | 2’096 | 0 | 0 |
| Kobel Christoph Mitglied | 3’138 | 0 | 0 |
| Kobler Liliane Mitglied | 7’053 | 0 | 0 |
| Königer Doris Mitglied | 4’233 | 0 | 13’588 |
| Kühne Werner Mitglied (bis 26.6.2025) | 1’116 | 0 | 0 |
| Kuratli Donat Mitglied | 3’059 | 0 | 0 |
| Liechti Ivo Mitglied | 3’107 | 0 | 0 |
| Lüchinger Raphael Mitglied (ab 27.6.2025) | 1’258 | 0 | 0 |
| Mauchle Arnold GPK-Mitglied | 3’791 | 0 | 0 |
| Meyer Veronika Mitglied | 2’648 | 0 | 0 |
| Mitrovic Vica Mitglied (bis 28.2.2025) | 363 | 0 | 0 |
| Neuweiler René GPK-Mitglied | 4’628 | 0 | 0 |
| Olibet Peter Mitglied | 3’507 | 0 | 0 |
| Rickli Matthias Mitglied | 3’180 | 0 | 0 |
| Rizvi Miriam Mitglied (bis 28.2.2025) | 332 | 0 | 0 |
| Ronzani Manuela Mitglied | 2’254 | 0 | 0 |
| Rotach Marcel Mitglied | 2’201 | 0 | 0 |
| Rütsche Beat GPK-Präsident | 5’797 | 0 | 0 |
| Saxer Corina GPK-Mitglied | 4’186 | 0 | 0 |
| Schimke Karl Mitglied (bis 26.6.2025) | 858 | 0 | 0 |
| Schmid Angelica Co-Fraktionspräsidentin, GPK-Mitglied | 4’881 | 0 | 0 |
| Schmid Rebekka Mitglied | 2’254 | 0 | 0 |
| Schönbächler Philipp Mitglied | 2’801 | 0 | 0 |
| Schürch Marlène GPK-Mitglied | 2’169 | 0 | 7’000 |
| Städler Michael Mitglied (ab 1.3.2025) | 2’301 | 0 | 0 |
| Stähelin Louis Mitglied | 2’954 | 0 | 0 |
| Stauffacher Marc Mitglied | 2’606 | 0 | 0 |
| Sutter Flavia Mitglied | 2’548 | 0 | 0 |
| Thurairajah Jeyakumar Vizepräsident | 2’522 | 0 | 0 |
| Vosseler David Mitglied | 3’744 | 0 | 0 |
| Wäspe Remo Mitglied | 2’164 | 0 | 0 |
| Weibel Lara Stimmenzählerin | 2’880 | 0 | 0 |
| Wenger Lydia Co-Fraktionspräsidentin | 3’480 | 0 | 0 |
| Wettach Christoph Mitglied (ab 3.7.2025) | 927 | 0 | 0 |
| Wick Oliver Mitglied | 1’901 | 0 | 0 |
| Winter-Dubs Karin Fraktionspräsidentin | 3’343 | 0 | 0 |
| Ziegler Antje Stimmenzählerin | 2’101 | 0 | 0 |
| a) Sitzungsgeld; inkl. Pauschalen. | |||
| b) Entschädigungen über CHF 500, die ein Behördenmitglied für seine Tätigkeit in Organen juristischer Personen des öffentlichen oder privaten Rechts erhält, in die es von der Gemeinde direkt oder indirekt abgeordnet wurde, sofern die Entschädigung dem Behördenmitglied und nicht der Gemeinde zufliesst. | |||
Die Sitzungsgelder sowie pauschale Entschädigungen der Mitglieder des Stadtparlaments bemessen sich nach dem Reglement über die Entschädigung der Mitglieder des Stadtparlaments (SRS 151.11).
Ombudsstelle
Die Ombudsstelle legt dem Stadtparlament jährlich einen eigenen Geschäftsbericht vor.
| — | unterstützt das Stadtparlament, das Präsidium des Stadtparlaments und den Stadtrat bei ihren Aufgaben und leitet die Konferenz der Stabschefinnen und Stabschefs (KdS) |
| — | betreibt den internen Postdienst und die Schnittstelle zur externen Post, bewirtschaftet die repräsentativen städtischen Säle, betreibt die Informations- und Empfangstheke im Rathaus-Erdgeschoss und leistet Dienst als Parlamentsweibel |
| — | bewertet und übernimmt im Stadtarchiv das dauernd aufzubewahrende Archivgut der Stadtverwaltung und von ausgewählten Archiven privater Herkunft; erschliesst, konserviert und vermittelt das Archivgut |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 2’563 | 2’854 | 2’759 |
| Ertrag | 238 | 164 | 176 |
| Aufwandüberschuss | 2’325 | 2’690 | 2’583 |
| Personalbestand | 11.4* | 12.3** | 12.5 |
| Stellenplan | 12.8 | ||
| * Per 2023 wurde im Stadtarchiv eine zusätzliche Stelle für «Records Management» bewilligt. | |||
| ** Per 2024 wurde in der Stadtkanzlei eine zusätzliche Stelle für einen Stadtschreiber-Stellvertreter bewilligt. | |||
Fokus 2025
Das Stadtparlament hat an seiner Sitzung vom 23. September 2025 sein Geschäftsreglement mit einem Nachtrag VII aktualisiert und in diversen Artikeln modernisiert. Das Präsidium des Stadtparlaments hatte diese Aktualisierung im Jahr 2022 in Auftrag gegeben. Die Nachführung war 2024 nach mehreren Präsidiumssitzungen fertiggestellt worden und hätte noch in der Legislatur 2021– 2024 vom Stadtparlament verabschiedet werden können. Weil gleichzeitig aber auch in einem Nachtrag zur Gemeindeordnung Finanzkompetenzgrenzen neu definiert wurden, stellte das Präsidium die Antragstellung an das Parlamentsplenum betreffend Geschäftsreglement des Stadtparlaments zurück, bis der Nachtrag zur Gemeindeordnung und das Finanzreglement rechtskräftig beschlossen sein würden, um nicht allenfalls bereits mit einem weiteren Nachtrag zum Geschäftsreglement reagieren zu müssen. Im Nachgang zur Budgetdebatte 2025 im Dezember 2024 wurde angeregt, auch Artikel 56 des Geschäftsreglements betreffend Budgetvorlagen nochmals detailliert im Präsidium zu beraten; dies erfolgte im ersten Halbjahr 2025.
| Sekretariat Stadtparlament | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl Sitzungen | 12 | 11 | 12 |
| Anzahl behandelte Geschäfte | 136 | 142 | 132 |
| Durchschnittlich behandelte Geschäfte pro Sitzung | 11 | 13 | 11 |
| Parlamentarische Vorstösse | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Motionen | 2 | 0 | 2 |
| Postulate | 5 | 4 | 4 |
| Interpellationen | 33 | 43 | 46 |
| Einfache Anfragen | 21 | 19 | 22 |
| Total | 61 | 66 | 74 |
| Bevölkerungsvorstösse | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Total | 10 | 10 | 18 |
| Bevölkerungsvorstoss | Einreichedatum | Zuweisung an Kommission | Vorstoss Kommission an Parlament | |
| Mountainbike Masterplanung, Unterhalt Waldeggtrail | 13.01.2025 | Bildungskommission | nein | |
| Spezialregelung Parkgebühren für den St.Galler Breitensport | 24.01.2025 | Kommission Soziales und Sicherheit | nein | |
| Antrag Buslinie 10 wieder über Haltestelle Tigerberg führen | 03.02.2025 | Liegenschaften- und Baukommission | nein | |
| Offenlegung / Begründung der gesetzlichen Grundlage für die Parkiergebühren, die über die Kostendeckung hinausgehen | 10.02.2025 | Kommission Soziales und Sicherheit | nein | |
| Halbtax-Gültigkeit bei Ostwind | 23.04.2025 | Werkkommission | nein | |
| Feuerwerkeinschränkung | 29.04.2025 | Werkkommission | nein | |
| Tempo-30-Zone Kesselhaldenstrasse | 16.05.2025 | Liegenschaften- und Baukommission | nein | |
| Soziokulturelles Zentrum Ulmen5 soll weiter zur Verfügung stehen und braucht Räumlichkeiten | 03.06.2025 | Liegenschaften- und Baukommission | nein | |
| Mobile Grünpflanzen / Bäume / Blumen für das Gebiet rund um den Gallusplatz | 17.06.2025 | Liegenschaften- und Baukommission | nein | |
| Verbesserung der Veloverbindung auf der St.Leonhard-Brücke | 24.06.2025 | Liegenschaften- und Baukommission | nein | |
| Kostenlose Menstruationsprodukte in öffentlichen Toiletten und Bildungseinrichtungen der Stadt St.Gallen | 24.06.2025 | Kommission Soziales und Sicherheit | ja (Postulat) | |
| Warenumschlag für Gewerbe und Betriebe Poststrasse: Verlegung / Möglichkeit an hinterer Poststrasse + Parkiermöglichkeit Arztbesucher | 03.07.2025 | Kommission Soziales und Sicherheit | nein | |
| Boulderblock für die Stadt St.Gallen | 03.07.2025 | Bildungskommission | nein | |
| Absoluter Teuerungsausgleich – für gerechte Löhne beim Staatspersonal | 21.07.2025 | Geschäftsprüfungskommission | nein | |
| Hygieneprodukte für Mädchen in der Oberstufe | 20.08.2025 | Kommission Soziales und Sicherheit | ja (Postulat) | |
| Mehr Raum für Badminton | 24.09.2025 | Bildungskommission | nein | |
| Verbindliche Koordinationspflicht bei Tiefbauarbeiten zur Vermeidung von Doppelaufbrüchen – Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung durch zentrale Infrastrukturplanung | 24.09.2025 | Liegenschaften- und Baukommission | nein | |
| Linksabbiege-Verbot beim Grütli an der Rehetobelstrasse | 26.09.2025 | Kommission Soziales und Sicherheit | nein |
| Sekretariat Stadtrat | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl Sitzungen | 46 | 47 | 48 |
| Anzahl beschlossene Geschäfte | 1’159 | 1’084 | 1’136 |
| Durchschnittlich behandelte Geschäfte pro Sitzung | 25 | 23 | 24 |
| Stadtarchiv | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl Ablieferungen, Schenkungen | 128 | 125 | 96 |
| Zuwachs in Laufmetern | 80 | 95 | 137** |
| Zuwachs in Gigabytes | k. A.* | 0.6 | 2’000*** |
| Benutzung von Archivalien | 394 | 328 | 306 |
| Auskünfte | 251 | 332 | 411 |
| * Um den effektiven Zuwachs von digitalem Langzeitarchiv-Speicherplatz zu erheben, wird jeweils der Speicherbedarf per 1. Januar und 31. Dezember miteinander verglichen. 2023 war dies nicht möglich, da die seit 2012 genutzte Software des digitalen Langzeitarchivs aktualisiert wurde. Im Vorfeld dieses Updates wurde 2023 damit begonnen, den Speicherplatz des Repositorys zu bereinigen. Das Ergebnis führte dazu, dass trotz digitaler Ablieferungen der Speicherplatzbedarf des digitalen Langzeitarchivs verkleinert werden konnte. | |||
| ** Das Gros der Ablieferungen von 2025 stammt aus vier verschiedenen Provenienzen (Berufsbeistandschaft, KESB, VBSG und die Firma Debrunner Acifer). Diese lösten ihre papiernen (Zwischen)archive vollständig auf oder lieferten turnusgemäss Archivgut ab. | |||
| *** Nachdem 2025 die Aktualisierung der Software des digitalen Langzeitarchivs des Stadtarchivs weit fortgeschritten war, konnte damit begonnen werden, digitales Archivgut, darunter digitalisierte Aufnahmen des Privatarchivs Foto Gross, ins Repository des Stadtarchivs zu überführen. | |||
| Saalbewirtschaftung, Anzahl Belegungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Freudenbergsaal, Rathaus | 248 | 240 | 242 |
| Rosenbergsaal, Rathaus | 227 | 214 | 237 |
| Waaghaussaal** | 187 | 213 | 51 |
| Stadtparlamentssaal | 24 | 31 | 25 |
| Katharinensaal | 144 | 170 | 98 |
| Sitzungszimmer 207, 2. OG, Rathaus | 283 | 294 | 375 |
| Stadtrats-Zimmer (ohne Stadtratssitzungen) | 145 | 123 | 97 |
| Adlersaal | 50* | 81 | 75 |
| Total | 1’308 | 1’366 | 1’200 |
| * Die Bewirtschaftung des Adlersaals erfolgte bis 2022 durch die Dienststelle Liegenschaften, wird seit April 2023 von der Stadtkanzlei bewirtschaftet und ebenfalls über das Reservationstool «Venuzle» verwaltet. | |||
| ** Ab Mai 2025 wurde das Waaghaus bis Ende 2025 mit einer Zwischennutzung belebt. | |||
| — | berät den Stadtrat und auf Anfrage die Direktionen und Dienststellen in juristischen Fragen |
| — | ist für Rechtsmittelverfahren vor dem Stadtrat zuständig |
| — | betreut die städtische Rechtssammlung |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 382 | 316 | 314 |
| Ertrag | 1 | 1 | 0 |
| Aufwandüberschuss | 381 | 315 | 314 |
| Personalbestand | 1.8 | 1.4 | 1.4 |
| Stellenplan | 1.7 | ||
Fokus 2025
Der Rechtskonsulent erstellte im Berichtsjahr verschiedene Entwürfe für Rechtserlasse und arbeitete in verschiedenen städtischen Rechtsetzungsvorhaben mit den zuständigen Direktionen und Dienststellen zusammen. In diesem Zusammenhang hat der Rechtskonsulent massgeblich bei der Erarbeitung und der parlamentarischen Vorberatung der im Oktober 2024 vom Stadtparlament verabschiedeten Nachträge VIII (Aktualisierung städtisches Finanzrecht) und IX (Nachführung Zuständigkeit Stadtrat sowie formelle Bereinigung) zur Gemeindeordnung mitgewirkt, die im Mai 2025 von der Bürgerschaft gutgeheissen wurden. Als Hauptautor einer rechtlichen Auslegeordnung zu Künstlicher Intelligenz (KI) in der Stadtverwaltung unterstützte der Rechtskonsulent den Stadtrat zudem bei der Bearbeitung des für die Stadtverwaltung zentralen Themas.
Ausserdem betreute die Stabsstelle Recht und Legistik im Berichtsjahr mehrere Rechtsmittelverfahren in der Zuständigkeit des Stadtrats und stand verschiedenen städtischen Stellen rechtsberatend zur Seite.
| — | unterstützt als Fachorgan der Finanzaufsicht der Stadt St.Gallen die Geschäftsprüfungskommission des Stadtparlaments und den Stadtrat bei der Ausübung ihrer Aufsicht über die städtische Verwaltung, fachlich unabhängig und selbstständig gemäss dem Reglement über die Finanzkontrolle sowie den allgemein anerkannten Grundsätzen des Berufsstandes |
| — | prüft den Finanzhaushalt der Stadtverwaltung und die Sonderrechnungen, führt vertiefte Prüfungen bei Dienststellen durch, betreut Revisionsstellenmandate und berät Stadtrat, Direktionen, Dienststellen und Betriebe in Fragen der Rechnungslegung und der Organisation des Rechnungswesens |
| — | nimmt die Funktion als Fachstelle für Datenschutz für die Stadt St.Gallen sowie für die Ortsbürgergemeinde St.Gallen wahr und führt das Sekretariat der Geschäftsprüfungskommission |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 1’102 | 1’111 | 1’032 |
| Ertrag | 78 | 90 | 60 |
| Aufwandüberschuss | 1’024 | 1’021 | 972 |
| Personalbestand | 4.9 | 5.0 | 5.0 |
| Stellenplan | 5 | ||
Fokus 2025
Auftragsgemäss und basierend auf einer internen Risikobeurteilung führte die Finanzkontrolle neben der Prüfung der städtischen Jahresrechnung und der Sonderrechnungen auch im Berichtsjahr vertiefte Prüfungen bei Dienststellen und Betrieben durch. Bei diesen Finanzaufsichtsprüfungen werden insbesondere die Organisation und die Zweckmässigkeit der wesentlichen Abläufe sowie die Wirksamkeit der internen Kontrollen geprüft. Die Ergebnisse werden mit den zuständigen Personen besprochen. Wichtige Feststellungen und Massnahmen dazu finden Eingang in die schriftliche Berichterstattung und werden terminiert. Die Umsetzung wird überwacht.
Die Prüfungen von Kreditabrechnungen erfolgten nach Anfall. Diese Abrechnungen werden auf formelle und materielle Richtigkeit (Einhaltung der Finanzvorschriften, Übereinstimmung mit dem Kreditbeschluss, Begründung der Abweichungen, Prüfung von Einzelpositionen) geprüft.
Bei den Revisionsstellenmandaten waren die Jahresrechnungen nach externen Grundsätzen zu prüfen. Bei diesen Mandaten handelt es sich um Organisationen, die mit der Stadtverwaltung verbunden sind.
Der Finanzkontrolle ist auch die Funktion als Fachstelle für Datenschutz übertragen. Die Aufgaben ergeben sich aus dem kantonalen Datenschutzgesetz. Dazu gehört unter anderem, Sachverhalte aufgrund von Anzeigen betroffener Personen zu überprüfen, aber auch selbständig die Einhaltung der Bestimmungen über den Datenschutz zu kontrollieren. Im Berichtsjahr wurde die Organisation der Fachstelle für Datenschutz überdacht und es wurden Zusammenarbeitsformen mit der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) geprüft. Nach eingehender Prüfung wurde entschieden, die Fachstelle künftig mit mehr Ressourcen auszustatten, um alle gemäss den kantonalen Bestimmungen für Datenschutz vorgegebenen Aufgaben inskünftig wahrnehmen zu können. Zudem wurde beschlossen, den anderen Gemeinden die Möglichkeit zu geben, die Aufgaben gemäss Datenschutzgesetz gegen Mitfinanzierung der städtischen Fachstelle zu übertragen.
| Berichte | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Revisionsberichte | 17 | 16 | 12 |
| Berichte zu Kreditabrechnungen | 13 | 7 | 7 |
| Berichte Mandate | 21 | 22 | 22 |
| Sitzungen der Geschäftsprüfungskommission | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Gesamtkommission | 12 | 12 | 11 |
| Delegationen | 16 | 16 | 16 |
| Fachstelle für Datenschutz | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anfragen / Dossiers | 99 | 78 | 90 |
| Arbeitstage | 56 | 56 | 83 |
| — | koordiniert die Kommunikation der Stadtverwaltung gegen innen und aussen |
| — | betreut die elektronischen Kommunikationsmittel der Stadtverwaltung |
| — | leitet Kommunikationsprojekte der Stadtverwaltung |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 1’440 | 1’539 | 1’477 |
| Ertrag | 35 | 35 | 0 |
| Aufwandüberschuss | 1’405 | 1’504 | 1’477 |
| Personalbestand | 6.4 | 6.9 | 6.4 |
| Stellenplan | 6.4 | ||
Fokus 2025
Das 2024 eingeführte neue Intranet weist im Berichtsjahr erfreuliche Zugriffszahlen aus. Rund 95 Prozent der Belegschaft haben sich einen Zugang verschafft; rund 400 Personen nutzen das Intranet regelmässig über die App auf dem Smartphone. Beliebteste Rubrik waren im Berichtsjahr die Personalnachrichten, gefolgt von der Serie «Mein Stadtmoment». Überdies hat der Stadtrat entschieden, mit einer neuen Rubrik unter dem Titel «Aus dem Stadtrat» noch breiter aus dem Gremium zu berichten.
In der Projektkommunikation wirkten die Mitarbeitenden der Stabsstelle Kommunikation wiederum bei verschiedenen grösseren und kleineren Vorhaben mit. Unter anderem war sie an der Frauenfussball-Europameisterschaft im Projektteam vertreten und nahm die Medienarbeit für die Host City St.Gallen wahr. Im Berichtsjahr wurden 16 Medienkonferenzen abgehalten und 189 Medienmitteilungen verschickt.
Der Stadtmelder erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Seit Einführung im Jahr 2015 hat er sich zu einem wichtigen Kommunikationsinstrument zwischen Bevölkerung und Stadtverwaltung entwickelt. Die Stabsstelle Kommunikation ist in Zusammenarbeit mit den Dienststellen zentrale Drehscheibe für die Koordination der Meldungen, die zeitgerechte Beantwortung und die Qualitätskontrolle der Antworten.
Im Berichtsjahr startete die Stabsstelle Kommunikation im Auftrag des Stadtrats mit der Einführung eines Redaktionssystems zur künftigen Erstellung und Publikation der Geschäftsberichte. Die Geschäftsberichte der Stadt St.Gallen sowie der städtischen Unternehmen erscheinen ab dem Berichtsjahr nicht mehr in gedruckter Form, sondern werden gleichzeitig als PDF und als Web-Version publiziert.
Die Social-Media-Kanäle der Stadt St.Gallen tragen dazu bei, Verständnis für die vielfältigen Aufgaben der Stadt zu schaffen. Gleichzeitig sind sie eine wichtige Visitenkarte der Stadt als moderne Arbeitgeberin. Im schweizweiten Vergleich konnte die Stadt St.Gallen ihre starke Position weiter festigen. Gemäss der Studie von Gromann Partner «Schweizer Gemeinden und Social Media 2025» belegt St.Gallen einen Spitzenplatz und zählt auf TikTok mit der dritthöchsten Anzahl Abonnierender zu den führenden Gemeinden der Schweiz. Die Kanalstrategie wurde im Berichtsjahr weiter geschärft: Aufgrund der rückläufigen Reichweite auf X (ehemals Twitter) wurde die aktive Bewirtschaftung dieses Kanals eingestellt.
| Medienarbeit | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Medienkonferenzen | 17 | 17 | 16 |
| Medienmitteilungen | 196 | 220 | 189 |
| Anzeigenäquivalenzwert* (in Mio. CHF) | 11.8 | 14.8 | − |
| * Die Anzeigenäquivalenz beziffert den fiktiven Wert der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei wird die ermittelte Grösse eines veröffentlichten Artikels oder Beitrags mit den Kosten abgeglichen, die bei der Schaltung einer entsprechenden Anzeige bzw. eines Spots im jeweiligen Medium entstanden wären. Der Wert wird ab 2025 nicht mehr erfasst, da sich diese Werte nach einem Anbieterwechsel beim Medienmonitoring nicht mehr vergleichen lassen. | |||
| Elektronische Kommunikation | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Besucherinnen / Besucher www.stadt.sg.ch (in Mio.) | 1.5 | 1.6 | 1.6 |
| Besucherinnen / Besucher App «Stadt St.Gallen» (in Mio.) | 0.58 | 0.90 | 1.10 |
| Follower Instagram | 11’706 | 13’999 | 16’195 |
| Follower Facebook | 9’574 | 9’779 | 9’877 |
| Follower TikTok | 286 | 1’472 | 2’389 |
| Eingegangene Stadtmelder | 1’293 | 1’515 | 1’809 |
Maria Pappa, Stadtpräsidentin
Im Mai 2025 verabschiedete der Stadtrat seine Legislaturziele 2025 – 2028. Auf dem Weg zur Vision 2030 verfolgt die Stadt weiterhin ihre neun Handlungsfelder. In der neuen Legislatur setzt der Stadtrat jedoch bewusst Schwerpunkte:
Im Zentrum steht die längerfristige Gesundung des städtischen Finanzhaushalts. Dazu wurden klare finanzpolitische Leitplanken definiert. Die Stadt soll ab dem Budget 2029 und dem Integrierten Aufgaben- und Finanzplan 2029 – 2032 auf operativer Stufe mindestens einen ausgeglichenen Haushalt erreichen – ohne Steuerfusserhöhung. Gleichzeitig sollen Investitionen stärker priorisiert werden, um ein starkes weiteres Anwachsen der Verschuldung zu vermeiden.
Die finanzielle Lage bleibt anspruchsvoll. Zwar entwickelte sich der Steuerertrag 2025 deutlich besser als erwartet, doch die Finanzplanung zeigt weiterhin strukturelle Herausforderungen. Unter der Federführung der Direktion Inneres und Finanzen wurde im Jahr 2025 intensiv daran gearbeitet, die finanzielle Stabilität zu sichern, die Dienstleistungen für die Bevölkerung zu stärken und die Stadt als Wohn-, Arbeits- und Kulturstandort weiterzuentwickeln. Mit dem Entlastungsprogramm «Alliance» hat der Stadtrat frühzeitig die Grundlagen geschaffen, um den Haushalt nachhaltig zu stabilisieren und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Stadt zu erhalten. Auch der an die abgelehnte höhere Zentrumslastenabgeltung geknüpfte Prüfauftrag zur Lastenverteilung zwischen Stadt und Kanton im Kulturbereich wurde weiterverfolgt.
Die Stadt wächst weiter. Viele Menschen sind neu nach St.Gallen gezogen und wurden von den Bevölkerungsdiensten beim Start begleitet. Gleichzeitig zeigen Entwicklungen im Betreibungswesen, dass wirtschaftliche Unsicherheiten für einzelne Haushalte bestehen bleiben. Eine verlässliche Verwaltung, klare Verfahren und gut erreichbare Dienstleistungen sind deshalb zentral.
Als Kultur- und Wirtschaftsstandort konnte die Stadt wichtige Impulse setzen. Die Kulturförderung stärkte die Vielfalt des kulturellen Lebens und die Ausstrahlung über die Region hinaus. Gleichzeitig begleitete die Standortförderung Unternehmen, unterstützte Kongresse und Veranstaltungen und setzte Massnahmen zur Belebung der Innenstadt. Kooperationen mit dem Kanton und regionalen Partnern zeigen, dass die Entwicklung der Stadt nur gemeinsam gelingt.
Weiter wurden innerhalb der Verwaltung wichtige Grundlagen für die Zukunft gelegt. Neue Führungsgrundsätze, gezielte Weiterbildung und Massnahmen im Diversity-Management stärken die Arbeitskultur. Digitalisierung und Prozessoptimierung schreiten weiter voran – etwa mit der neuen Steuerlösung, automatisierten Abläufen oder verbesserten digitalen Services. Die Informatikdienste gewährleisteten trotz wachsender Anforderungen und erhöhter Cyberrisiken einen stabilen und sicheren Betrieb. Zentrale Instrumente der Haushaltsführung wurden ebenfalls weiterentwickelt – vom neuen Kreditrecht über ein ausgebautes Controlling bis hin zu Verbesserungen im Treasury und bei der Mehrwertsteuerorganisation. Die Verwaltung arbeitet effizient, engagiert und lösungsorientiert.
| — | unterstützt die Stadtpräsidentin / Direktorin Inneres und Finanzen in ihren Führungs-, Verwaltungs- und Repräsentationsaufgaben, arbeitet Vorlagen an den Stadtrat und das Stadtparlament aus, koordiniert direktionsintern dienststellenübergreifende Sachgeschäfte und berät die Dienststellen in Fragen des Tagesgeschäfts |
| — | amtet als Stadtschreiber-Stellvertreter und unterstützt in dieser Funktion das Stadtparlament und den Stadtrat bei ihren Aufgaben |
| — | initiiert, fördert und realisiert Projekte der Direktion oder Stabsstelle |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 1’635 | 1’172 | 1’198 |
| Ertrag | 95 | − | −3 |
| Aufwandüberschuss | 1’539 | 1’172 | 1’201 |
| Personalbestand | 3.2 | 1.3* | 1.3 |
| Stellenplan | 1 | ||
| * Per 2024 wurden der Chief Digital Officer (CDO) und sein Team aus dem Stab ausgegliedert und mit der Dienststelle Organisationsentwicklung zusammengeführt. | |||
Fokus 2025
Der Fokus des Stabs lag im Berichtsjahr naturgemäss in der Erarbeitung und Begleitung einer Vielzahl von Stadtrats- und Stadtparlamentsvorlagen. Seitens der Direktion Inneres und Finanzen wurden fünfzehn parlamentarische Vorstösse beantwortet sowie neun weitere, zum Teil grössere Vorlagen dem Parlament zur Beschlussfassung unterbreitet. Zudem leistete der Stab Koordinations- und Führungsunterstützung in finanziellen, personellen, legistischen und politischen Fragen.
Zeitintensive projektbezogene Arbeiten fielen im Stab insbesondere im Rahmen des neuen Entlastungsprogramms «Alliance», bei der Begleitung der Erarbeitung des Schlussberichts zur externen Untersuchung der Wahl- und Abstimmungsprozesse der Stadt St.Gallen sowie im Projekt zur Aufgaben- und Finanzierungsregelung der Kultursubventionen zwischen Kanton und Stadt St.Gallen an.
| — | unterstützt und berät den Stadtrat und die Stadtverwaltung in Fragen der Kulturförderung und der Kulturpolitik, arbeitet Vorlagen an den Stadtrat und das Stadtparlament aus und vertritt die Stadt in kulturellen und kulturpolitischen Gremien sowie Repräsentationen |
| — | bearbeitet Gesuche um Beiträge aus den Mitteln der städtischen Kulturförderung, betreut die städtischen Kultursubventionen und ist Geschäftsstelle des Vereins Kultur St.Gallen Plus |
| — | ist Anlaufstelle für Kulturschaffende, Kulturinstitutionen und die kulturell interessierte Öffentlichkeit |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 18’861 | 19’400 | 19’574 |
| Ertrag | 37 | 55 | 56 |
| Aufwandüberschuss | 18’824 | 19’345 | 19’518 |
| Personalbestand | 1.5 | 1.6 | 1.6 |
| Stellenplan | 1.5 | ||
Fokus 2025
Werkbeiträge
Um die Entstehung innovativer künstlerischer Projekte zu fördern, verleiht die Stadt St.Gallen jährlich Werkbeiträge an in St.Gallen wohnende Kulturschaffende. Die Werkbeiträge sind mit je 10’000 Franken dotiert.
– Richard Butz (Geschichte und Gedächtnis)
– Maj Lisa Dörig (Bildende Kunst)
– Raoul Doré (Bildende Kunst)
– Bettina Dyttrich (Literatur)
– Nicolaj Ésteban (Angewandte Kunst)
– Charles Uzor (Musik)
– Andrea Vogel (Bildende Kunst)
– Lena Windisch (Angewandte Kunst)
Ausstellungen
Die Kulturförderung veranstaltet jährlich vier Ausstellungen im Architektur Forum Ostschweiz im Lagerhaus. Damit ermöglicht sie Künstlerinnen und Künstlern, die einen städtischen Werkbeitrag oder einen Preis der Stadt St.Gallen erhalten haben, ihr Werk einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Im Jahr 2025 waren dies die Ausstellung des jungen Schriftgestalters Nicolas Bernklau, die Ausstellung der in St.Gallen lebenden, ukrainischen Künstlerin Anna Sorokovaya, die Schau des Künstlerduos U5 sowie eine Doppelausstellung von Beat Belser und Carina Kirsch. Der St.Galler Fotograf hatte einen Aufenthalt im Auslandsatelier der Städtekonferenz Kultur in Kairo für das Jahr 2019 zugesprochen erhalten und die Künstlerin weilte dort im Jahre 2024.
Stadtkulturgespräch
Jährlich organisiert die Kulturförderung ein Stadtkulturgespräch zu einem aktuellen kulturellen und kulturpolitischen Thema. Das Stadtkulturgespräch ist ein bewährtes Format des Austauschs und der Vernetzung. Im Jahr 2025 waren sieben Stiftungen eingeladen, um über ihre Rolle als Kulturförderinnen zu informieren. Die Unterstützung durch Stiftungen ist ein gleichbleibend wichtiger Baustein in der Kulturförderung, da die Gelder der öffentlichen Hand begrenzt sind. Die Bedeutung von Stiftungen als Geldgeberinnen zeigte sich im grossen Interesse der Kulturschaffenden am Stadtkulturgespräch. Über 100 Personen suchten den Dialog und hatten viele Fragen dazu, wie Stiftungen fördern, welche Chancen wer bei welchen Stiftungen hat und wie das Gesuch ausgestaltet sein sollte. Einmal mehr erwies sich der moderierte Informationsaustausch in kleineren, wechselnden Gruppen als fruchtbares Format und der Talhof als idealer Veranstaltungsort.
Bundesförderung für Textilmuseum und Stiftsbibliothek und Umbaukredit Textilmuseum
Seit 2018 unterstützt der Bund Museen, die in ihrem Themenbereich für die Schweiz von besonderer Bedeutung sind. Das Fachgremium wählte für die kommende Periode aus rund 40 Bewerbungen 20 Museen aus – darunter die Stiftsbibliothek und das Textilmuseum St.Gallen. Sie erhalten deshalb von 2027 bis 2030 jährlich Betriebsbeiträge des Bundes in der Höhe von 180’000 bzw. 150’000 Franken. Die Aufnahme in die Bundesförderung stärkt nicht zuletzt die nationale Sichtbarkeit und gibt insbesondere dem Textilmuseum einen weiteren Auftrieb in der wichtigen Zeit vor dem Umbau und während des Umbaus. Für diesen Umbau wurde dem Museum im Jahr 2025 durch den Kantonsrat St.Gallen ein Beitrag von 13.9 Millionen Franken zugesprochen, und das Stadtparlament hat ohne Gegenstimmen beschlossen, das Vorhaben mit 6.95 Millionen Franken zu unterstützen – diese Aufteilung des Betrages zu zwei Dritteln Kanton und einem Drittel Stadt orientiert sich am Finanzierungsschlüssel für Konzert und Theater St.Gallen.
Kulturförderplattform
Die bevölkerungsstärkste Kulturförderregion im Kanton St.Gallen ist im vergangenen Jahr weiter zusammengewachsen. Die Prozesse konnten verstetigt und der grosse Informationsbedarf der Kulturschaffenden bewältigt werden. Ein lebendiger Diskurs über Kultur und Kulturförderung prägte die Vorstandssitzungen und die jährliche Hauptversammlung (HV) des Vereins. Gastgeberin der HV war im Jahr 2025 die Gemeinde Flawil. Im dortigen Kulturpunkt traten die Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten in einen regen Austausch miteinander, mit der Geschäftsstelle, dem Vorstand sowie mit eigens eingeladenen Kulturschaffenden.
Die 2025 durch das Amt für Kultur des Kantons initiierte Evaluation zeigte weiterhin bestehende Herausforderungen auf, wie beispielsweise das unterschiedliche Kulturverständnis zwischen Stadt und Land basierend auf den kantonalen Kulturförderrichtlinien. Die gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur des Kantons sowie die konstruktive Arbeit im Vorstand setzte sich fort. Nach wie vor erwies sich die Geschäftsführung des Vereins für die Dienststelle Kulturförderung als sehr arbeitsintensiv, nicht zuletzt bedingt durch die umfangreiche Beratungsleistung für Kulturschaffende und Gemeinden.
Museumsnacht
Die Museumsnacht 2025 präsentierte sich «ver-rückt». Unter diesem Motto luden die teilnehmenden Museen und Institutionen ein, Bekanntes neu zu sehen, Gewohntes zu hinterfragen und sich überraschen zu lassen. In 29 Häusern faszinierten vielfältige Ausstellungen und interaktive und spielerische Aktivitäten bis spät in die Nacht ihr Publikum. Gross und Klein liessen sich begeistern von Performances, Spielen, Mitmachwerkstätten; sie besuchten ein Musikexperiment im Cyberspace im Frauenpavillon, das Depotgeflüster im Kunstmuseum, degustierten einen «Dengue-Sling» des Kunstduos U5 in der städtischen Ausstellung oder verfolgten den traditionellen Mitternachtsguss in der Kunstgiesserei. Die Ausstellungen boten vielseitige Anregungen von der Siebdruckwerkstatt anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Seifenmuseums bis zu einem Auftritt der K Pop-Dance Academy im Kulturmuseum. Die 19. Ausgabe der durch die Stadt unterstützten Museumsnacht lockte 4’000 Gäste an; auffällig waren das grosse Interesse der 20- bis 30-Jährigen und das sehr gut besuchte Kinderprogramm.
| — | ist Anlaufstelle für Unternehmerinnen und Unternehmer, Investorinnen und Investoren sowie Veranstalterinnen und Veranstalter von Events und Kongressen |
| — | betreibt aktive Standortförderung mit Projekten zur Steigerung der Standortattraktivität sowie massgeschneiderte Wirtschaftsförderung mittels Unterstützung bei Neuansiedlungen, Bestandespflege der St.Galler Unternehmenslandschaft und Immobilienvermittlung in Zusammenarbeit mit externen und internen Partnerinnen und Partnern |
| — | ist verantwortlich für das integrierte Standortmarketing der Stadt als Unternehmens-, Kongress-, Lebens- und Arbeitsort |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 2’710 | 2’580 | 2’677 |
| Ertrag | 179 | 133 | 73 |
| Aufwandüberschuss | 2’531 | 2’447 | 2’604 |
| Personalbestand | 3.9 | 4.3* | 4.9 |
| Stellenplan | 4.9 | ||
| * Per 2024 bewilligte das Stadtparlament eine Stellenerhöhung für eine Projektassistenz. | |||
Fokus 2025
Beratung und Begleitung von Unternehmen
Auf Stadtgebiet wurden im Berichtsjahr insgesamt 718 Neugründungen respektive Zuzüge von Unternehmen registriert; gleichzeitig kam es zu 685 Firmenlöschungen respektive Wegzügen, was netto einer Zunahme von 33 Unternehmen entspricht. Mit dem im Sommer 2025 neu implementierten Willkommensprozess für Firmen wurden 257 Willkommensschreiben versendet.
Die Standortförderung hatte über das Jahr mit insgesamt 418 Unternehmen Kontakt. Dazu gehören bestehende, neue und ansiedlungsinteressierte Firmen und Organisationen. Über die Kanäle der Standortförderung wurden insgesamt 118 leerstehende Gewerbeflächen publiziert, von denen 35 erfolgreich vermittelt werden konnten. In der Wohnraumvermittlung kommunizierte die Standortförderung 20 in Entwicklung befindliche oder kürzlich fertiggestellte Wohnüberbauungen.
Zur Stärkung der Investorenfreundlichkeit im Immobiliensektor wurde eine zentrale Website mit Informationen rund um die Stadtentwicklung erstellt. Zudem war die Stadt am «Immo Dialog Ost» als relevanter Treffpunkt der Immobilienbranche mit Promotionsmassnahmen präsent. Um die Investorensichtweise darzulegen und den Dialog mit der Kundschaft zu professionalisieren, koordinierte die Standortförderung stadtinterne Schulungen.
Belebung der Innenstadt
Vom 1. bis 3. Mai 2025 fanden erstmals die «pick! Shopping Days» in der St.Galler Innenstadt statt. Während drei Tagen boten über 70 Geschäfte rund 90 vielfältige und attraktive Programmpunkte an. Das City Management St.Gallen initiierte und finanzierte die «pick! Shopping Days» und zog eine positive Bilanz der Erstauflage. Die «pick! Shopping Days» werden am 1. und 2. Mai 2026 fortgesetzt.
Das Waaghaus wurde von Mitte Juni bis Ende Dezember 2025 im Rahmen einer Zwischennutzung bespielt. Zwei Agenturen sorgten für eine Basisinfrastruktur wie Beleuchtung, Technik und Mobilien. Eigene Veranstaltungen oder Drittveranstaltungen durch das Vermieten der Räumlichkeiten brachten eine höhere Auslastung und eine Belebung. Die gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass durch eine Betreiberin die Nutzung des Waaghauses niederschwelliger und einfacher möglich ist. Dadurch konnten neue Angebote realisiert werden.
Aufgrund der geplanten Aufwertung und Erneuerung des öffentlichen Raumes im Quartier «Zwischenstadt» im Gebiet Hintere Bahnhof- und Poststrasse initiierte die Standortförderung gemeinsam mit dem Tiefbauamt und dem Verband EspaceSuisse das neue Partizipationsformat «Gassenclub». Damit wurde das Potenzial einer Attraktivitätssteigerung und Belebung des Quartiers im Austausch mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern eruiert.
Weg der Vielfalt: über 80 Orte erinnern an eine bewegende Vergangenheit
Eine neue interaktive Karte auf www.wegdervielfalt.ch lädt dazu ein, die Stadt und bisher eher unbekannte Erinnerungsorte sowie deren Geschichten auf eigene Faust und auf verschiedenen Wegen zu entdecken. Die Inhalte wurden mit Hilfe eines partizipativen Ansatzes gesammelt und durch eine Fachgruppe selektioniert. Alle Inhalte sind auch als Open Data verfügbar.
Neues Erscheinungsbild und Wegleitung für die Drei Weieren
Im Rahmen des Tourismusentwicklungskonzeptes «Drei Weieren» wurde zusammen mit dem Kanton St.Gallen und St.Gallen-Bodensee Tourismus ein übergreifendes Erscheinungsbild und eine einheitliche Signaletik für das Gebiet Drei Weieren entwickelt und umgesetzt. Das Projekt zielt darauf ab, den Raum als Einheit zu kommunizieren und gleichzeitig die Sichtbarkeit der bestehenden Erlebnisangebote zu steigern.
Stärkung Cluster-Management und Kommunikation
Das Gesundheitsnetzwerk «St.Gallen Health» zählt knapp 50 Institutionen und Unternehmen, die im Jahr 2025 zweimal zum Netzwerktreffen bei jeweils einem Mitglied zusammenkamen. «St.Gallen Health» war das erste Mal an der Fachmesse «Swiss MedTech Expo» in Luzern präsent. Hinzu kamen Auftritte an sieben Gesundheitskongressen am Standort St.Gallen. Die Kommunikation an die spezifische Zielgruppe erfolgt primär über LinkedIn, wo die Anzahl Followerinnen und Follower auf über 1’000 anwuchs. Im Berichtsjahr wurde die Weiterentwicklung des Clusters «St.Gallen Health» mit der Standortförderung des Kantons St.Gallen und dem «Switzerland Innovation Park Ost» lanciert.
Der ICT-Cluster wird primär über den Verein «<IT>rockt!» bewirtschaftet und betreut. Nebst der jährlichen finanziellen Unterstützung förderte die Standortförderung den Leit-Event Digital Conference Ostschweiz und repräsentierte den ICT-Standort am Anlass selbst.
Die erste «Design Week St.Gallen» fasste verschiedene Veranstaltungen aus dem Bereich Design und Kreativwirtschaft unter einem Dach zusammen und hatte das Ziel, die hiesige Kreativszene stärker zu vernetzen und die Ausstrahlung zu erhöhen. Die Standortförderung und Kulturförderung der Stadt St.Gallen sowie die Schule für Gestaltung St.Gallen brachten die städtische Kreativszene zwischen dem 11. und 14. März 2025 näher zusammen. Diese Initiative war erfolgreich und wird weitergeführt.
Standortpromotion unter der Marke «Sankt»
Im Jahr 2025 verzeichnete die Webseite meine-stadt.sg insgesamt 76’933 einzelne Besucherinnen und Besucher. Auf Social Media, auf der Webseite sowie über den Newsletter wurden mit der Marke «Sankt» insgesamt 1’366’664 Personen erreicht. Private Wirtschaftspartner unterstützten die Promotionsmassnahmen mit insgesamt 65’000 Franken.
Im Fokus stand die Professionalisierung des Social Media- und Newsletter-Marketings sowie eine stringente Ansprache mit der Marke «Sankt». Diese Weiterentwicklung zeigte Wirkung: Die Zahl der Followerinnen und Follower auf den sozialen Medien wuchs im Jahr 2025 um 6.3 Prozent auf insgesamt 27’889 Personen. Ergänzend wurden sechs Newsletter versendet.
Unterstützung und Förderung von Events und Kongressen
Im Jahr 2025 unterstützte die Stadt 14 Kongresse mit gesamthaft rund 11’400 Teilnehmenden vor Ort und investierte dafür rund 100’000 Franken. Gemäss Berechnungstool von St.Gallen-Bodensee Convention wurde mit diesen Kongressen eine Wertschöpfung in der Höhe von rund 3.8 Millionen Franken generiert. An den geförderten Kongressen ist die Standortförderung mit einem eigenen Auftritt präsent. Mit START Global (START Summit) konnte eine Verlängerung der Partnerschaft für die Jahre 2026 bis 2028 eingegangen werden. Weiter förderte die Standortförderung zusammen mit der Kulturförderung öffentliche Events wie das New Orleans, das Nordklangfestival, die St.Galler Fasnacht und viele weitere Events mit einem Gesamtbetrag von 110’000 Franken. Das Berichtsjahr war zudem das Jahr der UEFA Women’s EURO. Zusammen mit St.Gallen-Bodensee Tourismus war die Standortförderung für die Vermarktung von drei Vorrundenspielen in St.Gallen verantwortlich.
| — | führen das Einwohnerkontroll- und Meldewesen, die Administration des Einbürgerungsverfahrens sowie das Stimmregister für Schweizerinnen und Schweizer |
| — | erbringen zahlreiche Dienstleistungen für die Bevölkerung (Kontrollstelle Krankenversicherung, militärischer Sektionschef, Legalisationen, Sekretariat der Schlichtungsstelle für Miet- und Pachtverhältnisse, Beratung von Mietenden und Vermietenden, Wohnungsabnahmen) |
| — | beurkunden die Zivilstandsereignisse Geburt, Eheschliessung, eingetragene Partnerschaft, Tod und Kindesanerkennung in St.Gallen, Degersheim, Eggersriet, Häggenschwil, Muolen und Wittenbach sowie den Personenstand im informatisierten Standesregister «Infostar» nach Bundesrecht und kantonalem Recht; zudem halten sie im Standesregister die Tatsache der Errichtung eines Vorsorgeauftrages und dessen Hinterlegungsort fest |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 5’368 | 5’570 | 5’220 |
| Ertrag | 2’152 | 2’266 | 2’200 |
| Aufwandüberschuss | 3’216 | 3’304 | 3’020 |
| Personalbestand | 25.3 | 26.2 | 27.0 |
| Stellenplan | 26.3 | ||
Fokus 2025
Im Berichtsjahr stieg die Bevölkerungszahl erneut. Per 31. Dezember 2025 umfasste die Wohnbevölkerung der Stadt St.Gallen 83’843 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies sind fast 700 Personen mehr als im Vorjahr (+0.8 Prozent). Die Zunahme beruht vor allem auf einer anhaltenden Zuwanderung aus dem EU-Ausland. Erstmals seit dem Jahr 2020 war im Berichtsjahr der Geburtenüberschuss mit −23 Geburten negativ, d. h. es verstarben 23 Personen mehr als Neugeborene zur Welt kamen. Ebenfalls ein Novum ist, dass im Berichtsjahr die Wanderungsverluste der Stadt gegenüber dem Kanton Zürich deutlich kleiner geworden sind (−94 Personen), weil die Zuzüge von dort nach St.Gallen zunahmen. In den vergangenen zehn Jahren war dieser Verlust jeweils doppelt bis vierfach so hoch.
Im Allgemeinen nahmen die Fallzahlen beim Sekretariat der Mieterschlichtungsstelle im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent zu. Insbesondere bei der Anfechtung von Mietzinsen war beinahe eine Verdoppelung der Fälle zu verzeichnen. Diese Zunahme ist auf Änderungen des Referenzzinssatzes zurückzuführen. Die Schlichtungsstelle schloss deshalb das vergangene Jahr gegenüber dem Beginn der Berichtsperiode mit einem erheblichen Pendenzenüberhang ab. Mit organisatorischen und zusätzlichen personellen Massnahmen sollen die Pendenzen im kommenden Jahr abgebaut werden.
Das Sekretariat der Einbürgerungsräte war ebenfalls mit einer erheblichen Zunahme von Einbürgerungsgesuchen konfrontiert. Gegenüber dem Vorjahr gingen rund 30 Prozent mehr Gesuche für Einbürgerungen ein. Dies führte dazu, dass per Ende der Berichtsperiode gegenüber dem Beginn des Jahres ein Pendenzenüberhang von rund 30 Prozent bestand. Die Zunahme von Einbürgerungen führte auch beim Zivilstandsamt zu einer erheblichen Mehrbelastung, da die Einbürgerung im Zivilstandsregister eingetragen wird.
Die Bevölkerungsdienste sind auch Kontrollstelle für die obligatorische Krankenversicherung. Schliesst eine Person trotz Aufforderung der Kontrollstelle keine obligatorische Krankenversicherung ab, wird sie von der Kontrollstelle per Verfügung einer Versicherung zugewiesen. Im Berichtsjahr musste die Kontrollstelle im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele Zuweisungsverfügungen aussprechen.
Bis Ende 2025 war das Sektionswesen im Kanton St.Gallen in der Verantwortung der Gemeinden. Per 1. Januar 2026 wird das Sektionswesen von den Gemeinden in die kantonale Hoheit überführt.
Ein Meilenstein im Berichtsjahr war die Ablösung des Einwohnerregisters «Loganto». Per 1. Juli 2025 wurden die Personendaten der Stadt St.Gallen auf das System «Innosolv» migriert. Bei Innosolv handelt es sich um eine Software zur Bearbeitung von Einwohnerdaten. Es ist ein Schweizer Produkt, das speziell für Städte und Gemeinden entwickelt wurde. Einzelne Verarbeitungsprozesse müssen noch verbessert werden, aber die neue Software ermöglicht den unkomplizierten Datenaustausch auf allen Verwaltungsebenen. «Innosolv» ist bei den Schweizer Städten und Gemeinden weit verbreitet und inzwischen kantonsweit bei allen Gemeinden im Einsatz. Dies begünstigt den Datenaustausch und vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen den Einwohnerämtern der verschiedenen Gemeinden.
| Einwohnerbestand am 31.12. | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Gesamte Wohnbevölkerung | 82’501 | 83’164 | 83’843 |
| Zunahme gesamte Wohnbevölkerung | 886 | 663 | 679 |
| Ständige Wohnbevölkerung | 77’159 | 77’768 | 78’416 |
| davon Schweizer / innen | 51’867 | 51’881 | 51’999 |
| davon Ausländer / innen | 25’292 | 25’887 | 26’417 |
| Anteil ausländische Wohnbevölkerung in % | 32.7 | 33.3 | 33.7 |
| Zunahme ständige Wohnbevölkerung | 810 | 609 | 648 |
| Bevölkerungsbewegung | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Zuzüge | 9’061 | 8’750 | 8’688 |
| Wegzüge | 8’246 | 8’132 | 7’993 |
| Bereinigung | 8 | 13 | |
| Wanderungssaldo | 815 | 618 | 695 |
| Geburten | 775 | 698 | 681 |
| Todesfälle | 712 | 666 | 704 |
| Geburtenüberschuss | 63 | 32 | −23 |
| Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen (STADTSGPOP) | |||
| Sekretariat der Schlichtungsstelle für Miet- und Pachtverhältnisse | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Pendenzen vom Vorjahr (Stand 1.1.) | 35 | 92 | 116 |
| Neu eingegangen | 428 | 326 | 431 |
| davon Kündigungsanfechtungen / Fristerstreckungen | 133 | 105 | 134 |
| davon Forderungs- / Feststellungs- sowie Pachtklagen | 147 | 146 | 164 |
| davon Mietzinsanfechtungen | 148 | 75 | 133 |
| erledigt | 371 | 302 | 352 |
| Pendenzen (Stand 31.12.) | 92 | 116 | 195 |
| Mietzinshinterlegungen | 21 | 16 | 20 |
| Zivilstandsamt | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Geburten | 3’012 | 3’022 | 2’791 |
| Ehevorbereitungsverfahren | 386 | 439 | 450 |
| Eheschliessungen (Trauungen)* | 355 | 390 | 389 |
| Umwandlung Partnerschaft in Ehe | 5 | 2 | 2 |
| Todesfälle | 1’580 | 1’600 | 1’568 |
| Bestattungen von Einwohnerinnen / Einwohnern | 673 | 657 | 677 |
| davon Urnenbeisetzungen | 612 | 596 | 616 |
| davon Erdbestattungen | 61 | 61 | 61 |
| Kindesanerkennungen | 202 | 218 | 215 |
| Einbürgerungen | 351 | 452 | 571 |
| Eheauflösungen | 200 | 205 | 182 |
| Partnerschaftsauflösungen | 1 | 0** | 0** |
| Namenserklärungen | 75 | 67 | 69 |
| Änderung Geschlechtseintrag | 11 | 9 | 7 |
| Vorsorgeaufträge (Eintragungen in «Infostar») | 52 | 54 | 46 |
| * 53 % der Eheschliessungen sind Ehen mit Ausländer/innen-Beteiligung. Die Differenz zwischen den Ehevorbereitungsverfahren und den Eheschliessungen ist so zu interpretieren, dass Ehevorhaben wohl in St.Gallen angemeldet worden sind, die Trauungen aber auswärts stattfanden oder noch nicht stattgefunden haben. | |||
| ** Seit dem 1. Juli 2022 können in der Schweiz keine eingetragenen Partnerschaften mehr beurkundet werden. Es gelten seit diesem Datum die rechtlichen Grundlagen der Eheschliessung, unabhängig vom Geschlecht der jeweiligen Brautleute. Partnerschaftsauflösungen werden daher nicht mehr separat ausgezählt, sondern sind in der Zahl der Eheauflösungen enthalten. | |||
| Einbürgerungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Gesuche mit positivem Entscheid der Einbürgerungsräte | 215 | 205 | 244 |
| Anzahl Personen | 369 | 327 | 331 |
| Neu eingegangene Gesuche | 198 | 232 | 304 |
| Pendente Gesuche am 31.12. | 124 | 148 | 210 |
| Verschiedene Dienstleistungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Niederlassungsauszüge | 158 | 131 | 112 |
| Mieterausweisungen | 43 | 55 | 41 |
| Gesuche um Familiennachzug | 280 | 246 | 217 |
| Verpflichtungserklärungen | 158 | 88 | 102 |
| Amtsanzeigen (Betretungsverbote) | 74 | 90 | 58 |
| Bussen wegen Meldevergehen | 630 | 743 | 592 |
| Verzeigungen | 113 | 109 | 92 |
| Beglaubigungen und Bescheinigungen | 3’798 | 3’655 | 3’182 |
| Beglaubigte Unterschriften bei Initiativen und Referenden | 23’134 | 12’777 | 17’661 |
| Mitwirkung als Urkundsperson bei Hausdurchsuchungen der Polizei / Untersuchungsbehörden | 15 | 18 | 15 |
| Zuweisungsverfügung an Krankenversicherer | 24 | 37 | 87 |
| Ausgestellte Dienstbüchlein | 206 | 183 | 0* |
| * seit 2025 gibt es keine physischen Dienstbüchlein mehr | |||
| — | führt Betreibungsverfahren aufgrund von Begehren der Gläubigerinnen und Gläubiger nach dem Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) durch |
| — | pfändet, verwaltet und verwertet bewegliche Vermögenswerte, Forderungen, andere Rechte und Grundstücke im Rahmen von Verfahren nach dem SchKG |
| — | führt die vorgeschriebenen Register (Betreibungen, Eigentumsvorbehalte, Viehverschreibung) und erstellt Auszüge daraus |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 3’020 | 3’309 | 3’369 |
| Ertrag | 5’034 | 5’832 | 5’637 |
| Ertragsüberschuss | 2’014 | 2’523 | 2’268 |
| Personalbestand | 18.8 | 19.2 | 20.1 |
| Stellenplan | 19.3 | ||
Fokus 2025
Nachdem im Jahr 2024 ein Anstieg von 16.2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Rekordwert von 35’236 neu eingeleiteten Betreibungen verzeichnet wurde, darf im Geschäftsjahr 2025 ein leichter Rückgang festgestellt werden. Konkret haben sich die neu eingeleiteten Betreibungen um 6.1 Prozent auf 33’096 reduziert.
Diese Reduktion ist insbesondere auf eine Gesetzesänderung im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) zurückzuführen, die am 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist. Krankenversicherer dürfen ab diesem Zeitpunkt ihre Versicherten maximal noch zweimal im Jahr betreiben. Diese Gesetzesänderung hat dazu geführt, dass die 56 anerkannten Krankenversicherer weniger Verfahren eingeleitet haben. Betrachtet man aber die Ablieferungen an die Gläubiger und die Forderungssumme der ausgestellten Verlustscheine, so liegt die Vermutung nahe, dass zwar weniger Betreibungsverfahren anhängig gemacht wurden, die in Betreibung gesetzten Beträge nun aber in den einzelnen Betreibungen höher sind. In anderen Worten hat die Schuldenlast der betriebenen Personen nicht abgenommen.
Betrieben werden können sowohl natürliche als auch juristische Personen mit Wohnsitz beziehungsweise Sitz in der Stadt St.Gallen. Im Berichtsjahr betrafen 89.5 Prozent (Vorjahr 89.9 %) der Betreibungen natürliche Personen und 10.5 Prozent (Vorjahr 10.1 %) juristische Personen.
Die Aufteilung der Betreibungen gegen natürliche Personen nach Alterskategorien hat sich wie folgt entwickelt:
| Betreibungen natürliche Personen in Prozent | |||
| Alter | 2023 | 2024 | 2025 |
| 0 – 25 | 10.2 | 11.2 | 10.2 |
| 26 – 40 | 45.2 | 44.4 | 43.5 |
| 41 – 65 | 39.6 | 39.7 | 41.0 |
| 65 und älter | 5.0 | 4.7 | 5.3 |
Die 33’096 neu eingeleiteten Betreibungsverfahren im Berichtsjahr betrafen 8’772 (Vorjahr 8’781) natürliche und juristische Personen. Per Ende 2025 waren 1’469 Personen (Vorjahr 1’455) in der Stadt St.Gallen mit einer Einkommenspfändung konfrontiert.
| Kennzahlen Betreibungsamt | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Betreibungsfälle | 30’327 | 35’236 | 33’096 |
| Anteil elektronisch eingereichter Begehren | 72% | 75% | 74% |
| Bezahlte oder zurückgezogene Betreibungen vor dem Pfändungsvollzug | 9’600 | 10’049 | 8’204 |
| Vollzogene Pfändungen | 15’052 | 18’049 | 16’132 |
| davon Lohn- oder Einkommenspfändungen | 9’902 | 11’604 | 10’658 |
| davon Sach- oder Grundstückspfändungen | 162 | 256 | 156 |
| davon ergebnislose Pfändungen | 4’988 | 6’189 | 5’318 |
| mit vollständiger Deckung abgeschlossene Betreibungen aus Pfändung | 3’598 | 4’191 | 4’132 |
| mit gänzlichem oder teilweisem Verlust abgeschlossene Betreibungen aus Pfändung | 5’263 | 5’977 | 7’176 |
| Ablieferungen an Gläubiger / innen (in Mio. CHF) | 27.4 | 27.3 | 27.8 |
| Ausgestellte Verlustscheine | 10’251 | 12’166 | 12’494 |
| Ausgestellte Verlustscheine (in Mio. CHF) | 30.7 | 37.5 | 35.5 |
| Auskünfte aus dem Betreibungsregister | 16’872 | 17’015 | 17’506 |
| — | führt das Steuerregister der natürlichen Personen und das Liegenschaftsregister für die Grundsteuern |
| — | bezieht für Bund, Kanton, Gemeinde, Kirchgemeinden und Feuerwehr die Einkommens- und Vermögenssteuern aller in der Stadt St.Gallen steuerpflichtigen natürlichen Personen |
| — | veranlagt rund 80 Prozent aller in der Stadt St.Gallen steuerpflichtigen natürlichen Personen und erhebt die Grundsteuer aller Liegenschafteneigentümerinnen und -eigentümer der Stadt St.Gallen und scannt für diverse Nachbargemeinden Steuererklärungen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 18’100 | 20’152 | 17’509 |
| Ertrag | 387’657 | 374’612 | 405’963 |
| Aufwandüberschuss | −369’557 | −354’460 | −388’454 |
| Personalbestand | 24.1 | 25.2 | 26.1* |
| Stellenplan | 25 | ||
| * Im Zusammenhang mit dem Start des Grossprojekts IT-Steuern SG+ wurde temporär eine Arbeitskraft eingestellt, um die Ausfälle durch die intensive Projektmitarbeit zu kompensieren. Der Stadt entstehen dadurch keine Mehrkosten, da die Projektmitarbeit durch den Kanton entschädigt wird. | |||
Fokus 2025
Das Steueramt ist seit mehreren Jahren mit wachsenden Fallzahlen, komplexeren Kontakten und grösserem Aufwand im Steuerbezug konfrontiert. So sind allein die Betreibungshandlungen seit 2023 um 15 Prozent gestiegen; 2025 wurden rund 52’000 Zahlungsaufforderungen verschickt. Damit diese Herausforderungen weiterhin ohne Stellenausbau bewältigt und auch der Steuerausstand tief gehalten werden können, werden die Prozesse laufend überprüft. Nebst dem Prozessmanagement, der Automatisierung und der Digitalisierung wird beim Steueramt grosser Wert auf die Ausbildung der Mitarbeitenden gelegt, denn qualifiziertes Personal zu finden ist nach wie vor schwierig.
Im Berichtsjahr stand die Schaffung einer guten Grundlage für die kommenden Jahre im Fokus. So hat das kantonale Projekt «IT Steuern SG+» (Neuentwicklung der Steuerfachapplikation) wieder Fahrt aufgenommen, nachdem ein Rechtsstreit im Frühling 2025 erledigt werden konnte. Die Mitarbeit in diesem Projekt ist zeitintensiv, aber sehr wichtig, weil die kommunalen Bedürfnisse und Anforderungen – besonders in den Bereichen «Steuerregister» und «Steuerbezug» sowie in den Interaktionsprozessen mit den Kundinnen und Kunden – eingebracht werden können. Dieses Fachwissen liegt bei den Gemeinden und die Stadt St.Gallen nimmt hier eine Schlüsselrolle ein. Die geleisteten Arbeitsstunden werden vom Kanton entschädigt.
Ein zweiter Grundstein für die Zukunft wurde mit den Vorbereitungsarbeiten für die Einführung einer neuen Steuersoftware gelegt. Im Januar 2026 wird die seit 25 Jahren im Einsatz stehende elektronische Steuererklärung «e-Taxes» abgelöst. Diese bisherige Desktop-Software basierte auf einer technologischen Grundlage, deren Weiterentwicklung für neue Betriebssysteme, Geräte und gestiegene Sicherheitsanforderungen unverhältnismässig aufwändig und kostenintensiv geworden wäre. Die Einführung von «E-Tax SG», wie die neue Lösung heisst, ist Bestandteil der kantonalen Digitalisierungsstrategie und verfolgt das Ziel, die Steuererklärung langfristig zu vereinfachen, zu vereinheitlichen und sicherer auszugestalten. Sämtliche Daten werden verschlüsselt übertragen und ausschliesslich auf Servern der kantonalen Steuerverwaltung und in der Schweiz gemäss den geltenden gesetzlichen Vorgaben gespeichert. Diese neue Software wird zu Beginn sowohl die steuerpflichtigen Personen als auch das Steueramt in Form erhöhter Anfragen vor Herausforderungen stellen.
Nach einem ernüchternden Jahresabschluss 2024 stieg der Fiskalertrag 2025 stark an (+8.7 %); das Budget wurde um 26 Millionen Franken übertroffen. Besonders erwähnenswert sind die Vorjahressteuern, die im Jahr 2025 erneut weit über den Erwartungen lagen (+5.5 Mio. oder +26 %). Das Plus stammt dabei zu rund 50 Prozent aus erledigten Veranlagungen der Jahre 2023 und älter. Positiv zu werten ist zudem, dass die anderen 50 Prozent die Steuerperiode 2024 betreffen – obwohl die kalte Progression mittlerweile ausgeglichen wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass die Einkommen nominal gestiegen sind. Die Einkommens- und Vermögenssteuern für das laufende Jahr wurden präzis budgetiert und wichen am Ende mit +1.3 Prozent ab.
Auch bei den Gewinn- und Kapitalsteuern fiel der Abschluss erfreulich aus. Einzelne juristische Personen erzielten 2024 ausserordentlich gute Ergebnisse. Das hat zu fast sieben Millionen Franken Mehrerträgen geführt (+16 %). Aufgrund der eher unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Lage ist es alles andere als gesichert, ob diese wiederkehrend sind oder es bei Einmaleffekten bleibt.
43 Prozent bzw. 52 Prozent über Budget haben die Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern abgeschlossen. Das entspricht insgesamt 8.8 Millionen Franken. Zurückzuführen dürfte das vor allem auf die entspannte Zinssituation und die hohen Preise auf dem Immobilienmarkt sein. Die Anzahl Handänderungen wie auch das gesamte Volumen stieg ebenfalls stark an (siehe Grundbuchamt).
| Steuerveranlagungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl steuerpflichtige Personen am Register | 55’222 | 55’413 | 56’037 |
| Definitive Veranlagungen durch das Steueramt veranlagte Steuererklärungen in % | 92.12 | 90.29 | 91.50 |
| Total definitive Veranlagungen in % | 82.12 | 81.69 | 81.39 |
| Rechtsmittelpendenzen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Rechtsmittelpendenzen am 01.01. | 264 | 223 | 226 |
| Neu eingegangene | 1’305 | 1’291 | 1’249 |
| Erledigte | 1’346 | 1’288 | 1’288 |
| Rechtsmittelpendenzen am 31.12. | 223 | 226 | 187 |
| Elektronisch eingereichte Steuererklärungen (eTaxes und eFiling) | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl elektronisch eingereichte Steuererklärungen (eTaxes und eFiling) | 30’487 | 32’025 | 32’987 |
| in % aller Steuererklärungen | 63.42 | 66.13 | 68.04 |
| Kantonsvergleich | 67.08 | 69.61 | 71.71 |
| Anzahl eTaxes (hybrid) | 13’077 | 12’121 | 11’040 |
| Anzahl eFiling (vollelektronisch) | 17’410 | 19’904 | 21’947 |
| eFiling in % aller Steuererklärungen | 36.22 | 41.10 | 45.27 |
| Kantonsvergleich | 34.25 | 39.48 | 43.65 |
| Scanning Steuererklärungen | |||
| Stadt St.Gallen | 35’392 | 41’115 | 43’644 |
| Nachbargemeinden | 15’206 | 12’856 | 12’540 |
| Total | 50’598 | 53’971 | 56’184 |
| Einfacher Steuerertrag | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Jahressteuer vom Einkommen | 144’285 | 143’722 | 149’645 |
| Jahressteuer vom Vermögen | 26’242 | 26’089 | 27’311 |
| Nachzahlungen (Einkommen und Vermögen) | 17’289 | 21’152 | 19’777 |
| Total | 187’816 | 190’963 | 196’733 |
| Zu- / Abnahme in % gegenüber Vorjahr | +5.56 | +1.68 | +3.02 |
| Steuerkraft pro Einwohner / in | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Steuerkraft natürliche Personen | 2’441.36 | 2’441.59 | 2’494.61 |
| Rang innerhalb des Kantons | 22 | 24 | 26 |
| Steuerkraft Quellensteuer (ohne Vorsorgeleistungen) | 205.13 | 208.27 | 224.31 |
| Rang innerhalb des Kantons | 10 | 11 | 11 |
| Steuerkraft juristische Personen | 461.97 | 412.32 | 490.62 |
| Rang innerhalb des Kantons | 4 | 5 | 5 |
| Steuerkraft der natürlichen und juristischen Personen | 3’108.47 | 3’062.18 | 3’209.54 |
| Rang innerhalb des Kantons | 13 | 13 | 13 |
| Zahlungsverhalten | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Ausgleichszins zu Gunsten Steuerpflichtige | 305 | 570 | 970 |
| davon Anteil politische Gemeinde | 159 | 301 | 516 |
| Ausgleichszins zu Lasten Steuerpflichtige | 413 | 910 | 1'299 |
| davon Anteil politische Gemeinde | 215 | 481 | 690 |
| Verzugszinsen | 899 | 874 | 781 |
| davon Anteil politische Gemeinde | 468 | 455 | 412 |
| Ausstand Gemeindesteuern | 47’591 | 48’293 | 50'568 |
| Ausstand in % der bisherigen Ausstände und der im laufenden Jahr fakturierten Steuern | 15.36 | 15.41 | 15.71 |
| Betreibungen / Erlasse / Verluste | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Anzahl Zahlungsbefehle | 4’245 | 4’881 | 5’067 |
| Anzahl Pfändungen | 4’128 | 4’410 | 4’501 |
| Anzahl Verwertungen | 21 | 7 | 18 |
| Zahlungen an Verlustscheine aller Körperschaften | 2’672 | 3’014 | 2’802 |
| davon Gemeindesteuern | 1’419 | 1’592 | 1’502 |
| Erlasse und Verluste Gemeindesteuern | 3’508 | 4’294 | 3’135 |
| Steuereingang | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Einkommens- und Vermögenssteuern: | |||
| direkte Bundesteuern | 72’202 | 77’233 | 77’241 |
| Kantonssteuern | 196’876 | 198’961 | 204'102 |
| Gemeindesteuern (Einkommen & Vermögen) | |||
| Nachzahlungen früherer Jahre | 48’754 | 54’902 | 54'792 |
| Laufendes Jahr | 212’720 | 206’660 | 213'965 |
| Feuerwehrabgabe | 8’318 | 9’048 | 9'621 |
| Grundsteuern | 19’425 | 19’941 | 20'519 |
| Kirchensteuern: | |||
| Evang. Kirchgemeinde St.Gallen | 4’198 | 4’209 | 3'802 |
| Evang. Kirchgemeinde Tablat | 3’950 | 4’011 | 3'964 |
| Evang. Kirchgemeinde Straubenzell | 2’165 | 2’087 | 2'183 |
| Christkath. Kirchgemeinde | 73 | 52 | 57 |
| Kath. Kirchgemeinde St.Gallen | 16’205 | 15’190 | 15'351 |
| Total | 584’886 | 592’294 | 605'597 |
| Anteile an kantonalen Steuern (Spezialsteuern) | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Steuern der juristischen Personen | 45’748 | 40’614 | 49'611 |
| Grundstückgewinnsteuern | 14’496 | 9’551 | 15'713 |
| Nachsteuern | 35 | 74 | 96 |
| Quellensteuern | 18’098 | 18’268 | 19'851 |
| Total | 78’377 | 68’507 | 85'271 |
| — | beobachtet und analysiert die Haushaltsentwicklung, bereitet die integrierte Leistungs- und Finanzperspektive sowie den Voranschlag und die Rechnung zuhanden des Stadtrats vor und stellt die Liquidität der gesamten Stadtverwaltung und die Finanzierung des Finanzbedarfs sicher |
| — | organisiert, führt und überwacht das Rechnungswesen der gesamten Stadtverwaltung (mit Ausnahme des betrieblichen Rechnungswesens der Stadtwerke, der Verkehrsbetriebe und des Kehrichtheizkraftwerks) und koordiniert das Controlling innerhalb der Stadtverwaltung (mit Ausnahme der Stadtwerke, der Verkehrsbetriebe und des Kehrichtheizkraftwerks) |
| — | bewirtschaftet die Verlustscheine der Stadt St.Gallen und koordiniert das Beschaffungswesen der Stadt |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 42’642 | 22’388 | 35’241 |
| Ertrag | 44’183 | 47’089 | 46’075 |
| Aufwandüberschuss | −1’541 | −24’701 | 10’834 |
| Personalbestand | 13.4 | 12.9 | 13.0 |
| Stellenplan | 12.7 | ||
Fokus 2025
Neues Entlastungsprogramm «Alliance»
Trotz der im Rahmen des Leistungsüberprüfungsprogramms «fokus25» erzielten Verbesserungen zeigt sich in der Finanzplanung 2026 – 2029 nach wie vor ein grosses strukturelles Defizit. Deshalb lancierte der Stadtrat im Frühjahr 2025 die Arbeiten für ein neues Entlastungsprogramm unter dem Namen «Alliance». Der Name «Alliance» bringt die Notwendigkeit der gemeinsamen Arbeit am städtischen Finanzhaushalt zum Ausdruck. Ziel soll sein, dass Stadtrat, Verwaltung, Stadtparlament und weitere Anspruchsgruppen gemeinsam eine nachhaltige Verbesserung der Finanzlage erreichen. Die Dienststelle Finanzen wurde mit der Leitung dieses anspruchsvollen Programms betraut. Aus einem intensiven Austauschprozess mit zahlreichen Dienststellen resultierten Massnahmenvorschläge und Übersichten zu den Leistungen der Dienststellen. In mehreren Aussprachen wurden diese erarbeiteten Arbeitsblätter dem Stadtrat präsentiert und diskutiert, so dass mit dieser Grundlage ein Massnahmenpaket erarbeitet werden konnte. Ziel von «Alliance» ist es, die Attraktivität der Stadt St.Gallen zu erhalten und die hohe Lebens- und Dienstleistungsqualität zu stärken. Quantifiziert sind diese Ziele in einem ausgeglichenen Budget 2029 bei gleichbleibendem Steuerfuss.
Neues Kreditrecht
Zusammen mit der neuen Gemeindeordnung setzte die Stadt St.Gallen im Berichtsjahr die Anwendung des kantonalen Kreditrechts um. Dazu erstellte die Dienststelle Finanzen in Zusammenarbeit mit anderen Stellen eine ausführliche und verständliche Weisung zum Kreditrecht, die der Stadtrat per 1. August 2025 in Kraft setzte. Gleichzeitig hob der Stadtrat das Finanzreglement auf. In einer ausführlich dokumentierten und breit angelegten Schulung führte die Dienststelle Finanzen die gesamte Stadtverwaltung in das neue Kreditrecht ein. Als innovativ erwies sich dabei ein praktisches Tool zur Bestimmung der korrekten Kreditart und -vorlage.
Optimierung der Mehrwertsteuer
Die Überprüfung der Organisation der Stadtverwaltung zur Optimierung der Mehrwertsteuer konnte mit der Umstellung der Dienststelle Infrastruktur Bildung und Freizeit (IBF) von pauschaler auf effektive Abrechnung erfolgreich abgeschlossen werden. Damit kann die Stadt St.Gallen nicht nur beim Neubau des Hallenbads Blumenwies die Vorsteuer abziehen, was in einer Einsparung von rund 3.4 Millionen Franken bei der Investition resultieren wird, sondern sie vermochte auch für vergangene Investitionsprojekte der letzten 20 Jahre einen Betrag von insgesamt 1.1 Millionen Franken von der Eidgenössischen Steuerverwaltung zurückzufordern.
Treasury
Die Aufgabe des Treasury umfasst die Planung, Durchführung und Überwachung aller Massnahmen zur Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft der Stadt unter Wahrung der Wirtschaftlichkeit und des Risikomanagements. Damit die Dienststelle Finanzen dieser Aufgabe noch besser nachkommen kann, erliess der Stadtrat im Berichtsjahr eine Weisung zum Treasury, welche die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten regelt.
Weitere Entwicklungen
Der Integrierte Aufgaben- und Finanzplan (IAFP), ein Instrument zur Haushaltssteuerung, wurde dem Parlament zum zweiten Mal zusammen mit dem Budget vorgelegt. Dabei wurden gewichtige Verbesserungen erzielt. So werden beispielsweise erstmals alle nicht gebundenen Ausgaben separat ausgewiesen. Für das interne Kontrollsystem (IKS), das der zweckmässigen Verwendung der Mittel und der Verhinderung von Fehlern und Unregelmässigkeiten bei der Haushaltsführung dient, wurde die Einführung eines Software-Tools lanciert. Die flächendeckende Implementierung wird im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen sein, womit die Qualität des IKS als Führungsinstrument weiter verbessert werden kann.
Die neue Praxis in der Plakatierung der rund 600 Plakatflächen auf öffentlichem Grund wurde erfolgreich umgesetzt und wird auch zukünftig Mehrerträge erwirtschaften.
Das Controlling und Reporting städtischer Beteiligungen wurde ausgebaut. Exemplarisch ist der Prozess der Mandatierung zu Generalversammlungen neu und einheitlich definiert worden.
| — | plant den Personalbedarf, führt und überwacht den Stellenplan |
| — | beschafft, betreut und berät das Personal in Zusammenarbeit mit den Dienststellen |
| — | konzipiert und realisiert die Aus- und Weiterbildung des Personals sowie die Ausbildung der Lernenden |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 7’481 | 9’473 | 5’708 |
| Ertrag | 562 | 451 | 160 |
| Aufwandüberschuss | 6’919 | 9’022 | 5’548 |
| Personalbestand | 14.2 | 15.9 | 16.0 |
| Stellenplan | 16.1 | ||
Fokus 2025
Im Berichtsjahr erhöhte sich der Personalbestand der Stadtverwaltung im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf insgesamt 2’343 Mitarbeitende. Fast die Hälfte davon arbeitet in Teilzeit. Die Fluktuation nahm gegenüber 2024 um knapp einen Prozentpunkt zu. Mit 10.5 Prozent liegt sie weiterhin im in der Schweiz üblichen Mass für Personalwechsel. Insgesamt begannen 27 Auszubildende in neun verschiedenen Lehrberufen ihre Ausbildung, zudem traten vier Personen ein Integrationspraktikum an. Von den 15 Absolventinnen und Absolventen, die ihre Lehre im Sommer abgeschlossen haben, blieben zehn weiterhin bei der Stadtverwaltung tätig. Rund 80 Kinder und Jugendliche erhielten im Rahmen des Zukunftstags Einblick in die vielfältigen Berufe innerhalb der Stadtverwaltung – und damit möglicherweise auch in ihren künftigen Ausbildungsbetrieb.
Neben den wiederkehrenden Kernaufgaben der Personaldienste wie Personalrekrutierung, -betreuung sowie Aus- und Weiterbildung prägten im Berichtsjahr zusätzliche Schwerpunkte die Arbeit. So koordinierten die Personaldienste die Erarbeitung neuer Führungsgrundsätze, evaluierten Handlungsfelder im Diversity-Management und überarbeiteten im Auftrag des Stadtrats die Regelungen zu Nebenbeschäftigungen und Unternehmensbeteiligungen von Mitarbeitenden der Stadt St.Gallen.
Melde- und Bewilligungspflicht von Nebenbeschäftigungen neu geregelt
Das Personalreglement und das Vollzugsreglement zum Personalreglement (VZP) enthalten neu detailliertere Angaben dazu, was Mitarbeitende bei Tätigkeiten neben ihrer Anstellung bei der Stadt beachten müssen. Dazu gehören Nebenbeschäftigungen, leitende Funktionen, die Ausübung öffentlicher Ämter sowie Beteiligungen an juristischen Personen oder Unternehmen. Die entsprechenden Melde- und Bewilligungsverfahren können die Mitarbeitenden selbst einleiten.
Neue Grundsätze für die Personalführung, Innovation inklusive
Führung lebt vom gemeinsamen Verständnis und offenen Dialog. Im zweiten Halbjahr 2025 erarbeiteten der Stadtrat, die Dienststellenleitungen und ein Projektteam neue Führungsgrundsätze. In einem mehrstufigen Prozess, den die Personaldienste koordinierten und an dem alle Führungskräfte partizipieren konnten, entstanden fünf Prinzipien, die Führungskräfte im Alltag berücksichtigen werden. Die neuen Führungsgrundsätze verdeutlichen das Führungsverständnis des Stadtrats und der Dienststellenleitungen der Stadt St.Gallen. Sie helfen auch dabei, die Arbeitskultur im Sinne der im Jahr 2024 verabschiedeten Werte der Zusammenarbeit zu stärken.
Kompetenzen für die Zukunft: Weiterbildung im Zeichen von Veränderung
Das interne Weiterbildungsprogramm umfasste sowohl etablierte Bildungsangebote als auch Neuerungen in den Bereichen Fach-, Sozial-, Selbst-, Gesundheits- und Führungskompetenz. Es unterstützte Mitarbeitende dabei, ihre Stärken auszubauen und berufliche wie persönliche Ziele zu erreichen. Das Weiterbildungsprogramm 2025 umfasste 86 Kurse und trug Themen wie Transformation gleichermassen Rechnung wie der Prozessgestaltung sowie dem Zeit- und Selbstmanagement. Insgesamt nutzten über 1’000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Angebot, um ihre Fähigkeiten im Umgang mit Veränderungen und weiteren relevanten Themen zu vertiefen. Besonders gefragt waren Kurse zu den Themen Sicherheit am Arbeitsplatz (Bedrohungsmanagement, aber auch die Themen Diskriminierung / Mobbing / Sexuelle Belästigung), Kommunikation (Grund- und Aufbaukurs, Embodied Communication, Verhandlungsführung), DAP365 / M365, Emotionale Intelligenz sowie die mehrtägige Führungsausbildung.
Sozialkredit
Die Personaldienste verfügen über einen zentralen Kredit für die Beschäftigung von Mitarbeitenden mit gesundheitlichen Einschränkungen. Teilweise wird dieser Kredit auch für Mitarbeitende genutzt, die im Rahmen einer Reintegration nach einer Krankheit oder einem Unfall beschäftigt werden. Der Sozialkredit ist auf 0.5 Prozent der Lohnsumme ausgerichtet. Mitarbeitende, die über diesen Kredit entlöhnt werden, wirken sich weder auf den Stellenplan noch auf das Personalbudget der jeweiligen Dienststelle aus.
| Personalbestand Verwaltung und Betriebe, Stellenplan | ||||
| 2024 | 2025 | |||
| Stellenplan | besetzte Stellen | Stellenplan | besetzte Stellen | |
| Direktion Inneres und Finanzen* | 182.5 | 182.3 | 184.5 | 182.9 |
| Direktion Bildung und Freizeit | 370.1 | 378.7 | 381.5 | 381.2 |
| Direktion Soziales und Sicherheit | 463.2 | 458.9 | 456.8 | 469.6 |
| Direktion Technische Betriebe | 741.7 | 676.0 | 766.9 | 718.6 |
| Direktion Planung und Bau | 354.2 | 336.8 | 354.2 | 337.2 |
| Total | 2’111.7 | 2’032.7 | 2’143.9 | 2’089.4 |
| * inkl. Bürgerschaft und Behörden | ||||
| Personaleinheiten zu 100%; die besetzten Stellen enthalten auch vorübergehend Beschäftigte. | ||||
| Personalfluktuation | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Personalbestand (Anzahl Personen) | 2’237 | 2’275 | 2’343 |
| Austritte | 255 | 218 | 245 |
| Kündigungen durch Mitarbeitende und Arbeitgeberin | 196 | 166 | 171 |
| Pensionierungen | 58 | 50 | 74 |
| Todesfälle | 1 | 2 | 0 |
| Fluktuationsrate | 11.4% | 9.6% | 10.5% |
| Lehrlings- und Praktikumswesen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 2’589 | 2’577 | 2’556 |
| Ertrag | 71 | 63 | 2 |
| Aufwandüberschuss | 2’518 | 2’514 | 2’554 |
| Praktikumsverhältnisse (Fachhochschulen, Uni, Berufspraktika, Zivildienst) | 89 | 92 | 90 |
| Lehrverhältnisse total | 70 | 68 | 68 |
| in administrativen Berufen (inkl. WMS / WMI) | 29 | 27 | 28 |
| in technischen und handwerklichen Berufen (inkl. Vorlehren) | 41 | 41 | 40 |
| Sozialkredit | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Lohnsumme | 199’672 | 200’813 | 205’479 |
| Löhne Sozialkredit | 695.5 | 915.0 | 844.9 |
| in % | 0.35 | 0.46 | 0.41 |
| Anzahl Mitarbeitende | 20 | 22 | 20 |
| Beschäftigungsstruktur Verwaltung und Betriebe | ||||||
| 2023 | 2024 | 2025 | ||||
| Total* | 2’237 | 100.0% | 2’275 | 100.0% | 2’343 | 100.0% |
| nach Geschlecht | ||||||
| davon Frauen | 836 | 37.4% | 841 | 37.0% | 875 | 37.3% |
| davon Männer | 1’401 | 62.6% | 1’434 | 63.0% | 1’468 | 62.7% |
| nach Wohnsitz | ||||||
| in St.Gallen | 946 | 42.3% | 959 | 42.2% | 893 | 38.1% |
| ausserhalb St.Gallen | 1’291 | 57.7% | 1’316 | 57.8% | 1’450 | 61.9% |
| nach Altersgruppen | ||||||
| bis 34 Jahre | 436 | 19.5% | 434 | 19.1% | 479 | 20.4% |
| 35 bis 49 Jahre | 784 | 35.0% | 822 | 36.1% | 858 | 36.6% |
| 50+ | 1’017 | 45.5% | 1’019 | 44.8% | 1’006 | 42.9% |
| nach Beschäftigungsumfang | ||||||
| bis 29% | 118 | 5.3% | 176 | 7.7% | 248 | 10.6% |
| 30 bis 49% | 121 | 5.4% | 112 | 4.9% | 110 | 4.7% |
| 50 bis 79% | 355 | 15.9% | 340 | 15.0% | 342 | 14.6% |
| 80 bis 99% | 435 | 19.4% | 420 | 18.5% | 443 | 18.9% |
| 100% | 1’208 | 54.0% | 1’227 | 53.9% | 1’200 | 51.2% |
| * Anzahl angestellte Personen Verwaltung und Betriebe, ohne vorübergehend Beschäftigte. | ||||||
| Frauen bei der Stadt | ||||||
| 2025 | Verwaltung und Betriebe | % | Lehrpersonen | % | Total | % |
| Beschäftigte | 2’343 | 100.0 | 952 | 100.0 | 3’295 | 100.0 |
| davon Frauen | 875 | 37.3 | 784 | 82.4 | 1’659 | 50.3 |
| Vollzeitbeschäftigte | 1’200 | 51.2 | 166 | 17.4 | 1’366 | 41.5 |
| davon Frauen | 156 | 13.0 | 119 | 71.7 | 275 | 20.1 |
| Teilzeitbeschäftigte | 1’143 | 48.8 | 786 | 82.6 | 1’929 | 58.5 |
| davon Frauen | 718 | 62.8 | 665 | 84.6 | 1’383 | 71.7 |
| Kadermitarbeitende* | 526 | 100.0 | ||||
| davon Frauen | 196 | 37.3 | ||||
| Führungspersonen** | 455 | 100.0 | ||||
| davon Frauen | 118 | 25.9 | ||||
| * Mitarbeitende ab Lohnklasse F mit und ohne Führungsfunktion. | ||||||
| ** Mitarbeitende der Funktionsgruppen Gruppenleitung bis Dienststellenleitung. | ||||||
| — | sind verantwortlich für den Informatikbetrieb inkl. Service Desk und Vor-Ort-Support in den Bereichen Büroautomation, Datennetze, Fach- und Datenbankapplikationen inkl. Sprachkommunikation und deren Basisinformatiksysteme der städtischen Verwaltung, städtischen Schulen, Betriebe sowie externer Kundschaft |
| — | leiten Informatik-, Integrations- und Datenlogistikprojekte, optimieren dabei Prozesse und beraten die städtischen Dienststellen betreffend wirtschaftlichem und professionellem Informatikeinsatz |
| — | gewährleisten die Informatiksicherheit sowie den technischen Datenschutz |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 10’904 | 10’219 | 10’084 |
| Ertrag | 10’636 | 10’085 | 10’134 |
| Aufwandüberschuss | 268 | 134 | 50* |
| Personalbestand** | 43.6 | 43.7 | 41.5*** |
| Stellenplan | 45.5 | ||
| * Aufgrund der Rundung von Beträgen können in Tabellen geringfügige Differenzen bei Summenbildungen auftreten. | |||
| ** inkl. zwei Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten | |||
| *** Unterschreitung aufgrund temporärer Nichtbesetzung von Abteilungsleitungsstellen, Reduktion einer Berufspraktikumsstelle sowie anteilig reduzierter Beschäftigungsgrade. | |||
Fokus 2025
Vor dem Hintergrund des gesamtstädtischen Digitalisierungswachstums sowie anhaltender Kostensteigerungen auf Seite der Hard- und Software-Herstellenden wurden die Informatikdienste in den vergangenen zwei Jahren mit gezielten Spar- und Effizienzmassnahmen verschlankt. Die eingeleiteten Massnahmen, einschliesslich der Reduktion von Personalkapazitäten, dienten der Sicherstellung der finanziellen Stabilität.
Durch den Weiterbetrieb der städtischen Drucklösung bis ins zehnte Betriebsjahr sowie den Rückbau physischer Netzwerkanbindungen für mobile Computerarbeitsplätze wurde ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der städtischen Finanzen geleistet.
Weitere Massnahmen unterstützten diese Entwicklung. Für den künftigen Hardware-Ersatz wurde das kostengünstigste Business-Notebook evaluiert. Zudem wurde die Einsatzdauer von Desktop-Computern von fünf auf sechs Einsatzjahre verlängert. Auch die Fahrzeuge des Bereitschaftsdienstes sowie ICT-Supports, die für die Unterstützung der Kundschaft vor Ort eingesetzt werden, bleiben neu bis ins 14. Betriebsjahr im Einsatz. Diese und weitere Optimierungen ermöglichten eine Reduktion der Kosten, trotz steigender Digitalisierungsaufwendungen, der wachsenden Anzahl von Benutzenden sowie höherer Preise seitens der Lieferantinnen und Lieferanten sowie Herstellenden.
Die städtischen Datensicherungen wurden mit dem im Projekt «SEC 2» (Weiterentwicklung des ICT-Sicherheitsdispositivs in der 2. Generation) beschafften Verfahren ausgelagert. Aufgrund der physischen Trennung vom städtischen Netzwerk sind diese Sicherungen im Falle eines potenziellen Cyber-Angriffs vor Manipulationen geschützt.
Die verbundene Dauerbelastung mit signifikanten Überstunden und operativer Vollauslastung hat die Möglichkeiten für zusätzliche Projekte und Weiterentwicklungen erschöpft.
| Informatikprojekte | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl bearbeitete Beschaffungsprojekte | 6 | 4 | 5 |
| Anzahl bearbeitete Informatik-Organisationsprojekte | 7 | 6 | 7 |
| Anzahl bearbeitete Infrastruktur-/Migrationsprojekte | 51 | 44 | 47 |
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 22 Projekte erfolgreich abgeschlossen.
Innovation und Transformation
Im Berichtsjahr wurden wichtige Grundlagen für eine zukunftsorientierte Professionalisierung der Benutzenden- und Berechtigungsverwaltung gelegt. In Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachbereichen wurden die relevanten Geschäftsprozesse, Rollen und Zugriffsanforderungen erhoben und strukturiert analysiert. Dabei wurden bestehende Berechtigungsstrukturen überprüft sowie regulatorische und sicherheitsrelevante Anforderungen berücksichtigt. Die Ergebnisse der Anforderungserhebung ermöglichen eine moderne und skalierbare Ausgestaltung und schaffen die Voraussetzungen für den Einsatz automatisierter Prozesse. Damit leistet das IAM-Projekt (Identity and Access Management) einen wesentlichen Beitrag zu mehr Transparenz, erhöhter Informationssicherheit und einer effizienteren ICT-Steuerung.
Qualität und Stabilität
Wie in den vergangenen Jahren konnten auch im Berichtsjahr sämtliche mit den Dienststellen vereinbarten Qualitätsziele zur Stabilität des Informatikbetriebs jederzeit eingehalten werden. Die Verfügbarkeit der Dokumenten-, Druck-, E-Mail-, Kalender- und Netzwerkdienste sowie des Internetzugangs, der Telefonie und DAP365 (Digitale Akten und Prozesse) lag mit einer Gesamtstabilität von 99.96 Prozent deutlich über dem Zielwert von 98.8 Prozent. Dies trotz zahlreicher Projekte sowie geplanter Systemwartungen. Die Auswertung von insgesamt 2’849 Bewertungen durch Anwenderinnen und Anwender aus allen Direktionen und Dienststellen bestätigt erneut eine hervorragende Gesamtbewertung der IDS-Dienstleistungen.
ICT-Sicherheit und -Architektur
Die Bedrohungslage der Informatik erhöhte sich im Berichtsjahr erneut. Besonders Institutionen der öffentlichen Hand sowie Bildungseinrichtungen standen im Fokus der Cyberkriminellen. Auch die sich zuspitzenden geopolitischen Konflikte führten zu erhöhten Aktivitäten im kriminellen Cyberraum. Die Angriffe nahmen in Anzahl und Komplexität stark zu. E-Mail-Phishing, Ransomware-Angriffe und gezielte Attacken wurden professioneller, was auch auf den unterstützenden Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zurückzuführen ist. KI-gestützte E-Mail-Betrugsversuche, automatisierte Angriffsmuster und täuschend echt wirkende Deepfakes erhöhten den Aufwand der Gefahrenabwehr.
Vor diesem Hintergrund wurde die städtische ICT-Sicherheitsarchitektur gezielt gestärkt. Sicherheitsmechanismen und Prozesse wurden analysiert und weiterentwickelt, insbesondere bei der Härtung der zentralen Systeme, der Überwachung sicherheitsrelevanter Ereignisse und dem Ausbau der Resilienz.
Ein zentraler Erfolgsfaktor bleibt das Sicherheitsbewusstsein aller Mitarbeitenden. Die neue städtische Awareness-Kampagne «Unsere Stadt, unsere Daten» umfasst massgeschneiderte Inhalte, E-Mail-Phishing-Simulationen, Schulungen und zielgruppenspezifische Informationsangebote.
Die ISO 27001-Zertifizierung wurde im Berichtsjahr erfolgreich erneuert und ohne Auflagen bestanden. Sie bestätigt den sehr hohen Reifegrad der Sicherheitsprozesse und bildet das Fundament für die Weiterentwicklung der ICT-Sicherheit.
| Systembezogene Angaben | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Abgewehrte Virenangriffe | |||
| PC und Server | 195 | 206 | 517 |
| 87 | 832* | 764* | |
| Internet | 78 | 432* | 554* |
| Anzahl E-Mails (von / nach extern, in 1’000) | |||
| gesendet | 1’952 | 2’273 | 2’038*** |
| empfangen | 2’518 | 3’472** | 3’630** |
| * Anstieg der Erkennungsrate aufgrund Optimierung der ICT-Sicherheitstechnologien | |||
| ** Anstieg der eingegangenen E-Mails aufgrund ausgelagerter ICT-Services (Bsp. Intranet, DAP365) | |||
| *** Aufgrund von technologischen Vorgaben erfolgt der Massen-E-Mail-Versand nicht mehr über die zentrale E-Mail-Plattform, sondern über einen dedizierten Service. | |||
| Auszug der Speicherplatzbelegung in GB | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Laufwerk G Dienststellenverzeichnis | 5’643 | 5’800 | 5’600 |
| Laufwerk H + Arbeitsoberfläche | 2’619 | 0* | 0* |
| Persönliche Verzeichnisse | |||
| E-Mail-Postfächer | * | * | * |
| Digitale Akten und Prozesse (neu DAP365) | 7’201 | 13’700** | 18’430 |
| * Entfall der lokalen Datenspeicherung aufgrund Technologiewechsel in die Cloud. | |||
| ** Auswertung bis 2023 nur allgemeine Verwaltung; ab 2024 Auswertung allgemeine Verwaltung und städtische Schulen. | |||
| Gerätebezogene Leistungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl Arbeitsplatzgeräte total (Verwaltung / Schulen) | 5’135 | 5’396 | 5’539 |
| Anzahl Fachapplikationen | 121 | 108 | 111 |
| Anzahl SaaS-Applikationen | 115 | 130 | 138 |
| Anzahl bearbeitete Supportanfragen | 6’424 | 7’682 | 7’146 |
| Anzahl bearbeitete Serviceanfragen (Aufträge wie Benutzermutationen, Installationen, Beratungen etc.) | 10’744 | 11’529 | 11’845 |
| — | unterstützt den Stadtrat, die Direktionen und die Dienststellen strategisch und methodisch bei Organisations-, Transformations-, Digitalisierungs- und Prozessfragen |
| — | führt Organisationsanalysen (Beurteilung und Bewertung von organisatorischen Strukturen, Prozessen und Digitalisierungspotenzialen) im Auftrag des Stadtrates, der Direktionen und der Dienststellen sowie auf eigene Initiative durch |
| — | betreut das stadtweite Innovationsmanagement und den Verbesserungsprozess zur Generierung, Umsetzung und Förderung neuer Ideen, Services und Realisierung von Effizienzpotenzialen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 699 | 1’308 | 1’434 |
| Ertrag | 5 | 106 | 80 |
| Aufwandüberschuss | 694 | 1’202 | 1’354* |
| Personalbestand | 3.4 | 5.8** | 5.6 |
| Stellenplan | 5.8 | ||
| * Aufgrund der Rundung von Beträgen können in Tabellen geringfügige Differenzen bei Summenbildungen auftreten. | |||
| ** Per 2024 wurde das Team Digitales aus dem Stab ausgegliedert und in die Dienststelle Organisationsentwicklung überführt. | |||
Fokus 2025
Digitale Akten und Prozesse
Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt im Bereich Digitale Akten und Prozesse auf der Stabilisierung des fachlichen Betriebs. Nach Abschluss der Einführung kann der fachliche Betrieb von DAP365 effizienter sichergestellt werden als mit der vorherigen Lösung. Parallel dazu wurden Restanzen aus der Migration bereinigt. Ein weiterer Fokus lag auf der Vertiefung der Anwendungskenntnisse der Mitarbeitenden. Gezielte Schulungsformate und bedarfsorientierte Unterstützung konnten die sichere und effiziente Nutzung der verfügbaren Werkzeuge weiter stärken. Die Dienststelle Organisationsentwicklung konnte die städtischen Mitarbeitenden zudem in der Festigung und Weiterentwicklung der persönlichen Arbeitsweisen unterstützen, indem sie neue Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit und Dokumentenbearbeitung aufzeigte und schulte.
Strategiemanagement
Die Dienststelle Organisationsentwicklung koordinierte und begleitete den Stadtrat im Strategieprozess zur Definition der Legislaturziele 2025 – 2028. Sie stellte dabei die prozessuale und methodische Unterstützung. Ergänzend dazu konzipierte und implementierte sie ein verbessertes Umsetzungscontrolling. Dieses ermöglicht eine transparentere Nachverfolgung der Zielerreichungsgrade und unterstützt den Stadtrat sowie die Dienststellen bei der frühzeitigen Identifikation von Handlungsbedarf zur Optimierung der Umsetzung der Legislaturziele.
Prozessmanagement und Automatisierung
Im Bereich des Prozessmanagements baute die Dienststelle Organisationsentwicklung die Kompetenzen weiter aus. Sie optimierte das stadtweite Schulungsangebot, um das Verständnis für Prozessmanagement zu vertiefen und die methodischen Fähigkeiten der Mitarbeitenden zu stärken. Gleichzeitig unterstützte sie verschiedene Dienststellen bei der spezifischen Implementierung des Prozessmanagements sowie der systematischen Prozessdokumentation.
Die Automatisierungslösungen wurden bei mehreren Dienststellen weiter ausgebaut. Dies entlastete Mitarbeitende und erhöhte die Prozess- und Datenqualität. Insgesamt befinden sich bei drei Dienststellen 14 Prozesse im produktiven Betrieb. Weitere zehn Automatisierungsfälle befanden sich Ende 2025 in der Entwicklung.
eGovernment und digitale Verwaltungslösungen
Im Berichtsjahr schloss die Dienststelle Organisationsentwicklung die Übergabearbeiten im Bereich Open Government Data an die kantonale Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen erfolgreich ab. Dadurch konnte der Personalbestand per Ende 2025 um 0.3 Personaleinheiten reduziert werden. Auf kantonaler Ebene wirkte sie weiterhin im Programm und Fachausschuss STREBAS sowie im eGovernment-Planungsausschuss (EPA) mit.
Stadtintern verstärkte sie die Koordination in Bezug auf die kantonalen eGovernment-Aktivitäten und dient als Schnittstelle zu eGovernment St.Gallen. Zudem wurde der digitale Service Assistent Chatbot technisch und funktional weiterentwickelt und in eine KI-basierte Version überführt, um den Nutzenden einen noch effizienteren und kontextfokussierten Zugang zu Informationen und Dienstleistungen zu ermöglichen.
Organisationsmanagement und Organisationsarbeit
Im Berichtsjahr begleitete die Organisationsentwicklung verschiedene Dienststellen erneut bei ihren organisationsentwicklungsbezogenen Fragestellungen. Die Unterstützung erfolgte bedarfsorientiert und umfasste sowohl strukturelle als auch führungsbezogene Themen. Durch persönliches Coaching und gezielte Reflexion der Führungsarbeit sowie der bestehenden Konzepte und Vorgehensweisen der Dienststellen konnten Führungskräfte in ihrer Rolle und Wirkung gestärkt werden. Die Begleitung unterstützte sie dabei, ihre Handlungssicherheit zu erhöhen, Entscheidungsprozesse bewusster zu gestalten und den Umgang mit Veränderungen und komplexen Anforderungen zu professionalisieren.
Dienststelleninterne Anpassungen
Aufgrund des Austritts des Leiters Organisationsentwicklung sowie einer Fachperson wurden die Aufgaben der Dienststelle durch die Direktion analysiert. In der Folge wurde die Dienststelle Organisationsentwicklung per Ende 2025 aufgelöst und mehrheitlich in die Dienststelle Informatikdienste überführt. Durch die damit erzielten Synergiegewinne und eine stärkere Fokussierung der Aufgaben können per 2026 insgesamt 0.9 Vollzeitstellen abgebaut werden. Die organisatorischen Anpassungen tragen damit zur nachhaltigen Effizienzsteigerung und zur klareren Aufgabenverteilung innerhalb der Stadtverwaltung bei.
Mathias Gabathuler, Stadtrat
Ein sportliches Grossereignis und innovative Weichenstellungen prägten das Jahr 2025: Die UEFA Women’s EURO 2025 begeisterte die Stadt und die Region, während die Strategie Schul- und Betreuungsraum zukunftsweisende Lösungen für Schule und Betreuung voranbrachte.
Die UEFA Women’s EURO 2025 hat Freude, Begeisterung und Gemeinschaft in die Host City St.Gallen getragen und zugleich nachhaltige Impulse für Stadtentwicklung, Sportförderung und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt. Die hohe nationale und internationale Sichtbarkeit, die positive Resonanz sowie die erfolgreiche Organisation zeigen St.Gallen als leistungsfähige, gastfreundliche und innovative Event- und Sportstadt. Das Stadion war bei allen drei durchgeführten Spielen ausverkauft und die zahlreich angereisten Fans bescherten St.Gallen und der Region eine grosse wirtschaftliche Wertschöpfung. Besonders wertvoll sind die langfristigen Wirkungen. Für die Förderung und Stärkung des Frauen- und Mädchenfussballs wurden insgesamt 30 Massnahmen angestossen.
Vor dem Hintergrund wachsender Schülerinnen- und Schülerzahlen und einer zunehmenden Nachfrage nach Tagesbetreuungsangeboten wurden konzeptionelle Grundlagen zur Raumbereitstellung erarbeitet und die Strategie Schul- und Betreuungsraum entwickelt, die im Berichtsjahr 2025 verabschiedet wurde. Die Strategie steht als innovative Lösung für den steigenden Raumbedarf und fördert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Sie sieht unter anderem eine Mehrfachnutzungsquote von 25 Prozent vor, was substanzielle wirtschaftliche Effekte ergibt, insbesondere im Hinblick auf Investitions- und Baukosten, da der zusätzliche Flächenbedarf reduziert werden kann. Gleichzeitig ist die Umsetzung der Strategie mit einem organisatorischen und kulturellen Veränderungsprozess verbunden. Die gemeinsamen Flächen werden von unterschiedlichen Anspruchsgruppen gemeinsam genutzt, was erhöhte Anforderungen an Koordination, Abstimmung und Verantwortungszuweisung mit sich bringt. Diese zusätzlichen organisatorischen Herausforderungen treffen auf ein schulisches Umfeld, das bereits durch komplexe Rahmenbedingungen geprägt ist. Dazu zählen unter anderem anspruchsvolle pädagogische Situationen sowie der Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf.
In diesem Zusammenhang kommt der laufenden Totalrevision des Volksschulgesetzes des Kantons St.Gallen besondere Bedeutung zu. Der sich im Vernehmlassungsprozess befindliche Gesetzesentwurf verfolgt das Ziel, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Volksschule systematisch zu aktualisieren und auf die veränderten strukturellen, organisatorischen und pädagogischen Anforderungen auszurichten. Damit soll eine konsistente, zukunftsorientierte Grundlage geschaffen werden, die den komplexer gewordenen schulischen Realitäten Rechnung trägt. In der aktuellen Fassung ist vorgesehen, die Niveaustrukturen der Oberstufe weiterzuentwickeln. Vorgesehen sind eine erhöhte Durchlässigkeit zwischen den Leistungsniveaus sowie die rechtliche Zulassung typengemischter bzw. integrierter Klassenmodelle.
| — | führt das Sekretariat der Direktion sowie der zugeteilten Kommissionen und berät und unterstützt den Direktor in den Führungs- und Verwaltungsaufgaben |
| — | führt die Rechnung der Direktion |
| — | führt die Fachstelle Schulberatung |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 761 | 2’599 | 793 |
| Ertrag | 6 | 122 | 0 |
| Aufwandüberschuss | 755 | 2’477 | 793 |
| Personalbestand | 4.1 | 4.4 | 4.2 |
| Stellenplan | 4.2 | ||
Fokus 2025
Das Berichtsjahr war geprägt von einer Umstrukturierung, personellen Veränderungen und damit einer nahezu vollständigen Erneuerung des Teams. Daraus entstand die Chance, gewisse Abläufe und Verantwortlichkeiten zu hinterfragen und optimieren. Zugleich wurden niederschwellige Teambildungsmassnahmen durchgeführt, um den Stab zusammenzuführen.
Naturgemäss unterstützte der Stab Bildung und Freizeit den Direktor und die Dienststellen in ihrer Führungsfunktion und wirkte in verschiedenen Projekten mit. Ein zentrales Projekt stellte die Neue Bibliothek dar, in welchem die Perspektiven des Betriebs vertreten wurden. Der Stab Bildung und Freizeit stellt des Weiteren das Sekretariat der Bildungskommission, der Rekurskommission Schule sowie des Schulfürsorgefonds sicher.
Im Berichtsjahr verzeichnete der Schulfürsorgefonds eine markante Zunahme der Gesuche von 47 auf 82 gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht einer Zunahme von rund 70 Prozent. Die Gesuche betrafen vor allem die Tagesbetreuung, welche gut 70 Prozent der Unterstützungsanfragen ausmachte. Im Jahr 2025 wurden Beiträge in der Höhe von insgesamt 26’200 Franken ausgerichtet. Am Ende des Jahres betrug das Fondsvermögen 174’850 Franken.
In der Rekurskommission Schule konnten 79 Verfahren – 75 Prozent mehr als im Durchschnitt in den Jahren 2021 bis 2024 – abgeschlossen werden. Fast 90 Prozent der Rekursfälle betreffen die schulischen Zu- und Einteilungen der Kinder, was auf die verschärfte Klassenbildung zurückzuführen ist. Diese beinhaltet die Bildung grösserer Klassen sowie die damit einhergehende Anpassung der Schuleinzugsgebiete. Infolgedessen kann es für einzelne Schülerinnen und Schüler zu längeren Schulwegen kommen.
Die Bearbeitung der gestiegenen Anzahl Gesuche an den Schulfürsorgefonds und die starke Zunahme bei den Rekursfällen erforderten angepasste Abläufe.
| Rekurskommission Schule | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Gutgeheissene Rekurse | 2 | 4 | 4 |
| Abgewiesene Rekurse | 33 | 40 | 51 |
| Abgeschriebene Rekurse | 10 | 8 | 21 |
| Nichteintreten | 3 | 0 | 3 |
| offen 31.12. | 2 | 0 | 0 |
| Total | 50 | 52 | 79 |
| — | gewährleistet die pädagogische, administrative und organisatorische Führung der städtischen Schulen, einschliesslich der Talentschule und der Musikschule |
| — | stellt ein bedarfsgerechtes familienergänzendes Betreuungsangebot für Kindergarten- und Primarschulkinder sowie ein Mittagstischangebot auf der Oberstufe sicher |
| — | entwickelt und sichert die Qualität dieser Angebote (betrieblich und personell) und ist verantwortlich für die entsprechende finanzielle Planung und Rechenschaftslegung |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 185’822 | 142’384* | 144’965 |
| Ertrag | 60’562 | 9’698* | 8’140 |
| Aufwandüberschuss | 125’260 | 132’686 | 136’825 |
| Personalbestand Verwaltung (ohne Lehrpersonen) | 148.7 | 162.6 | 166.8** |
| Anzahl Pensen Lehrpersonen in Vollzeit-Äquivalenten | 564.5 | 589.8 | 598.0 |
| Stellenplan | 171.7 | ||
| * Die statistischen Umlagen wurden bis 2023 als Aufwand und Ertrag verbucht. Seit 2024 werden sie als Aufwand und als Aufwandminderung erfasst. Insgesamt bleiben die statistischen Umlagen gleich hoch und sind kostenneutral. | |||
| ** Die Abweichung ergibt sich hauptsächlich in der Tagesbetreuung. Der Personaleinsatz richtet sich nach den effektiv angemeldeten Kindern und den gebuchten Einheiten. | |||
Fokus 2025
Die Anforderungen an Lehr- und Betreuungspersonen steigen: Zum einen bedingt durch den digitalen Fortschritt, der nicht nur Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit der Künstlichen Intelligenz fordert, sondern einen zukunftsträchtigen Wandel des Unterrichts- und Betreuungsalltags bewirkt. Zum anderen führen steigende Schülerinnen- und Schülerzahlen sowie Anmeldezahlen in Tagesbetreuung und Schulen zu erhöhtem Raumbedarf, für den die Strategie Schul- und Betreuungsraum Lösungen vorsieht.
Strategie Schul- und Betreuungsraum
Die Dienststelle Schule und Musik blickt im Geschäftsjahr 2025 auf die Verabschiedung der Strategie Schul- und Betreuungsraum zurück. Der angestossene Kulturprozess sieht für die Volksschul- und Betreuungsbauten eine Mehrfachnutzung von Räumen vor. Tagesbetreuung und Schulen verfügen in den einzelnen Einzugsgebieten über individuelle Voraussetzungen, die den Fortschritt des Kulturwandels in unterschiedlichem Ausmass beeinflussen:
Im Einzugsgebiet Halden nutzen Schule und Tagesbetreuung einen Teil der Räumlichkeiten bereits seit zwei Jahren gemeinsam. Der Quartierverein und die Polizei waren bei der Standortfindung für den vorgesehenen Neubau der Tagesbetreuung beteiligt.
Im Schuleinzugsgebiet Heimat-Buchwald kann mit der geplanten räumlichen Mehrfachnutzung durch den Ausbau des Dachgeschosses der Raumbedarf für den Prognosehorizont realisiert werden. Auf einen Neubau wird verzichtet.
Digitale Transformation
Die flächendeckende Ausstattung der städtischen Kindergärten mit einem WLAN-Zugang und drei Tablets pro Klasse gemäss Empfehlung des Bildungsrates steht im Zeichen des digitalen Wandels. Die Integration des Mediums in den pädagogischen Alltag ermöglicht das schrittweise Heranführen der Kinder an die digitale Welt und den frühzeitigen Aufbau einer basalen Medienkompetenz. Eine Haltung geprägt von Offenheit, Neugier und Reflexion trägt zu einem konstruktiven Umgang mit dieser und weiteren Entwicklungen des digitalen Zeitalters bei. Dazu gehört auch, dass die Geräte zeitlich beschränkt und zielorientiert eingesetzt werden.
Pilotprojekt Typengemischte Oberstufe
Das Pilotprojekt Typengemischte Oberstufe an der Oberstufe West, das auf Initiative des Lehrpersonenteams vorangetrieben wurde, befindet sich inzwischen im zweiten Umsetzungsjahr. Die Ergebnisse mehrerer Befragungen der teilnehmenden Lehrpersonen, Eltern und Schülerinnen und Schüler zeigen für die Durchführung im Schuljahr 2024 / 2025 eine positive Entwicklung. Der enge Austausch zwischen dem Lehrpersonenteam, der Dienststelle Schule und Musik und dem Amt für Volksschule unterstützt die bereichsübergreifende, gemeinschaftliche Zusammenarbeit, die sich zum Ziel setzt, die Chancengerechtigkeit in der obligatorischen Volksschule zu fördern.
Weiterbildung Deutsch als Zweitsprache
Die von der Stadt initiierte Weiterbildung ermöglicht Lehrpersonen des Zyklus eins eine relevante Kompetenzerweiterung in den Bereichen Spracherwerb und Sprachförderung. Die Weiterbildung wurde als Massnahme aus dem Postulat «Chancengerechtigkeit in der obligatorischen Volksschule» der Pädagogischen Hochschule St.Gallen in Auftrag gegeben. Zwei Kursdurchgänge im Umfang von zwölf Präsenztagen sind inzwischen erfolgreich abgeschlossen, die Durchführung des dritten Durchgangs ist in Planung.
Musikschule
Mit der Einführung des Berufsauftrags für Musiklehrpersonen wurde im Hinblick auf die Organisationsentwicklung sowie die weitere Professionalisierung des Berufsprofils ein wichtiger Meilenstein realisiert. Der Berufsauftrag für Musiklehrpersonen erlaubt es, in Fragen der Zusammenarbeit und Schulentwicklung eine individuelle Profilierung der Lehrpersonen abzubilden (Projekte, Projektgruppe Schulentwicklung usw.).
Per Schuljahresbeginn wurde die Schulverwaltungssoftware Scolaris auch in der Musikschule durch das Programm «Pupil» abgelöst. Dieser Schritt ermöglichte unter anderem, dass nun die Anmeldungen an die Musikschule in grosser Mehrzahl zeitgemäss in elektronischer Form erfolgen können.
Aktuell arbeiten nur die Administration und die Musikschulleitung mit dem neuen Programm. Ziel ist es, die Lehrpersonen für gewisse Prozessschritte (Stundenplanerstellung, Absenzenführung, Elternkommunikation) kontinuierlich in die digitalen Prozesse aufzunehmen.
Eröffnung Neubau Tagesbetreuung und Dreifachkindergarten Gerhalde
Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde im Frühsommer 2025 der Neubau der Tagesbetreuung und des Dreifachkindergartens Gerhalde fertiggestellt. Auf das neue Schuljahr konnte die Tagesbetreuung von den Räumen im Schulhaus Gerhalde in das neue Gebäude am Schubertweg 4 umziehen. Die Räume der Tagesbetreuung und des Dreifachkindergartens wurden am 13. September 2025 in einer gemeinsamen Feier von Schule und Tagesbetreuung offiziell eröffnet und im Rahmen eines Tages der offenen Türen interessierten Personen zugänglich gemacht.
Befragung Mittagstisch Oberstufe
Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Tagesbetreuung wie auch am Mittagstisch Oberstufe steigt kontinuierlich. Angesichts der wachsenden Zahl teilnehmender Kinder und Jugendlicher kommt dem Erhalt der hohen Qualität der Angebote des Bereichs Tagesbetreuung eine besondere Bedeutung zu. Zur Sicherung dieser Qualität werden regelmässig Umfragen bei Eltern und Kindern durchgeführt. Im Berichtsjahr haben zahlreiche Jugendliche und Eltern an der alle drei Jahre stattfindenden Befragung zum Mittagstisch Oberstufe teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen eine ausserordentlich hohe Zufriedenheit mit den Mittagstischen bei Jugendlichen und Eltern und übertreffen die bereits sehr guten Resultate der früheren Umfrage.
Sport und Bewegung in der Tagesbetreuung – Projekt flip-up
Im Rahmen des Projekts SUBITO (Sport und Bewegung in Tagesbetreuungs-Organisationen) nehmen mehrere städtische Tagesbetreuungen am zweijährigen, gesundheitsfördernden Pilotprojekt «flip-up» teil. Mitarbeitende der beteiligten Standorte werden darin geschult, qualitativ hochwertige Sport- und Bewegungsangebote sowie Angebote zur Steigerung des psychischen Wohlbefindens zu planen und sicher durchzuführen. Gezielte, abwechslungsreiche, alltagsnahe Bewegungsimpulse ermutigen die Kinder bei der Entdeckung und Entfaltung ihrer Fähigkeiten und bereichern den Betreuungsalltag. Nebst der Bereitstellung gesunder Mahlzeiten leistet die Tagesbetreuung damit einen weiteren Beitrag zur Gesundheitsförderung der Kinder.
| Kennzahlen Schulen | |||
| (Stichtag 1. September) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Anzahl Kinder Kindergarten | 1’387 | 1’342 | 1’416 |
| Anzahl Kinder Primarstufe | 4’014 | 4’106 | 4’120 |
| Anzahl Jugendliche Oberstufe | 1’270 | 1’303 | 1’322 |
| Anzahl Klassen Kindergarten | 77 | 77 | 77 |
| Anzahl Regelklassen Primarstufe | 204 | 206 | 207 |
| Anzahl Integrationsklassen Primarstufe | 0 | 0 | 0 |
| Anzahl Kleinklassen Primarstufe | 5 | 6 | 6 |
| Anzahl Klassen Sekundarschule | 40 | 39 | 38 |
| Anzahl Klassen Realschule | 25 | 27 | 27 |
| Anzahl Integrationsklassen Oberstufe | 0 | 0 | 0 |
| Anzahl Kleinklassen Oberstufe | 5 | 6 | 6 |
| Durchschnittliche Klassengrösse Kindergarten | 18.0 | 17.4 | 18.4 |
| Durchschnittliche Regelklassengrösse Primarstufe | 19.5 | 19.7 | 19.9 |
| Durchschnittliche Klassengrösse Kleinklassen Primarstufe | 8.4 | 7.8 | 8.7 |
| Durchschnittliche Klassengrösse Sekundarschule | 19.8 | 20.4 | 20.7 |
| Durchschnittliche Klassengrösse Realschule | 17.2 | 16.8 | 17.7 |
| Durchschnittliche Klassengrösse Kleinklassen Oberstufe | 9.6 | 9.0 | 9.2 |
| Anzahl Kinder und Jugendliche mit Kleinklassenstatus, die separiert in Kleinklassen unterrichtet werden | 90 | 101 | 107 |
| Anzahl Kinder und Jugendliche mit Kleinklassenstatus, die integriert in Regelklassen unterrichtet werden | 27 | 20 | 26 |
| Anzahl Kinder und Jugendliche mit Sonderschulstatus, die separiert in Sonderschulen unterrichtet werden | 268 | 296 | 298 |
| Anzahl Kinder und Jugendliche mit Sonderschulstatus, die integriert in Regelklassen unterrichtet werden | 0 | 0 | 0 |
| Anteil Kleinklassenschüler/innen in Prozent (Kleinklassenquote) | 1.3 | 1.3 | 1.4 |
| Anteil Sonderschüler/innen in Prozent (Sonderschulquote) | 3.6* | 4.0* | 3.9* |
| Anzahl Pensen à 100 % Primarschulen und Kindergärten | 364.9 | 373.0 | 382.1 |
| Anzahl Pensen à 100 % Kleinklassen Primarstufe | 7.6 | 8.1 | 7.9 |
| Anzahl Pensen à 100 % Schulinterne Sonderpädagogik PS | 52.4 | 59.0 | 60.4 |
| Anzahl Pensen à 100 % Regelklassen Oberstufe | 116.9 | 124.6 | 122.7 |
| Anzahl Pensen à 100 % Kleinklassen Oberstufe | 9.3 | 9.5 | 9.1 |
| Anzahl Pensen à 100 % Schulinterne Sonderpädagogik OS | 8.2 | 10.9 | 11.4 |
| * Neu werden die Schülerinnen und Schüler der flade bei der Berechnung der Quote miteinbezogen. | |||
| — | fördert Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und Gesundheit, individuell und kollektiv |
| — | berät Kinder, Jugendliche und Erziehungsberechtigte, Lehr- und Fachpersonen sowie Behörden präventiv und förderorientiert |
| — | unterstützt sowohl die Schulen als auch einzelne Kinder und Jugendliche mit medizinischen, sonderpädagogischen und psychologischen Massnahmen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 8’998 | 9’201 | 8’838 |
| Ertrag | 4’369 | 4’091 | 3’740 |
| Aufwandüberschuss | 4’629 | 5’110 | 5’098 |
| Personalbestand Verwaltung (ohne Lehrpersonen) | 32.4 | 32.4 | 32.2* |
| Anzahl Pensen Lehrpersonen in Vollzeit-Äquivalenten | 17.3 | 17.6 | 18.2 |
| Stellenplan | 33.8 | ||
| * Die Vakanzen sind hauptsächlich auf dem Bereich der KJZK aufgrund von Fachkräftemangel zurückzuführen. | |||
Fokus 2025
Digitalisierungsprojekte und Anbindung der Fachapplikationen an «Pupil»
Durch die Anbindung der Dienststelle Schulgesundheit an die Schuladministrations-Software «Pupil» wurden zentrale Grundlagen für eine effizientere und systematischere Informationsnutzung geschaffen. Aufbauend darauf konnten im Geschäftsjahr weitere Verbesserungen im Berichtswesen umgesetzt werden. Die Voraussetzungen sind geschaffen, um die seit Einführung der spezifischen Fachapplikationen entwickelten digitalen Prozesse datenschutzkonform sicherzustellen und medienbruchfrei umzusetzen.
Reorganisationsprojekt Kinder- und Jugendzahnklinik
Mit der im Vorjahr abgeschlossenen Reorganisation der Kinder- und Jugendzahnklinik und der Einführung von Fachbereichsleitungen wurden wesentliche Grundlagen für eine klarere Führungs- und Verantwortungsstruktur geschaffen. Die neu definierten Funktionen konnten besetzt werden, wodurch die Voraussetzungen für eine nachhaltige Verankerung der neuen Organisation gelegt wurden.
Im Geschäftsjahr stand die Konsolidierung der neuen Struktur im Vordergrund. Stellenbeschreibungen wurden weiterentwickelt, Rollen präzisiert sowie Zuständigkeiten und Schnittstellen verbindlicher geklärt.
Als erster Effekt zeigt sich eine verbesserte Aufgabenverteilung, welche die Mitarbeitenden in ihren Kerntätigkeiten entlastet und die betriebliche Stabilität stärkt. Gleichzeitig kam es zu Personalwechseln, was gezielte Massnahmen zur Sicherung der personellen Kontinuität und Stabilisierung der neuen Führungs- und Prozessstrukturen erfordert.
Für die weitere strategische Entwicklung der Klinik besteht zudem Handlungsbedarf bei der Erarbeitung von Grundhaltungen zur Wirtschaftlichkeit, um die Leistungen langfristig fachlich, organisatorisch und finanziell nachhaltig zu steuern.
Anpassung der schulärztlichen Untersuchungen und Impfzeitpunkte
Die schulärztlichen Untersuchungen an der Oberstufe wurden in Übereinstimmung mit den kantonalen Vorgaben schrittweise von der dritten in die zweite Oberstufe vorgezogen. Neu werden sämtliche Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe im ersten Schuljahresquartal ärztlich untersucht und nach Einwilligung der Erziehungsberechtigten gemäss eidgenössischem Impfplan geimpft.
Erweiterungen des Impfplans in den vergangenen Jahren haben zu einem erhöhten organisatorischen und logistischen Aufwand geführt und erfordern eine klar strukturierte Durchführung zur Sicherstellung der empfohlenen Impfintervalle und einer angemessenen Durchimpfungsrate. Zur Entlastung dieses Zeitraums werden die Untersuchungen der 5. Primarklassen neu im dritten Schuljahresquartal durchgeführt. Die Untersuchungen im zweiten Kindergartenjahr bleiben unverändert.
Diese zeitliche Neuordnung verbessert die Planbarkeit und unterstützt die Einhaltung der nationalen Impfempfehlungen.
Weiterentwicklungen des Fachbereichs Prävention
Mit Beginn des Schuljahres 2025 wurden im Fachbereich Prävention neue Angebote weiterentwickelt und umgesetzt.
Zur gezielten Bewegungsförderung wurden zwei Kurse für Kinder der 1. bis 6. Klasse eingeführt (Aktiv Kids, Fit im Wasser). Diese richten sich an Kinder mit motorischen Auffälligkeiten sowie Adipositas, die bisher nur eingeschränkt Zugang zu bestehenden Sport- und Vereinsangeboten finden. Die Auswahl der Kinder erfolgt interdisziplinär über die schulärztlichen Untersuchungen und die Psychomotorik. Die Koordination und fachliche Begleitung des Angebots erfolgen über den Fachbereich Prävention in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Sport und J & S (Sportförderungsprogramm des Bundes für Kinder und Jugendliche).
Im Bereich der Sexualpädagogik wurden die inhaltlichen Schwerpunkte überprüft und an aktuelle Fragestellungen von Kindern und Jugendlichen angepasst. Insbesondere Themen wie soziale Medien, digitale Kommunikationsformen sowie veränderte Rollen- und Körperbilder gewinnen an Bedeutung. Entsprechend wurde der Fokus auf Prävention und Kinderschutz im digitalen Raum verstärkt. Ergänzend werden Inhalte zu körperlicher und psychischer Gesundheit, Beziehungen sowie Vielfalt altersgerecht vermittelt. Die Angebote werden in Abstimmung mit den Schulen geplant und bedarfsorientiert umgesetzt.
Zusammenarbeit des Schulpsychologischen Dienstes im städtischen Netzwerk
Im Berichtsjahr wurde die Zusammenarbeit des Schulpsychologischen Dienstes (SPD) mit weiteren städtischen Stellen für eine koordinierte Vernetzung gezielt weiterentwickelt.
Mit der Berufsbeistandschaft wurde eine gemeinsame Informationsveranstaltung zur Klärung von Schnittstellen und der Zusammenarbeit durchgeführt. Zudem fanden Austauschsitzungen mit der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) statt, um Zuständigkeiten und Kooperationsformen zwischen Schule, schulnahen Diensten und SPD abzustimmen.
Darüber hinaus wurde die schulpsychologische Arbeit den Mitarbeitenden der offenen Kinderarbeit vorgestellt. Im Rahmen eines Gegenbesuchs erhielt das SPD-Team Einblick in deren Angebote und Arbeitsweise.
Durch die räumliche Zusammenführung der Dienststellen Kinder Jugend Familie (KJF) und Schulgesundheit (SG) am Standort Gaiserbahnhof wurden die Voraussetzungen für einen niederschwelligen Austausch und eine vernetzte Zusammenarbeit zusätzlich verbessert.
Frühe Deutschförderung
Ein Themenschwerpunkt der Schulgesundheit liegt auf der Frühen Deutschförderung an der Schnittstelle zwischen Frühbereich und Kindergarten. Im Berichtsjahr wurde der Informationszugang für Eltern von Kindern in einem mehrsprachigen Umfeld gezielt verbessert.
Zur besseren Erreichbarkeit der Zielgruppe wurde für die Elternanlässe in den SpiKi-Spielgruppen («Von der Spielgruppe in den Kindergarten») ein Format entwickelt, das Eltern zur Reflexion der Sprachumwelt des Kindes anregt. Es unterstützt sie dabei, die Potenziale einer gelebten Mehrsprachigkeit in Verbindung mit dem Erwerb der deutschen Sprache zu erkennen. Zudem wurde interdisziplinär unter Einbezug der Frühen Deutschförderung, des Schulärztlichen Dienstes und der Logopädie ein Merkblatt für die Elternberatung im Kontext von Mehrsprachigkeit erarbeitet. Dieses dient als fachlich abgestimmte Grundlage für eine einheitliche und altersgerechte Beratung.
| Schulärztlicher Dienst | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Untersuchte Kinder | 2’034 | 2’088 | 1’772* |
| Untersuchte Klassen | 155 | 162 | 139 |
| Impfungen (Polio, MMR, diTE) | 406 | 460 | 354 |
| Impfungen (Hepatitis B) | 231 | 250 | 84 |
| Impfungen (HPV) | 369 | 312 | 319 |
| Impfungen (FSME) | 85 | 355 | 199 |
| Impfungen (Windpocken) | 73 | 257 | 121 |
| Impfungen (Meningokokken) | 104 | 258 | 659** |
| * Die tiefere Fallzahl ist auf die Vorverlegung der schulärztlichen Untersuchungen von der 3. auf die 2. Oberstufe zurückzuführen. In den Jahren 2023/2024 wurden zur Vermeidung von Ausfällen beide Jahrgänge parallel untersucht, was zu erhöhten Zahlen führte. Seit dem Jahr 2025 erfolgen die Untersuchungen nur noch in der 2. Oberstufe. | |||
| ** Gemäss angepasstem Schweizer Impfplan wird eine Auffrischungsimpfung bei Kindern zwischen 11 und 15 Jahren empfohlen. Diese hat früher nicht in dem Rahmen stattgefunden, weshalb sie durch den Schulärztlichen Dienst angeboten wurde. | |||
| Schulpsychologischer Dienst | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Abgeschlossene Beratungen | 646 | 697 | 620 |
| Anmeldungen von Eltern | 49 | 49 | 35 |
| Anmeldungen von Lehrpersonen | 296 | 323 | 275 |
| Anmeldungen von Eltern und Lehrpersonen | 93 | 134 | 183 |
| Anmeldungen von Schulbehörden und anderen Fachstellen | 208 | 191 | 127 |
| Logopädischer Dienst | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anmeldungen | 245 | 284 | 277 |
| Abklärungen gesamt | 242 | 278 | 296 |
| Therapieabschlüsse | 254 | 269 | 256 |
| Neuaufnahmen | 199 | 244 | 262 |
| Psychomotorischer Dienst | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anmeldungen | 73 | 84 | 74 |
| Abklärungen gesamt | 77 | 82 | 84 |
| Therapieabschlüsse | 80 | 75 | 70 |
| Neuaufnahmen | 67 | 69 | 72 |
| Kinder- und Jugendzahnklinik | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Untersuchte Kinder (Klassenverband) | 6’816 | 7’437 | 6’759 |
| Zweituntersuchungen, Besprechungen, Prophylaxemassnahmen (ausserhalb Klassenverband) | 9’347 | 8’005 | 8’682 |
| Poliklinik Patientinnen / Patienten (ausserhalb Klassenverband) | 587 | 765 | 1’126 |
| — | unterstützt Kinder und Jugendliche in der Freizeitgestaltung und in der Erweiterung ihrer Kultur-, Selbst- und Sozialkompetenz |
| — | berät Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen bei Lebensfragen und in Krisensituationen |
| — | bietet eine Kinder- und Jugendinformation an und betreibt die Stadtbibliothek |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 8’345 | 6’096 | 5’945 |
| Ertrag | 2’903 | 633 | 478 |
| Aufwandüberschuss | 5’442 | 5’463 | 5’467* |
| Personalbestand | 43.4 | 43.4 | 43.4 |
| Stellenplan | 43.6 | ||
| * Aufgrund der Rundung von Beträgen können in Tabellen geringfügige Differenzen bei Summenbildungen auftreten. | |||
Fokus 2025
Bibliothek
Die Besuchszahlen der Bibliothek Hauptpost und des Standorts Katharinen überschritten bereits im Jahr 2023 die Marke von 300’000. Dieser positive Trend setzte sich fort: Am Standort Hauptpost wurden im Jahr 2025 insgesamt 333'710 Besuche gezählt, während die Besuchszahlen am Standort Katharinen seit drei Jahren stabil bei rund 101’000 liegen. Die Ausleihen physischer Medien gingen leicht zurück, bewegen sich jedoch weiterhin auf hohem Niveau. Digitale Medien bleiben ein zentraler Bestandteil des Angebots. Die steigende Besucherzahl der Bibliothek dokumentiert das anhaltend hohe Interesse der Bevölkerung am lebenslangen Lernen, an der qualifizierten Einordnung von Informationen sowie am strukturierten und niederschwelligen Zugang zu Wissen.
Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit in der Stadt St.Gallen hat sich in den letzten Jahrzehnten schrittweise entwickelt und professionalisiert. Bis zum Jahr 2017 war sie für die Primar- und Oberstufe unterschiedlich geregelt und mit jeweils eigenen Ressourcen ausgestattet. Im Jahr 2018 wurde ein gemeinsames Konzept für die Schulsozialarbeit von Kindergarten bis Oberstufe entwickelt und umgesetzt. Nach dieser ersten Ausbauphase wurde die Situation nochmals geprüft und die Ergebnisse wurden in einem Bericht festgehalten. Die Evaluation zeigt deutlich, dass die Schulsozialarbeit wirksame Unterstützung, Beratung und Begleitung leistet, insbesondere durch ihre Präsenz und Ansprechbarkeit vor Ort. Ihre Wirksamkeit bleibt jedoch aufgrund der begrenzten personellen und zeitlichen Ressourcen eingeschränkt. Die steigenden Anforderungen bedingen strukturelle Anpassungen und konzeptionelle Vorarbeiten als Grundlage für einen bedarfsgerechten Ausbau der Schulsozialarbeit.
Information und Beratung
Im Mai 2025 erfolgte die Aufschaltung der neuen Webseite mit erweiterten Informationen, direktem Zugang zur Jobbörse sowie der Möglichkeit zur Online-Anmeldung in der Jugendberatung. Die Reichweite der Social-Media-Kanäle konnte im Berichtsjahr nahezu verdoppelt werden (199’454 Aufrufe gegenüber 113’992 im Vorjahr). Gleichzeitig gingen die Zahlen der Besucherinnen und Besucher vor Ort von 630 im Jahr 2024 auf 358 im Jahr 2025 zurück. Dies ist damit zu erklären, dass sich die Zielgruppe zunehmend digital informiert. Der Rückgang wird zum Anlass genommen, das bestehende Angebot auf Potenziale zur Steigerung der Besuchszahlen zu überprüfen. Zudem zeigte sich ein verändertes Nutzungsverhalten in den sozialen Medien: Nutzerinnen und Nutzer folgen weniger einzelnen Seiten dauerhaft, sind jedoch aktiver und konsumieren mehr Inhalte. Gleichzeitig zeigte sich in den Beratungen eine deutliche Verschärfung sozialer Herausforderungen: Das Thema Geld beschäftigt viele junge Menschen zunehmend; zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene haben ihre persönlichen Finanzen nicht im Griff und sind verschuldet. Junge Erwachsene mit geringem Einkommen oder Sozialhilfeunterstützung finden kaum bezahlbaren Wohnraum.
Sommerplausch und Kunst & Handwerk
Der Sommerplausch bot den städtischen Schülerinnen und Schülern ein abwechslungsreiches Sommerferienprogramm mit über 140 Kursen und Aktivitäten. Teilnehmende können aus vielfältigen Angeboten wählen – von Sport und Balance-Workshops über kreative Schattenspiele bis hin zu Besuchen auf dem Bauernhof oder thematischen Erlebnissen wie einem Klosterkrimi.
Kunst und Handwerk ist ein freiwilliges Angebot für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Primarklasse. In gut ausgestatteten Werkstätten vertiefen die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung handwerkliche und gestalterische Fertigkeiten. Ziel des Angebots ist es, praktische Kompetenzen zu fördern und individuellen Gestaltungsraum zu bieten.
Die Teilnehmendenzahlen beider Angebote blieben auf konstant hohem Niveau.
Offene Arbeit mit Kindern
Die Kinderbaustelle schloss ihre fünfte Saison ab. Die Besuchszahlen in den Treffs blieben über den gesamten Zeitraum stabil und bestätigen die Attraktivität der Angebote. Thematisch wurden aktuelle und alltagsnahe Inhalte behandelt, darunter digitale Mediennutzung, Ernährung, verschiedene Formen von Gewalt, Freundschaften, psychische Gesundheit und Diebstahl. Die Treffs bieten den Kindern damit einen wichtigen Raum zur Auseinandersetzung mit zentralen Alltagsthemen.
Offene Jugendarbeit Ost / West
Das Team der Offenen Jugendarbeit wurde mit dem herausfordernden Konsumverhalten der Jugendlichen konfrontiert. Insbesondere in den Bereichen Medien, Ernährung sowie legale und illegale Suchtmittel sieht sich das Team neuen Anforderungen gegenüber. Die psychische Gesundheit gewinnt weiter an Bedeutung und erfordert eine aktive Begleitung. Nach längerer Pause konnten wieder Jugendreisen und weitere Freizeitangebote durchgeführt werden, die von den Jugendlichen gut genutzt und positiv bewertet wurden.
Offene Jugendarbeit Zentrum
Im Berichtsjahr wurde ein Streetart-Konzept entwickelt und umgesetzt. In Zusammenarbeit mit lokalen Sprayern wurde das alte Schulhaus Riethüsli gestaltet. Zudem wurde ein neuer Siebdruckraum eingerichtet und für kreative Arbeiten nutzbar gemacht. Ein verändertes Ausgeh- und Freizeitverhalten von Jugendlichen, das national beobachtet wird, zeigte sich auch in St.Gallen und wurde gemeinsam mit den Jugendlichen thematisiert. Klassische Formen des Ausgangs (z. B. Clubbesuche) sind seltener geworden. Stattdessen ist eine Verlagerung hin zu alternativen und individualisierten Aktivitäten wie privaten Treffen zu Hause oder dem Besuch von Cafés zu beobachten. Ergänzend ist festzuhalten, dass seit diesem Kalenderjahr in der Offenen Jugendarbeit Ost, West und Zentrum keine Facebook-Followerzahlen mehr ausgewiesen werden, da die Plattform von Jugendlichen kaum noch genutzt wird.
| Kennzahlen Kinder Jugend Familie | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Beratung: | |||
| Neuanmeldungen | 107 | 85 | 104 |
| Laufende Beratung | 129 | 206 | 78 |
| Abgeschlossene Beratung | 125 | 91 | 134 |
| Information: | |||
| Besucher/innen persönlich | 613 | 630 | 377 |
| Anfragen schriftlich, telefonisch | 1’939 | 1’549 | 984 |
| Follower auf Social Media | 2’821 | 2’726 | 2’808 |
| Schulsozialarbeit: | |||
| Neuanmeldungen (bis 2023) / Fälle Primarschulkinder (ab 2024) | 323 | 1’696* | 1’790 |
| Abgeschlossene Beratung (bis 2023) / Fälle Oberstufenkinder (ab 2024) | 323 | 518* | 567 |
| Kurse: | |||
| Teilnehmende Kunst & Handwerk (Ø von zwei Semestern) | 259 | 262 | 275 |
| Teilnehmende Sommerplausch | 1’539 | 1’528 | 1’703 |
| Offene Arbeit mit Kindern: | |||
| Teilnahme an Angeboten | 7’378 | 7’062 | 7’682 |
| Teilnahme an Aktionen | 2’608 | 2’338 | 2’000 |
| Offene Jugendarbeit: | |||
| Treffbesucher/innen | 21’091 | 23’803 | 19’513 |
| Teilnahme an Aktionen | 1’615 | 2’299 | 3’080 |
| Kontakte im öffentlichen Raum | 3’082 | 1’637 | 1’756 |
| Follower auf Social Media | 8’358 | 9’732 | 6’937 |
| Bibliotheken: | |||
| Ausleihen Hauptpost | 220’973 | 220’047 | 216’455 |
| Ausleihen Katharinen | 290’120 | 291’951 | 285’931 |
| Digitale Ausleihen | 188’482 | 215’706 | 221’052 |
| * Bis 2023 wurden nur die Fälle gezählt, bei welchen die Schulsozialarbeit eine längere Begleitung tätigte; ab 2024 wird die Anzahl der Kinder und Jugendlichen aufgeführt, bei welchen die Schulsozialarbeit involviert war. | |||
| — | betreibt Anlagen für die Schulen, die Tagesbetreuung, den Sport und die Jugend |
| — | stellt die Beschaffung innerhalb der Direktion Bildung und Freizeit sicher |
| — | koordiniert innerhalb der Direktion die Bauvorhaben sowie die ICT und sorgt für die Umsetzung von Projekten |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 55’646 | 56’734 | 57’069 |
| Ertrag | 6’861 | 4’669 | 5’065 |
| Aufwandüberschuss | 48’785 | 52’065 | 52’004 |
| Personalbestand | 131.1 | 132.1 | 130.6* |
| Stellenplan | 127 | ||
| * Im Berichtsjahr sind Mitarbeitende aufgrund verschiedener Krankheiten oder Unfall längerfristig ausgefallen. Die Arbeitserledigung auf Anlagen musste unter Kostenfolge an andere Mitarbeitende und / oder Aushilfspersonal delegiert werden. | |||
Fokus 2025
Dienststellenleitung – neue Organisation erfolgreich eingeführt
Das Jahr 2025 war geprägt von der Umsetzung der neuen Organisations- und Führungsstruktur. Es wurden 23 Teams (12 × Schule, 6 × Sport, 5 × Büro) gebildet. Anlagen wurden führungsmässig zusammengelegt. Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen wurden gebündelt. Jedes Team erarbeitete einen eigenen Leistungsauftrag. Die konsequente Dezentralisierung geht einher mit einer hohen Teamautonomie. Das ermöglicht im Alltag kurze und schnelle Entscheidungswege nahe bei den Leistungsempfangenden (Schule, Tagesbetreuung, Vereine, Individualkundinnen und Individualkunden, Veranstaltende).
Eine derart grundlegende Veränderung in der Organisation machte eine gute und enge Begleitung der Teams notwendig. Im Vordergrund stand die Befähigung mit verschiedenen, unterstützenden Instrumenten. Diese Unterstützung wurde mit internen Ressourcen und Kompetenzen angeboten.
Auch im Jahr 2025 wurden die Mitarbeitenden zur Arbeitszufriedenheit und Identifikation befragt. Im Vergleich mit den Vorjahren haben sich die Werte deutlich verbessert. Besondere und positive Erwähnung fanden verschiedene Kernelemente des neuen Betriebsmodells: klare Haltungen bezüglich Prinzipien der Zusammenarbeit (z. B. Vertrauen, Fehlerkultur), flache Hierarchien, offene Kommunikation, Mitbestimmung und Selbständigkeit.
Anlagenbetrieb – Fokus auf Tagesgeschäft und Umsetzung verschiedener Projekte
Durchzogene Badesaison: Der Sommer 2025 zeichnete sich durch trübes Wetter und überdurchschnittlich viel Niederschlag aus. Trotzdem bewegen sich die Besuchszahlen in den städtischen Freibädern sowie der Verkauf von Bäderpässen auf dem Niveau des Vorjahres.
Projekt Hallenneuvergabe: Die Nachfrage nach Trainingseinheiten in allen Sportanlagen stieg. Nicht alle Anfragen konnten erfüllt werden, da die Hallenkapazitäten nicht ausreichen. Um eine Priorisierung der Vereine und Sportarten zu erreichen, wurde das Projekt Hallenneuvergabe aufgegleist. In der Projektgruppe sind alle grösseren Vereine und der Dachverband des St.Galler Sports (IG Sport SG) vertreten. Ziel ist es, durch die Bündelung der verschiedenen Sportarten bestehende Halleneinheiten besser zu nutzen.
Projekt Gebührentarif: Im Rahmen des Projekts «fokus25» hat der Stadtrat den Dienststellen den Auftrag erteilt, ihre Gebühren auf Aktualität zu überprüfen und gegebenenfalls zu erhöhen. Zudem ist die Verständlichkeit des Reglements zum Gebührentarif zur Nutzung der Schul- und Sportanlagen zu verbessern.
Projekt Sicherheit im Betrieb der Anlagen: Erstmals verfügen alle Schul-, Sport- und Freizeitanlagen der Stadt über ein einheitliches Sicherheitskonzept. Der Begriff «Sicherheit» und die dazugehörigen Massnahmen wurden in drei Teilbereichen behandelt: Betriebliche Sicherheit (z. B. Turnhalle, Werkstätten), bauliche Sicherheit (z. B. Fluchtwege, Absturzsicherung) und Ereignis-Sicherheit (z. B. Brand, Amok). Ergänzt wird das Sicherheitskonzept durch anlagenspezifische Notfallhandbücher. Den Mitarbeitenden auf den Anlagen steht eine Notfall-App zur Verfügung, welche die Unterlagen und Konzepte an einem Ort zugänglich macht und mit situationsbezogenen Checklisten ergänzt. Die Weiterbildung des Anlagenpersonals ist ein festes Element der Einführung bzw. Umsetzung der neuen Sicherheitsgrundlagen.
Informatik IBF – Relevante Projekte für die Dienststellen der Direktion umgesetzt
Ein wesentlicher Meilenstein war der Abschluss der 1:1-Ausstattung der Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler mit mobilen Endgeräten. Damit wurde im Sommer 2025 ein zentraler Baustein der digitalen Transformation der Volksschule realisiert. Die persönliche Geräteausstattung ermöglicht den zeitgemässen Einsatz digitaler Lernmittel und stellt einheitliche Rahmenbedingungen an allen Oberstufenstandorten sicher.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Ablösung der Noten- und Zeugnisverwaltung «LehrerOffice» durch die modulare Schulverwaltungssoftware «Pupil». In diesem Zusammenhang konnte auch die Kommunikationsapplikation für den Austausch mit den Erziehungsberechtigten eingeführt werden. Die Integration dieser Funktionen in ein einheitliches System reduziert Medienbrüche und unterstützt die weitere datenschutzkonforme Standardisierung administrativer Prozesse.
Im Bereich der Schulsozialarbeit wurde die Ablösung der Fachapplikation «eCase» durch das «Pupil-Modul Fallführung» abgeschlossen. Gleichzeitig stellte die Jugendberatung von «eCase» auf eine einfache interne Lösung um.
Personal und Administration – Vereinheitlichung der Arbeitsverträge
Bisher gab es auf Schulanlagen Arbeitsverträge, welche die Beschäftigung der Mitarbeitenden auf 39 Wochen reduziert hat. Diese wurden in verwaltungsübliche 52-Wochen-Verträge umgewandelt. Die Vereinheitlichung ermöglicht einfachere administrative Prozesse (Verträge). Die organisatorische Führung (Stellenplan, Arbeitszeiterfassung) wird klarer und verständlicher.
Raumplanung – Neue Grundlagen und neue Bauten
Projekt «Strategie Schul- und Betreuungsraum»: Der Stadtrat hat das neue Betriebs- und Raumkonzept per 1. August 2025 in Kraft gesetzt. Im Rahmen der jährlichen Datenpflege werden allfällige Abweichungen zwischen Prognose und Realität erkannt und korrigiert. Mit der Umsetzung des Betriebs- und Raumkonzeptes wird das Raumvolumen reduziert, was in der Investitionsrechnung als Einsparung sichtbar wird.
Projekt «Erneuerung und Erweiterung Hallenbad Blumenwies»: Der Baubeginn erfolgte im Juli 2025. Die Arbeiten verlaufen plangemäss und sind primär von Rückbauarbeiten geprägt. Im Oktober fand unter Mitwirkung von Schulkindern und in Anwesenheit von Nachbarinnen und Nachbarn, Vertretenden der IG Hallenbad Blumenwies und Projektbeteiligten die Grundsteinlegung statt. Verläuft alles nach Plan, eröffnet das neue Hallenbad im November 2027.
Projekt «Bauzeitprovisorium mit Traglufthalle beim Freibad Lerchenfeld»: Das Winterbad Lerchenfeld dient während der Bauzeit Hallenbad Blumenwies als Übergangslösung in den Wintermonaten 2025 / 2026 und 2026 / 2027. Die Aufbauarbeiten wurden im September vorgenommen, sodass am 20. Oktober 2025 das Bad eröffnen konnte. Von diesem Angebot profitieren insbesondere Schulen, Wassersportvereine und Individualgäste. Der Betrieb verläuft reibungslos und das Angebot erfreut die Nutzenden.
| Kennzahlen Infrastruktur Bildung und Freizeit | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Turnhallenauslastung abends (in %) | 98.3 | 98.2 | 98.3 |
| Bäder und Sportpässe inkl. Sauna und Eissportzentrum | 2’718 | 1’877 | 4’770 |
| Besucherfrequenzen | |||
| Eissportzentrum Lerchenfeld | 61’763 | 75’865 | 72’628 |
| Freibäder | 201’696 | 153’773 | 170’131 |
| Hallenbäder | 185’207 | 187’654 | 123’943 |
| — | fördert, unterstützt und koordiniert den Schul- und Jugendsport sowie den Breiten-, Lifetime- und Gesundheitssport; erstellt entsprechende Konzepte |
| — | unterstützt die Organisation von grossen Sportveranstaltungen in der Stadt St.Gallen und koordiniert die städtischen Dienstleistungen sowie die Umsetzungsplanung des Gemeindesportanlagenkonzepts |
| — | koordiniert im Bereich Bewegung und Sport das Marketing und unterstützt die Kommunikation (nach innen und aussen) |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 1’070 | 1’663 | 2’708 |
| Ertrag | 9 | 211 | 826 |
| Aufwandüberschuss | 1’061 | 1’452 | 1’882 |
| Personalbestand | 2.2* | 3.7* | 4.0* |
| Stellenplan | 1.7 | ||
| * Die Projektleitung sowie einige Projektmitarbeitende waren temporär für die WEURO 25 angestellt. | |||
Fokus 2025
Sportanlässe
Abermals wurden im Februar die Schweizer Leichtathletik Hallenmeisterschaften mit nationaler und internationaler Beteiligung erfolgreich durchgeführt. Nach 75 Jahren fand für die Stadt St.Gallen am 29. Juni 2025 bei schönstem Wetter das Nordostschweizer Schwingfest (NOS) auf der Sportanlage Gründenmoos statt. Diese bereits vorhandene städtische Infrastruktur konnte optimal genutzt und zusätzlich ergänzt werden. 700 Helferinnen und Helfer ermöglichten den 8’300 Zuschauerinnen und Zuschauern ein Schwingfest vor imposanter Kulisse.
Die UEFA Frauenfussball-Europameisterschaft 2025 (WEURO25) war ein grosser Erfolg für die Schweiz sowie für die Stadt und Region St.Gallen. Alle drei Spiele konnten sicher durchgeführt werden, die bestehenden Sicherheits- und Verkehrskonzepte für Fussballspiele bewährten sich. Zahlreiche Massnahmen zur nachhaltigen Förderung des Mädchen- und Frauenfussballs wurden initiiert. Dazu gehören zum Beispiel Schnuppertrainings für Mädchen, Netzwerk- und Weiterbildungsveranstaltungen für Spielerinnen und Trainerinnen sowie die Bereitstellung von Fussball-Schulmaterial für Lern- und Spielzwecke. Der Verpflichtungskredit von insgesamt 2.8 Millionen Franken für die Austragung der WEURO25 in St.Gallen wurde um total 0.9 Millionen Franken unterschritten. Die erfolgreiche WEURO25 trug dazu bei, St.Gallen gemäss der Vision des Stadtrates als Sport- und Kulturstadt mit nationaler und internationaler Ausstrahlung zu positionieren und sich auch für künftige Sport-Grossveranstaltungen zu empfehlen.
Im September wurden im Museumsquartier die Schweizer Meister und Meisterinnen in den Disziplinen Velokurier und Velopolo erkoren. Ebenfalls im September fanden die internationalen Swiss Open 2025 in der Sportart Taekwondo statt. Im Bereich der Inklusion gilt es insbesondere die Schweizer Meisterschaft der Velokuriere und Velokurierinnen hervorzuheben. Darüber hinaus verdienen die Leistungen der St.Galler Sportlerinnen und Sportler besondere Anerkennung, die an den Special Olympics World Winter Games in Turin teilgenommen haben.
Sporteventstrategie
St.Gallen-Bodensee Tourismus hat im Jahr 2025 als verantwortliche Organisation für die Umsetzung der Sporteventstrategie die Vertriebsaktivitäten erfolgreich fortgesetzt. Mit dem Finalturnier der Regionalauswahlen im Handball für die Jahre 2026 bis 2028 sowie dem FIBA Euro Basket EM-Qualifikationsspiel der Frauen-Nationalmannschaft gegen Österreich konnten erste, bedeutende Events nach St.Gallen geholt werden. Geplant sind Bewerbungen für den Orientierungslauf-Weltcup 2029 sowie für das VolleyFinal4 (2027 – 2029), das grösste Nachwuchsturnier der Schweiz im Volleyball. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz und der ersten Erfolge hat das Lenkungsgremium entschieden, die Pilotphase mit den bestehenden finanziellen Mitteln bis mindestens Ende des Jahres 2026 zu verlängern und die Entwicklung auch für die nächsten Jahre weiter voranzutreiben.
Mountainbiken
Für den Unterhalt des Waldeggtrails genehmigte das Stadtparlament am 29. April 2025 für die Jahre 2025 bis 2032 einen Verpflichtungskredit von insgesamt 200’000 Franken. Die sehr gute Bausubstanz und die guten Wetterbedingungen führten dazu, dass sich der Waldeggtrail auch Ende des Jahres 2025 noch in einem guten Zustand präsentierte und nur punktuell unterhalten werden musste.
Bewegungsförderung
Das seit dem Jahr 2007 existierende schweizerische Bewegungsprogramm «Purzelbaum» in allen städtischen Kindergärten startete im September 2025 in die 18. Staffel. Das weiterführende Programm «Schule in Bewegung» verankert bewegtes Lernen und bewegungsfreundlichen Unterricht in der Primarschule und startete im August 2025 in die 4. Staffel. Beide Programme unterstützen und fördern ausgewogene Ernährung, psychische Gesundheit sowie vielfältige und regelmässige Bewegungserfahrungen. Diese präventiven Massnahmen setzen frühzeitig an, leisten einen nachhaltigen Beitrag für die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und dienen als Basis für einen aktiven und gesunden Lebensstil.
Die drei Ausleihboxen für Sportmaterialien (BoxUp Stationen) auf der Kreuzbleiche, im Stadtpark und auf dem Schulareal Krontal konnten im März 2025 eingeweiht werden und erfreuen sich seither grosser Beliebtheit. Die Materialien wurden nach lokalen Bedürfnissen und möglichst vielfältig ausgewählt. Die Nutzung der Sportboxen trägt wesentlich dazu bei, Bewegung, Gesundheit und soziale Interaktion im öffentlichen Raum für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen auf eine niederschwellige Weise zu fördern. Die kostenlose Ausleihe aus den Boxen ist mittels einer App 365 Tage im Jahr möglich. Im nationalen Städtevergleich gehören die St.Galler Boxen zu den meistgenutzten.
Frühlingssportkurse
An den Frühlingssportkursen 2025 nahmen knapp 630 Kinder teil. In 72 Kursen konnten sie aus 35 verschiedenen Sportarten wählen. Viele dieser Kurse wurden inklusiv angeboten und ermöglichten so die Teilnahme aller Kinder. Die Frühlingssportkurse wurden im Berichtsjahr das erste Mal kostenpflichtig angeboten. Es wurde kein Rückgang der Anmeldungen festgestellt.
Sankt Galler Sportpreis
Der 15. Sankt Galler Sportpreis wurde am 1. September 2025 erfolgreich durchgeführt. In der Kategorie «Sportler / Sportlerin» ging der Preis an Chiara Tamburlini (Golf) und in der Kategorie «Nachwuchs» an Stefanie Grob (Ski Alpin). Den Ehrenpreis erhielt Beat Hefti (Olympiasieger Bob).
City-Eisstockschiessen
Zum dritten Mal fand das City Eisstockschiessen in den Monaten November und Dezember auf dem Kornhausplatz statt. Insgesamt nutzten 80 Gruppen, darunter mehrere Schulklassen und Tagesbetreuungen, das Angebot. Parallel dazu wurde das Rooftop Eisstockschiessen im Lerchenfeld weitergeführt.
Gemeindesportanlagenkonzept GESAK
Die Bauarbeiten an der Doppelhalle Riethüsli schritten im Berichtsjahr voran. Diese kann trotz Verzögerungen durch Unternehmereinsprachen nach den Frühlingsferien 2026 durch den Schulsport und nach den Sommerferien 2026 durch den Vereinssport bezogen werden. Im Oktober 2025 wurde der Grundstein für das neue Hallenbad Blumenwies gelegt und das Provisorium Winterbad Lerchenfeld öffnete seine Türen. Für den Bau des Pumptracks «Grütliwiese» wurden drei verschiedene Konzepte evaluiert. Die für das Jahr 2025 geplante Sanierung des Hauptrasenspielfelds im Espenmoos verzögert sich aufgrund einer Einsprache. Im Gründenmoos wurde im Berichtsjahr eine automatische Bewässerungsanlage auf dem Platz 9 eingebaut. Nach dem Rückzug von Stadt und Kanton aus dem Grossprojekt im Gründenmoos nahm sich die Dienststelle Sport unter Berücksichtigung der Grundlagen des GESAK (Gemeindesportanlagenkonzpet) des Legislaturziels 2025 – 2028 an: «Die Strategie für die fünf räumlichen Sportschwerpunkte in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit ist definiert, priorisiert und vom Stadtrat abgenommen. Eine Umsetzungsplanung ist unter Berücksichtigung der Finanzlage erstellt.»
| Kennzahlen Sport | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Teilnehmende Frühlingssportkurse | 621 | 719 | 626 |
| Unterstützte Jugendliche | 3’130 | 3’305 | 3’585 |
| Pro-Kopf-Beiträge an Vereine (gesamt, in CHF) | 97’055 | 104’525 | 111’565 |
| Wettkampf-Beiträge an Vereine (gesamt, in CHF) | 117’945 | 110’475 | 103’435 |
| Städtischer Anteil an Wettkampfkosten der Vereine | 21.5% | 17.9% | 17.3% |
| Anzahl Sportanlass-Unterstützungsgesuche | 64 | 51 | 65 |
| Anzahl unterstützte Sportanlässe | 57 | 50 | 59 |
| Unterstützungsbeiträge (gesamt, in CHF) | 184’143 | 616’114 | 1’599’682* |
| Webseitenaufrufe | 370’897 | 366’630 | 314’580 |
| Webnutzerinnen und Webnutzer | 114’174 | 120’960 | 110’981 |
| Anzahl Newsletter-Abonnent/innen | 1’087 | 1’405 | 1’314 |
| * inklusive Unterstützungsbeiträge für WEURO | |||
Sonja Lüthi, Stadträtin
Gefühlt vergeht kein Tag ohne neuen Superlativ – technisch, gesellschaftlich, politisch. Dabei darf man diejenigen Menschen nicht vergessen, die von diesem Tempo überfordert oder mit der Bewältigung ihres Alltags absorbiert sind. Das bringt Herausforderungen mit sich, denen es zu begegnen gilt – mit innovativen Konzepten wie auch mit bewährten Mitteln.
Im Berichtsjahr 2025 zeigte sich dies insbesondere an der angespannten Situation im öffentlichen Raum im Zusammenhang mit zunehmendem Drogenkonsum. Neue Substanzen, veränderte Konsummuster, zunehmende psychische Belastungen und soziale Problemlagen wie Obdachlosigkeit verstärken diese Entwicklung. Schlüsselfaktoren sind dabei das Zusammenwirken von Stadtpolizei, Sozialen Diensten und der Dienststelle Gesellschaftsfragen sowie eine enge Zusammenarbeit mit der Stiftung Suchthilfe. Dieses Zusammenspiel funktioniert gut und hat sich bewährt, doch reichen die bisherigen Bestrebungen nicht aus. Die Stadt treibt deshalb gemeinsam mit der Stiftung Suchthilfe die Planung eines Konsumraums voran – mit dem Ziel, die Situation für Betroffene ebenso wie für Anwohnende und das Gewerbe zu entschärfen. Die Sozialen Dienste ihrerseits überprüften das Betriebskonzept des Hauses zur Grünhalde mit seiner Unterkunft für Obdachlose (UFO) sowie dem betreuten Wohnen (BWG). Ein Ergebnis dieser Überprüfung ist die Ergänzung des Angebots durch eine psychosoziale Begleitung.
Ein weiteres zentrales Thema ist der demografische Wandel. Die Dienststelle Gesellschaftsfragen aktualisierte die Angebotsplanung Alter für die Jahre 2025 bis 2035. Ziel dieser Planung ist es, einen Ausbau der stationären Plätze zu vermeiden, denn der altersbedingte Unterstützungsbedarf dürfte gemäss demografischen Prognosen nach dem Jahr 2040 wieder abnehmen. Zudem ist eine Versorgung – insbesondere bei geringem Pflegebedarf – im häuslichen Umfeld möglich und in vielen Fällen sinnvoll.
Die Stadtpolizei schloss mit der Inbetriebnahme des neuen Einsatzleitsystems ein wichtiges Projekt ab, das in Zusammenarbeit mit den Kantonen St.Gallen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und Glarus entstanden ist. Die Notrufe auf die Nummer 117 gehen weiterhin bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei ein, welche mit der Inbetriebnahme des neuen Systems leicht modernisiert worden ist.
Der Stab widmete sich insbesondere den Postulatsberichten zu den Themen City Card / Sans-Papiers und Extremismus sowie dem Motionsbericht zum Thema automatische Gesichtserkennung bei Videoüberwachung. Zudem analysierte er die Spezialfinanzierung für Parkplätze und Parkhäuser, welche in der Folge vom Stadtparlament aufgehoben wurde.
Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Region St.Gallen richtete erstmals seit 2013 wieder die sogenannte Städtetagung aus. Dabei trafen sich KESB-Mitarbeitende der grösseren Deutschschweizer Städte für einen Fachaustausch im Waaghaus und erkundeten danach die Stadt.
Feuerwehr und Zivilschutz wiederum luden Ende April zum Tag der offenen Tore. Die Bevölkerung kam in Scharen, um den frisch sanierten Standort Notkerstrasse 44 zu begutachten und mehr über die Arbeit der Dienststelle zu erfahren.
| — | unterstützt und berät die Direktorin und die Dienststellen in rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und verfahrensmässigen Fragen |
| — | koordiniert dienststellen- und direktionsübergreifende Abläufe und bearbeitet Vorlagen an den Stadtrat und das Stadtparlament, parlamentarische Vorstösse sowie besondere Projekte und führt das Sekretariat der Kommission Soziales und Sicherheit |
| — | führt das Rechnungswesen der Direktion |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 931 | 904 | 848 |
| Ertrag | 17’340 | 16’764 | 16’963 |
| Ertragsüberschuss | 16’409 | 15’860 | 16’115 |
| Personalbestand | 5.1 | 5.1 | 4.8 |
| Stellenplan | 5.1 | ||
Fokus 2025
2025 stand für den Stab Soziales und Sicherheit inhaltlich im Zeichen mehrerer grundlegender parlamentarischer Geschäfte. Daneben nahm der Stab seine allgemeinen Koordinations-, Analyse- und Unterstützungsaufgaben wahr und begleitete verschiedene laufende Geschäfte und Verfahren.
Der Stab erarbeitete die Berichte zu den beiden Postulaten «Bericht Extremismus in der Stadt» sowie «St.Gallen für alle – Einführung einer städtischen Identitätskarte (City Card) für alle Stadtbewohner*innen». Für den Extremismusbericht arbeitete der Stab eng mit der Stadt Zürich zusammen; der eigentliche Fachbericht wurde im gemeinsamen Auftrag durch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erstellt. Beide Postulate konnten 2025 vom Parlament als erledigt abgeschrieben werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der vertieften Analyse der Spezialfinanzierung für Parkplätze und Parkhäuser. Der Stab bereitete die Entscheidungsgrundlagen zuhanden des Parlaments auf, welches der Aufhebung der Spezialfinanzierung im Berichtsjahr zustimmte.
Zudem verantwortete der Stab die Erarbeitung der Parlamentsvorlage «Verbot des Einsatzes von biometrischen Erkennungssystemen durch städtische Organe auf öffentlichem Grund». Mit dem Beschluss dieser Vorlage wurde die Motion «Automatische Gesichtserkennung im öffentlich zugänglichen Raum stoppen» vom Parlament als erledigt abgeschrieben.
| — | die Abteilungen der Berufsbeistandschaft sind verantwortlich für die vormundschaftlichen und beistandschaftlichen Massnahmen |
| — | die weiteren Abteilungen erfüllen insbesondere Aufgaben gemäss Sozialhilfegesetz, richten Elternschaftsbeiträge aus und leisten im Bereich der Alimente Bevorschussung sowie Inkassohilfe |
| — | das Haus zur Grünhalde bietet Unterkunft für Obdachlose und begleitet in der betreuten Wohngruppe Menschen bei täglichen Wohnproblemen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 98’035 | 96’389 | 98’874 |
| Ertrag | 49’522 | 49’531 | 54’253 |
| Aufwandüberschuss | 48’514 | 46’858 | 44’621 |
| Personalbestand | 116.1 | 113.3 | 115.5 |
| Stellenplan | 116.8 | ||
Fokus 2025
Die Unterkunft für Obdachlose bietet seit 1990 Menschen vorübergehend Nothilfe in Form von Unterkunft, Verpflegung und Waschmöglichkeit. An der Grünhaldenstrasse 3 wird auch ein betreutes Wohnen mit Tagesstruktur für längere Aufenthalte angeboten. Aus Anlass des 35-jährigen Bestehens wurde ein Tag der offenen Türe durchgeführt. Mit dem neuen Betriebskonzept hat die Stadt per 1. Januar 2026 auch die Tarife neu festgelegt. Während sie die Tarife für Personen aus der Stadt St.Gallen senkte, erhöhte sie diejenigen für Auswärtige sowie Personen mit Rente und Ergänzungsleistungen.
Im Berichtsjahr wurde eine weitere räumliche Weiterentwicklung realisiert: Einerseits wurden sämtliche Sozialberatenden am Standort Brühlgasse 1 zusammengeführt, andererseits alle Beistandspersonen am Bahnhofplatz 1 untergebracht. Beistandspersonen sowie Sozialberatende haben physischen Kontakt mit den Klientinnen und Klienten der Sozialhilfe bzw. der Berufsbeistandschaft. Entsprechend bestehen erhöhte Sicherheitsanforderungen an den beiden Standorten. Die Fachdienste der Berufsbeistandschaft sind nun an der Vadianstrasse 6 / 8 konzentriert. Weitere Mitarbeitende ohne physischen Kontakt mit Klientinnen und Klienten arbeiten in der Liegenschaft Wassergasse 23. Neben der Verbesserung der Sicherheit konnte mit den räumlichen Optimierungen auch das Mietobjekt Bohl 6 aufgegeben werden.
Das kantonale Sozialhilfegesetz bestimmt, dass die Politische Gemeinde betreuende Sozialhilfe durch Sozialpädagogische Familienbegleitung leisten kann. Bislang wurden diese Leistungen – teilweise von der KESB Region St.Gallen angeordnet, teilweise gerichtlich festgelegt, insbesondere aber durch Berufsbeistandspersonen lanciert – bei externen Anbietenden eingekauft. In den vergangenen Jahren haben die Kosten für externe sozialpädagogische Familienbegleitungen deutlich zugenommen. Deshalb wird im Rahmen eines vorerst auf drei Jahre befristeten Pilotprojektes ein internes Angebot aufgebaut. Mitte 2025 konnte der Pilotbetrieb gestartet werden. Im zweiten Halbjahr wurden neben der Leitung zwei weitere Mitarbeitende im Umfang von 230 Stellenprozenten (von insgesamt verfügbaren 300 Stellenprozenten) rekrutiert und die Aufbauarbeit vorangetrieben. Durch das teilweise Insourcing der Leistungserbringung wird eine Kostenersparnis angestrebt – bei mindestens gleichwertiger Qualität.
Berufsbeistandschaft
Die Berufsbeistandschaft stellt der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Beistandspersonen für die Führung der anspruchsvolleren Kindes- und Erwachsenenschutzmandate zur Verfügung. Die Zahl der Mandate nahm insgesamt um 2.5 Prozent beziehungsweise 38 Mandate zu. Herausforderungen bestanden insbesondere bei der Qualität der finanziellen Rechnungslegung in den Mandaten, in der Fluktuation und in den zunehmend komplexeren Mandaten verbunden mit höheren Ansprüchen und Erwartungen. Es fanden zwei Umzüge statt: Die Fachdienste Administration und Support haben die Vadianstrasse 6 / 8 bezogen und die Beistandspersonen wurden im Bahnhofplatz 1 zusammengezogen. Damit konnte die grösste Raumnot gelindert werden. Die Trennung der Fachdienste und der Beistandspersonen war aus Gründen der Sicherheitsinfrastruktur alternativlos, stellt aber in der Zusammenarbeit und Logistik zwischen Beistandspersonen und Fachpersonen Administration eine Herausforderung dar.
| Mandate | |||
| (per Stichtag 31.12.) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Erwachsene | 836 | 889 | 916 |
| Kinder | 612 | 640 | 651 |
| Total | 1’448 | 1’529 | 1’567 |
Private Beistandschaft
Teil der Berufsbeistandschaft ist die Praxisberatung, die private Beistandspersonen rekrutiert, prüft, schult, vermittelt, unterstützt und begleitet. Diese ehrenamtlich engagierten Privatpersonen führen rund ein Viertel der Mandate in der Stadt St.Gallen. Ende 2025 engagierten sich 403 private Beistandspersonen für die KESB Region St.Gallen, die insgesamt 466 (−3) Mandate führten.
Wiederum wurde der Dankesanlass für die privaten Beistandspersonen durchgeführt. Rund 140 Personen, inklusive einer Delegation der KESB, nahmen daran teil. Sie durften eine interessante Führung hinter den Kulissen des Stadttheaters St.Gallen geniessen und nutzten anschliessend die Gelegenheit für den Austausch untereinander und mit den Mitarbeitenden der KESB.
| Mandate | |||
| (per Stichtag 31.12.) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Erwachsene | 467 | 460 | 457 |
| Kinder | 11 | 9 | 9 |
| Total | 478 | 469 | 466 |
| Eingesetzte private Beistandspersonen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Total | 407 | 407 | 403 |
Sozialhilfe sowie Asyl- und Flüchtlingswesen
Während bei der persönlichen Sozialhilfe im Berichtsjahr insgesamt leicht sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, haben die Fallzahlen bei den Rückerstattungen zugenommen. Die Zahl der sozialhilferechtlich unterstützten Personen sank um 187 (Fälle: 73). Der Trend zu leicht sinkenden Fallzahlen findet damit seine Bestätigung, wobei insgesamt die Fallfluktuation zugenommen hat. Insgesamt wurden sowohl mehr Neuaufnahmen als auch mehr Ablösungen verzeichnet. Die Mehrheit der Fallabschlüsse resultierte aus der (Wieder-)Aufnahme beziehungsweise Ausweitung der Erwerbstätigkeit (349). Zahlreich waren auch die Ablösungen durch Sozialversicherungsleistungen (260).
| Fälle | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Sozialhilfe | 2’408 | 2’206 | 2’252 |
| Fremdplatzierte Kinder | 150 | 124 | 131 |
| Asylsuchende, vorläufig aufgenommene Personen und Geflüchtete* | 766 | 628 | 597 |
| Total | 3’324 | 2’958 | 2’980 |
| * davon aus der Ukraine mit Schutzstatus S: 2025: 338 Fälle (2024: 410) | |||
| Personen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Sozialhilfe | 3’595 | 3’286 | 3’338 |
| Fremdplatzierte Kinder | 150 | 124 | 131 |
| Asylsuchende, vorläufig aufgenommene Personen und Geflüchtete* | 1’252 | 997 | 941 |
| Total | 4’997 | 4’407 | 4’410 |
| * davon aus der Ukraine mit Schutzstatus S: 2025: 513 Personen (2024: 625) | |||
Unterstützungsaufwand
Die weiterhin angespannte Situation im Asyl- und Flüchtlingswesen spiegelt sich in den anhaltend hohen Unterstützungsaufwänden wie auch in den hohen Refinanzierungen durch den Bund. Sowohl die Bruttoaufwände (CHF 15.1 Mio.) als auch die Rückerstattungen (CHF 15.2 Mio.) haben gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Unter anderem aufgrund der sinkenden Fallzahlen in der Regelsozialhilfe nahm die Nettobelastung des Unterstützungsaufwands ab.
| Unterstützungsaufwand | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Bruttobelastungen | |||
| Sozialhilfe | 39’663 | 38’142 | 37’825 |
| Asyl- und Flüchtlingswesen | 13’540 | 14’491 | 15’152 |
| Fremdplatzierte Kinder | 8’880 | 8’732 | 8’946 |
| Total | 62’083 | 61’365 | 61’923 |
| Refinanzierungen und Rückerstattungen | |||
| Sozialhilfe | 16’292 | 16’280 | 17’258 |
| Asyl- und Flüchtlingswesen | 15’163 | 14’585 | 15’258 |
| Fremdplatzierte Kinder | 3’103 | 3’084 | 3’839 |
| Total | 34’558 | 33’949 | 36’355 |
| Nettobelastungen | |||
| Sozialhilfe | 23’371 | 21’862 | 20’566 |
| Asyl- und Flüchtlingswesen | −1’623 | −94 | −106 |
| Fremdplatzierte Kinder | 5’777 | 5’648 | 5’106 |
| Total | 27’525 | 27’416 | 25’566 |
Ursachen der Bedürftigkeit
Es ist wichtig anzuerkennen, dass einem Sozialhilfebezug vielfach strukturelle Gründe und nicht individuelles Versagen zugrunde liegen. So gehören unter anderem der Bildungsstand, die Familiensituation oder das Alter zu den grössten Risikofaktoren für einen Sozialhilfebezug. Einelternfamilien haben auch in diesem Jahr rund 30 Prozent aller unterstützten Personen ausgemacht.
| Leistungen ausserhalb der finanziellen Sozialhilfe | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Persönliche Beratung (mit sozialhilferechtlicher Prüfung) | 780 | 825 | 830 |
| Kurzberatungen (ohne Sozialhilfeanspruch) | 534 | 723 | 810 |
| Beratungen betreffend Integrationspauschale (für Personen ohne sozialhilferechtlichen Anspruch) | 119 | 124 | 112 |
Entgegen dem Trend zu sinkenden Fallzahlen im Kernbereich der Sozialhilfe nimmt die Zahl der Beratungen von Personen ohne sozialhilferechtlichen Anspruch weiter zu. Dank der Integrationspauschale des Bundes erhalten Personen, die darauf Anspruch haben, finanzielle Unterstützung bei ihren Integrationsbemühungen. In enger Zusammenarbeit mit der Dienststelle Gesellschaftsfragen betreuten die SDS im Berichtsjahr 112 Fälle.
Haus zur Grünhalde
Im Haus zur Grünhalde führen die SDS eine Unterkunft für Obdachlose (UFO) und eine betreute Wohngruppe (BWG). Die Gründe für den Aufenthalt im Haus zur Grünhalde sind vielfältig. Psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen, eine eingeschränkte Wohnfähigkeit, Überschuldung und polizeiliche Wegweisungen wegen häuslicher Gewalt können zu Obdachlosigkeit beziehungsweise zum Bedarf für eine betreute Wohnform führen.
Im vergangenen Jahr haben die Übernachtungen im UFO weiterhin stark zugenommen (+14 %), obwohl die Anzahl der hilfesuchenden Personen gegenüber dem Vorjahr abgenommen hat (−6 %). Die Dauer der Aufenthalte hat sich entsprechend verlängert. Die Suche nach tragfähigen Anschlusslösungen gestaltet sich als zunehmend schwierig. Die Entwicklung der Vorjahre bestätigt sich: Es suchen insgesamt mehr Personen, darunter vermehrt Frauen und psychisch kranke Personen, die Unterkunft für Obdachlose auf.
In der betreuten Wohngruppe haben die Aufenthaltstage deutlich zugenommen (+10 %), während im Vergleich zum Vorjahr das Angebot eine Person mehr genutzt hat.
| Betreute Wohngruppe (BWG) | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Aufenthaltstage | 2’210 | 2’155 | 2’372 |
| Personen | 9 | 10 | 11 |
| Unterkunft für Obdachlose (UFO) | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Aufenthaltsnächte | 1’355 | 1’738 | 1’978 |
| Personen | 141 | 123 | 116 |
| — | trifft die erforderlichen Entscheidungen im Kindes- und Erwachsenenschutz |
| — | ordnet notwendige Kindes- und Erwachsenenschutzmassnahmen an, überwacht diese und hebt sie sofern möglich auf |
| — | vollzieht gerichtlich angeordnete Kindesschutzmassnahmen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 5’513 | 5’368 | 5’329 |
| Ertrag | 1’401 | 1’262 | 1’248 |
| Aufwandüberschuss | 4’111 | 4’106 | 4’081 |
| Personalbestand | 37.3 | 36.4 | 34.6* |
| Stellenplan | 36.0 | ||
| * Vorläufig keine Neubesetzung im Revisorat in Folge Pensionierung und Stellenprozentreduktion | |||
Fokus 2025
Sowohl die Anzahl Dossiers im Erwachsenenschutz als auch im Kindeschutz haben bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Region St.Gallen (KESB) gegenüber der Vorperiode leicht abgenommen.
In der täglichen Arbeit zeigt sich, dass hochstrittige Eltern in Trennungssituationen einen bemerkenswerten Anteil der im Kindesschutz gemeldeten Fälle ausmachen. Um diesem Umstand gezielt zu begegnen, wurde im Jahr 2025 eine interne Weiterbildung für alle Mitarbeitenden angeboten. Diese Weiterbildung wurde von einer Fachperson geleitet und fokussierte sich auf «Lösungsansätze in der Arbeit mit hochstrittigen Eltern». Ein zentrales Ergebnis der Weiterbildung war die Erkenntnis, dass Kinder Eltern benötigen, die in der Lage sind, kooperativ zusammenzuarbeiten und gemeinsam für das Wohlergehen ihrer Kinder zu sorgen. Aufgrund dieser Erkenntnisse hat die KESB Region St.Gallen beschlossen, das Verfahren in hochstrittigen Elternsituationen anzupassen. In Fällen, in denen keine unmittelbare Gefährdung des Kindeswohls vorliegt, werden die Eltern stärker in die Verantwortung genommen. Sie werden an spezifische Beratungsstellen verwiesen und dazu angehalten, aktiv an der Lösung von Konflikten im Interesse ihrer Kinder zu arbeiten. Um diese neuen Abläufe zu implementieren, wurden interne Prozesse überarbeitet und neue Kooperationspartner gesucht. Dies umfasst unter anderem die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe, welche die kinderorientierte Beratung durchführt.
Am 31. Oktober 2025 war die KESB Region St.Gallen Gastgeberin der jährlich stattfindenden Arbeitstagung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden der grösseren Städte der deutschsprachigen Schweiz. Diese Veranstaltung versammelte rund 50 Teilnehmende, was zu einem wertvollen fachlichen Austausch führte. Die Teilnehmenden diskutierten zentrale Themen, welche die tägliche Arbeit der KESB in den grösseren Städten der Schweiz prägen. Dabei wurden wichtige Fragestellungen wie die Verbesserung der Zusammenarbeit diskutiert, neue Ansätze in der Fallarbeit im Kindes- und Erwachsenenschutz vorgestellt und Haltungsfragen ausgetauscht. Damit die Teilnehmenden die Stadt St.Gallen noch etwas besser kennenlernen konnten, wurde ihnen im Rahmenprogramm angeboten, die Kathedrale oder die Stiftsbibliothek zu besichtigen oder an der «Tatort»-Stadtführung durch St.Gallen teilzunehmen. Die KESB Region St.Gallen erhielt von den teilnehmenden Personen äusserst positive Rückmeldungen zur Städtetagung.
| Dossiers | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Stadt St.Gallen | 2’086 | 2’085 | 2’133 |
| Wittenbach | 205 | 234 | 214 |
| Eggersriet | 25 | 22 | 24 |
| UMA TISG | 235 | 183 | 136 |
| Muolen | 12 | 16 | 18 |
| Häggenschwil | 9 | 6 | 7 |
| Total | 2’572 | 2’546 | 2’532 |
| davon Fälle in Abklärung | 330 | 325 | 311 |
| Erwachsenenschutzdossiers | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| neu | 237 | 316 | 308 |
| abgeschlossen | 279 | 289 | 286 |
| Total | 1’464 | 1’491 | 1’513 |
| Kindesschutzdossiers | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| neu | 465 | 430 | 382 |
| abgeschlossen | 397 | 462 | 418 |
| Total* | 1’087 | 1’055 | 1’019 |
| * inkl. Dossiers im Bereich elterliche Sorge und Unterhalt | |||
| Geschäftsvorfälle | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Fürsorgerische Unterbringung | 71 | 47 | 50 |
| Genehmigte Unterhaltsverträge | 17 | 25 | 25 |
| Erteilung gemeinsame elterliche Sorge | 9 | 10 | 15 |
| Besuchsrechtsregelungen | 13 | 2 | 13 |
| Genehmigung von Rechenschaftsberichten | 1’027 | 1’205 | 1’377 |
| Beistandswechsel | 279 | 362 | 379 |
| — | sorgt für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt St.Gallen, auch durch präventive Tätigkeit |
| — | überwacht die Einhaltung der Strassenverkehrsvorschriften, sorgt für die erforderlichen Verkehrsanordnungen und erteilt Verkehrsunterricht |
| — | vollzieht gewerbepolizeiliche Vorschriften und regelt die über den Gemeingebrauch hinausgehende Benützung des öffentlichen Grundes |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 41’825 | 43’558 | 44’936 |
| Ertrag | 27’267 | 29’107 | 29’931 |
| Aufwandüberschuss | 14’559 | 14’451 | 15’005 |
| Personalbestand | 228.2 | 234.9 | 244.7* |
| Stellenplan | 230.6 | ||
| * Im Ist-Bestand werden 14 Polizeiaspirantinnen und Polizeiaspiranten der Polizeischule Ostschweiz mitgezählt, welche im Stelleplan nicht einberechnet sind. | |||
Fokus 2025
Zur Bekämpfung der Drogenproblematik verstärkte die Polizei ihre Präsenz an bekannten Treffpunkten und ergänzte sie durch koordinierte Aktionen. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Suchthilfe St.Gallen und weiteren Partnerorganisationen kamen präventive und repressive Massnahmen zum Einsatz. Trotz des Fortbestehens einer teilweise offenen Drogenszene konnte eine Eskalation verhindert werden.
Ein Schwerpunkt lag auf der Sicherheit bei Fussballspielen. Im Stadionumfeld kam es zu keinen nennenswerten Störungen. Pyrotechnische Vorfälle und Vermummung stellen weiterhin Herausforderungen dar. Die Ereignisse im Dezember bei einem Auswärtsspiel des FC St.Gallen in Thun mit Sachbeschädigungen im Extrazug und Verunglimpfungen der Polizei werden strafrechtlich verfolgt; Massnahmen wurden eingeleitet.
Im Zweirad- und Langsamverkehr setzte die Stadtpolizei Präventionsmassnahmen und gezielte Kontrollen um. Die Unfallzahlen mit E-Bikes und E-Scootern blieben auf hohem Niveau.
Die Umsetzung des Personenbeförderungsreglements wurde weitergeführt, verzögerte sich jedoch wegen einer Abstimmungsbeschwerde. Das Projekt wird im Mai 2026 abgeschlossen.
Im Berichtsjahr erfolgte der Kick-off des Projekts «SynPol» mit der Kantonspolizei zur Prüfung einer engeren Zusammenarbeit bis hin zu einer Zusammenlegung der beiden Korps. Verschiedene Digitalisierungsprojekte wurden abgeschlossen sowie das neue Einsatzleitsystem in Betrieb genommen. Auswirkungen des Projekts «Polizeischule der Zukunft» wurden analysiert und wo nötig Massnahmen aufgegleist.
Sicherheit und Ordnung
| Häusliche Gewalt | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Interventionen im häuslichen Bereich | 267 | 263 | 257 |
| davon Häusliche Gewalt (Verfahren nach StGB) | 151 | 154 | 153 |
| Wegweisungen | 18 | 28 | 38 |
| Polizeiliche Anordnungen | 45 | 36 | 52 |
| Wegweisungen / Fernhaltungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| bis max. 24 h | 80 | 113 | 178 |
| länger als 24 h | 204 | 163 | 367 |
| Total | 284 | 276 | 545 |
| Nicht in der Stadt St.Gallen wohnhafte Personen | 186 | 153 | 289 |
| Missachtungen | 103 | 47 | 138 |
| Aufschlüsselung nach Grund (2024) | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Störung öffentliche Sicherheit und Ordnung | 36 | 64 | 61 |
| Widerhandlung Betäubungsmittelgesetz | 92 | 136 | 319 |
| Betteln | 20 | 50 | 125 |
| Mutwillige Belästigung | 6 | 12 | 18 |
| Andere | 9 | 14 | 22 |
| Massnahmen Sportveranstaltungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Rayonverbote | 25 | 58 | 28 |
| Meldeauflagen | 0 | 0 | 0 |
| Ermittlungs- und Vollzugsaufträge | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Personenbeförderung öffentlicher Verkehr | 3’045 | 2’449 | 2’570 |
| Gesuche Waffenerwerb | 140 | 130 | 145 |
| Zivilschutz | 0 | 0 | 0 |
| Umweltschutz | 289 | 220 | 264 |
| Betreibungsamt / Bevölkerungsdienste | 1’387 | 1’453 | 1’405 |
| davon Auslogierungen | 47 | 63 | 41 |
| Führungs- / Leumundsberichte / Personenabklärungen / andere | 575 | 645 | 682 |
| Strassenverkehrsgesetz (SVG) | 1’240 | 1’245 | 1’209 |
| Total | 6’676 | 6’142 | 6’275 |
| Lärmklagen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Maschinen- / Geräte- / Anlagenlärm usw. | 32 | 57 | 45 |
| Musiklärm | 335 | 265 | 273 |
| Personenlärm | 416 | 411 | 407 |
| Übriger Lärm | 20 | 32 | 36 |
| Sicherheitsinstruktion | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Vorträge an Schulen | 163 | 159 | 143 |
Strassenverkehr
| Verkehrsunfälle | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Total | 368 | 399 | 446 |
| Verkehrskontrollen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Geschwindigkeit* | 441 | 482 | 551 |
| Andere | 1’394 | 1’251 | 1’301 |
| * Ohne automatische Verkehrsüberwachung. Weitere Informationen sind in der verkehrspolizeilichen Statistik 2024 der Stadtpolizei zu finden: www.stadtsg.ch/verkehrspolizei. | |||
| Verkehrsinstruktion | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Kindergärten | 328 | 338 | 344 |
| Primarklassen | 566 | 564 | 566 |
| Sekundar- / Realklassen | 112 | 102 | 120 |
| Schülerverkehrsgarten | 240 | 246 | 240 |
| Total Lektionen | 1’246 | 1’250 | 1’270 |
| Signalisation | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Neu- und Umsignalisationen | 590 | 670 | 750 |
| Temporäre Signalisationen (Ausstellungen, Wohnungsumzüge, Baustellen usw.) | 22’720 | 23’150 | 23’500 |
| Ausnahmebewilligungen Verkehr | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Fahrverbot | 185 | 181 | 198 |
| Handwerker-Bewilligungen | 9’986 | 10’511 | 13’368 |
| Andere (Ärzte, Pflegepersonal usw.) | 494 | 446 | 458 |
| Total | 10’665 | 11’138 | 14’024 |
| Parkieren auf öffentlichem Grund | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Total bewirtschaftete Plätze, davon: | 2’713 | 2’647 | 2’431 |
| im Freien | 2’258 | 2’192 | 1’976 |
| in den Parkgaragen Rathaus / Kreuzbleiche | 455 | 455 | 455 |
| Nach Bewirtschaftungsart: | |||
| Ticketautomaten | 1’427 | 1’387 | 1’199 |
| Sammelparkuhren | 596 | 570 | 542 |
| Schrankenanlagen | 690 | 690 | 690 |
| Bewilligungen EBZ: | |||
| Tagesbewilligungen | 128’775 | 130’013 | 137’470 |
| Monatsbewilligungen: | |||
| Anwohner/innen | 45’025 | 43’024 | 44’938 |
| Pendler/innen | 2’643 | 2’366 | 2’060 |
| Nachtparkieren* | 706 | ||
| * Das regelmässige Nachtparkieren in der Erweiterten Blauen Zone (EBZ) ist seit 1.11.2024 gebührenpflichtig | |||
| Parkieren auf Strassen und Plätzen | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 7’351** | 7’407 | 7’573 |
| Ertrag* | 8’003** | 8’079 | 9’707 |
| Ertrags- / Aufwandüberschuss | 652** | 672 | 2’134 |
| Parkgarage Rathaus: | |||
| Aufwand | 287** | 297 | 310 |
| Ertrag | 800** | 842 | 885 |
| Ertrags- / Aufwandüberschuss | 513 | 545 | 575 |
| Parkgarage Kreuzbleiche: | |||
| Aufwand | 171** | 178 | 180 |
| Ertrag | 471** | 468 | 330 |
| Ertrags- / Aufwandüberschuss | 300 | 290 | 150 |
| Parkplatz Spelterini: | |||
| Aufwand | 35 | 23 | 28 |
| Ertrag | 359 | 340 | 338 |
| Ertrags- / Aufwandüberschuss | 324 | 317 | 310 |
| Parkplatz Lerchenfeld: | |||
| Aufwand | 40** | 45 | 42 |
| Ertrag | 87** | 118 | 111 |
| Ertrags- / Aufwandüberschuss | 47 | 73 | 69 |
| Parkplatz Naturmuseum: | |||
| Aufwand | 9 | 9 | 5 |
| Ertrag | 21 | 21 | 22 |
| Ertrags- / Aufwandüberschuss | 12 | 12 | 17 |
| Ausnahmebewilligungen im Strassenverkehr* | 561 | 545 | 513 |
| Parkiergebühren EBZ*: | |||
| Tagesbewilligungen | 1’159 | 1’187 | 1’375 |
| Monatsbewilligungen für: | |||
| Anwohner/innen | 1’351 | 1’370 | 1’797 |
| Pendler/innen | 351 | 323 | 325 |
| Nachtparkieren | 22 | ||
| Gebühren Reservationen | 158 | 344 | 311 |
| * Die Einnahmen aus Ausnahmebewilligungen im Strassenverkehr sowie die Parkiergebühren Erweiterte Blaue Zone (EBZ) sind im allgemeinen Ertrag mitberücksichtigt. | |||
| ** Korrektur gegenüber Geschäftsbericht 2023. | |||
| Ordnungsbussen* | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Total Einnahmen | 4’652 | 5’733 | 5’184 |
| Debitorenverluste | 150 | 97 | 97 |
| * inkl. Ordnungsbussen nach Anhang Strafprozessverordnung | |||
Gewerbe und Benützung öffentlicher Grund
| Gastgewerbe | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Gastwirtschaftsbetriebe | 570 | 558 | 555 |
| Kleinhandel mit gebrannten Wassern | 104 | 109 | 102 |
| Patentanträge Gastwirtschaftsbetriebe | 103 | 136 | 107 |
| Patentanträge Kleinhandel | 18 | 21 | 18 |
| Bewilligungen (Verkürzung Schliessungszeit): | |||
| Generelle Aufhebungen oder Verkürzungen | 58 | 58 | 52 |
| Einzelne Aufhebungen oder Verkürzungen | 1’166 | 1’052 | 1’026 |
| Veranstaltungen* | 224 | 257 | 227 |
| Bewilligungen Tombolas / Kleinlotterien / lokale Sportwetten | 2 | 2 | 1 |
| * einschliesslich Patente für einen Anlass, Lautsprecherbewilligungen und bewilligungspflichtige Sportveranstaltungen | |||
| Ruhetage und Ladenöffnungszeiten | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Ausnahmebewilligungen | 463 | 442 | 453 |
| Taxiwesen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Taxihalter/innen | 19 | 16 | 18 |
| Betriebsbewilligungen A (für öffentlichen Grund) | 134 | 124 | 124 |
| Betriebsbewilligungen B | 10 | 11 | 13 |
| Stadtkundeprüfungen | 30 | 16 | 24 |
| Chauffeurbewilligungen (Ausweise) | 24 | 12 | 15 |
| Strafanzeigen | 2 | 1 | 0 |
| Marktwesen | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 702 | 702 | 676 |
| Ertrag | 810 | 824 | 825 |
| Ertragsüberschuss | 108 | 122 | 149 |
| Bewilligungen öffentlicher Grund | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Grossanlässe | 10 | 10 | 13 |
| Gemeinnützige, kulturelle und politische Organisationen | 539 | 649 | 602 |
| Strassenkünstler/innen | 366 | 360 | 349 |
| Strassenrestaurationen | 165 | 168 | 157 |
| Waren- / Werbeständer, Verkaufsstände | 181 | 190 | 174 |
| Total | 1’261 | 1’377 | 1’295 |
Tiere
| Tierschutz und Hundelösung | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Jagdwesen (Anzahl Fälle) | 190 | 170 | 185 |
| Anzeigen und Meldungen | 420 | 440 | 455 |
| Herrenlose Tiere | 30 | 30 | 29 |
| Anzahl gelöste Hunde | 2’789 | 2’854 | 2’833 |
| Hundesteuereinnahmen (in CHF 1’000) | 335 | 343 | 341 |
| — | Feuerwehr und Zivilschutz St.Gallen (FWZSSG) ist eine modular aufgebaute Organisation zum permanenten Schutz der Bevölkerung, der Umwelt sowie von Sachwerten, die Schadenereignisse aller Art bewältigt und deren Auswirkungen begrenzt |
| — | sorgt für Ausbildung und Ausrüstung der Einsatzkräfte und unterhält Material |
| — | führt ein Dienstleistungszentrum für öffentliche und private Institutionen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 12’638 | 13’167 | 15’536 |
| Ertrag | 11’657 | 12’251 | 14’538 |
| Aufwandüberschuss | 981 | 916 | 998* |
| Stand Ausgleichskonto Feuerwehr (per 31.12.) | 9’378 | 11’560 | 13’079 |
| Personalbestand | 55.4 | 59.5 | 60.1** |
| Stellenplan | 58.1 | ||
| * Aufgrund der Rundung von Beträgen können in Tabellen geringfügige Differenzen bei Summenbildungen auftreten. | |||
| ** Pensionierungen bei der Berufsfeuerwehr werden durch Auszubildende so ersetzt, sodass die neuen Mitarbeitenden auf den Zeitpunkt der Pension vollwärtig im Schichtdienst eingesetzt werden können. Im Frühjahr 2026 stehen zwei entsprechende Pensionierungen an. Eine weitere Differenz von ca. 0.7 besteht aus der Mitberücksichtigung von Überzeiten bei Teilzeitstellen. | |||
Fokus 2025
Im April wurde das sanierte Betriebsgebäude an der Notkerstrasse 44 im Rahmen des Tages der offenen Tore feierlich eingeweiht. Die Wache der Berufsfeuerwehr wurde dabei einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Berichtsjahr konnten zwei Jubiläen gefeiert werden: das 25-jährige Bestehen des Nostalgievereins mit dem Depot 61 sowie die 25-jährige Zugehörigkeit der Feuerwehr Untereggen. Die Feierlichkeiten zu beiden Jubiläen stiessen in der Bevölkerung auf grosses Interesse und wurden zahlreich besucht.
Im Jahr 2025 rückte die Berufsfeuerwehr 1’779-mal aus, um eine Notärztin oder einen Notarzt im Einsatz zu unterstützen. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die sichere Einsatzfahrt an den Ereignisort.
| Feuerwehreinsätze | |||
| 2023 | 2024 | 2025* | |
| Gebäudebrand | 37 | ||
| Brandmeldeanlage mit Intervention | 19 | ||
| Fahrzeugbrand | 13 | ||
| Wald- / und Flurbrände | 3 | ||
| Sonstige Brände | 107 | ||
| Brandmeldeanlage mutwillig | 4 | ||
| Brandmeldeanlage irrtümlich | 254 | ||
| Hagel / Sturm | 3 | ||
| Wasser / Hochwasser | 0 | ||
| Schnee / Erdrutsch | 0 | ||
| Strassenrettungen | 5 | ||
| Personenrettung | 18 | ||
| Tierrettung | 27 | ||
| Fahrzeugbergung | 15 | ||
| Traghilfe 144 (ADL / HRB oder technisches Hilfsmittel) | 11 | ||
| Sonstige | 13 | ||
| Ölwehr | 68 | ||
| Chemiewehr inkl. B-Einsätze | 17 | ||
| Strahlenwehr | 1 | ||
| Einsätze auf Bahnanlagen | 2 | ||
| Traghilfe 144 (ohne technische Hilfsmittel) | 29 | ||
| Wasserwehreinsätze (nicht elementar) | 27 | ||
| Sonstige Hilfeleistungen | 17 | ||
| Sonstige Dienstleistungen | 247 | ||
| Total | 1’126 | 1’334 | 937 |
| davon Nachbarhilfe | 5 | 30 | 7 |
| zusätzlich BD-Einsätze (Bereitschaftsdienst-Offizier) | 90 | ||
| zusätzlich Unterstützung Rettung St.Gallen in notärztlichen Fällen | 1’779 | ||
| * 2025 wurden die Einsatzstichworte neu festgelegt. Dadurch ist ein Vergleich auf Stufe Einsatzstichwort mit den vergangenen Jahren nicht aussagekräftig. | |||
| Personalbestand | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Verwaltung der Dienststelle / Finanzen und Dienste | 9.6 | 9.0 | 10.0 |
| Berufsfeuerwehr | 43.0 | 47.7 | 46.6 |
| Milizfeuerwehr | 1 | 1 | 1 |
| Zivilschutz | 1.8 | 1.8 | 1.8 |
| Total | 55.4 | 59.5 | 59.4 |
| Milizangehörige: | |||
| Milizfeuerwehr, aktiv | 181 | 183 | 188 |
| Zivilschutz, aktiv | 796 | 748 | 779 |
| Ergebnis Feuerwehrabgabe | |||
| (in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Erfolgsrechnung | 8’957 | 9’431 | 9’725 |
| Beitrag aus dem allgemeinen Haushalt der Stadt | |||
| (5 % des Nettoaufwands der Feuerwehr, in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Erfolgsrechnung | 332 | 362 | 416 |
| Rettungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Menschenrettungen | 11 | 22 | 16 |
| Tierrettungen | 6 | 24 | 25 |
Berufsfeuerwehr (BFSG)
Die BFSG leistete im Jahr 2025 insgesamt 937 Einsätze. Sie bekämpfte mehrere Entstehungsbrände sowie kleine und mittelgrosse Brände. Im Rahmen dieser Einsätze wurden 16 Menschen und 25 Tiere gerettet, die sich nicht selbst aus einer Notlage befreien konnten. Siebenmal wurde im Rahmen der Nachbarschaftshilfe Unterstützung geleistet.
Im April bestanden vier Angehörige der BFSG die eidgenössische Berufsprüfung «Berufsfeuerwehrmann mit Fachausweis». Im Ausbildungszentrum Hofen / Wittenbach führten Angehörige der BFSG verschiedene Ausbildungen mit Externen in den Bereichen Brandbekämpfung, Handhabung von Kleinlöschgeräten und Atemschutz-Einsatztraining durch.
In der BFSG wurden die Themen Standard-Einsatzregeln, technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung schwerpunktmässig geschult. Die beiden Dienstzüge trainierten an Ausbildungstagen intensiv die Strassenrettung anhand realistischer Szenarien.
Im Fachbereich Einsatzplanung konnten sämtliche Feuerwehreinsatzpläne so bearbeitet und bereitgestellt werden, dass diese im Einsatz digital zur Verfügung stehen. Das taktische Feuerwehrelement (TFE) trainierte an mehreren Tagen mit der Stadtpolizei St.Gallen die Zusammenarbeit bei Sonderlagen.
Milizfeuerwehr (MFSG)
In Bezug auf die Anzahl der Einsätze war das Jahr 2025 für die MFSG mit 18 Einsätzen ein unterdurchschnittliches Jahr. Sie leistete insgesamt 179 Sicherheitswachen. Der Sollbestand konnte im Geschäftsjahr 2025 erfüllt werden. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gaiserwald im Bereich Sanitätszug wurde vorbereitet, damit diese 2026 starten kann. In der Ausbildung wurden die gesteckten Ziele erreicht. Ein Schwerpunkt war insbesondere die Realbrandausbildung.
| Leistungen der MFSG | |||
| (in Stunden) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Einsatzdienst | 838 | 2’631 | 965 |
| Übungsdienst | 8’678 | 8’786 | 8’966 |
| Sicherheitswache | 1’663 | 1’672 | 1’734 |
| Sanitätsdienst | 267 | 268 | 327 |
| Rapporte | 1’516 | 1’526 | 1’265 |
| Total | 12’962 | 14’883 | 13’257 |
Regionale Zivilschutzorganisation (RZSO)
Im Berichtsjahr 2025 erfüllte die RZSO St.Gallen-Bodensee alle Ausbildungs- und Einsatzaufträge gemäss Jahreseinsatzplan vollständig und unfallfrei. Der einzige Notfalleinsatz war eine Suchaktion nach einer vermissten Person im September. Weitere Alarmierungen erfolgten nicht.
Alle Aus- und Weiterbildungen konnten planmässig durchgeführt werden. Das neue Vorgehen mit frühzeitiger Vorbereitung der Lektionen sowie der Qualitätssicherung führte zu einem einheitlich hohen Ausbildungsniveau. Die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, insbesondere mit der Feuerwehr, der Polizei und anderen Zivilschutzorganisationen, wurde weiter vertieft.
Im Rahmen von Einsätzen zugunsten der Gemeinschaft unterstützte die RZSO unter anderem das Lauberhornrennen in Wengen, das Nordostschweizer Schwingfest, das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Glarus und den CSIO in St.Gallen. Zusätzlich leisteten Pioniere Instandsetzungsarbeiten in mehreren Vereinbarungsgemeinden.
Die Infrastruktur- und Materialbestände wurden überprüft und teilweise angepasst. Zwei Probealarme und der nationale Sirenentest bestätigten die Einsatzbereitschaft. Insgesamt wurden 3’379 Manntage geleistet.
| Leistungen der RZSO | |||
| (in Manntagen) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Einsatz in Katastrophen und Notlagen | 0 | 36 | 6 |
| Einsatz zugunsten der Gemeinschaft | 739 | 602 | 772 |
| Wiederholungskurse | 3’484 | 3’223 | 2’601 |
| Total | 4’223 | 3’861 | 3’379 |
Quartieramt
Die Übernachtungen fanden in der Grossunterkunft (Truppenunterkunft) Schönau sowie in der Zivilschutzanlage Wiedacker statt. Mit 228 Übernachtungen entfiel der überwiegende Teil der Belegungen auf die Armee. Weitere 197 Übernachtungen wurden von Privatpersonen bzw. Vereinen im Zusammenhang mit Grossveranstaltungen genutzt. Die militärischen Einquartierungen hängen stark von den Personalbeständen der Rekrutenschulen und Wiederholungskursen ab und fielen im Jahr 2025 sehr niedrig aus.
| Quartieramt | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl Übernachtungen | 2’946 | 581 | 425 |
| — | erarbeitet Grundlagen für die städtische Gesellschaftspolitik |
| — | übt die Aufsicht aus über die städtischen Subventionen in den Bereichen Alter, Gesundheit, Sozialberatung, familienergänzende Betreuung im Vorschulalter, Frühe Förderung, Integration, Suchthilfe, Quartierarbeit und Freiwilligenarbeit |
| — | führt die AHV-Zweigstelle der Stadt St.Gallen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 46’953 | 48’687 | 50’295 |
| Ertrag | 3’441 | 1’191 | 2’128 |
| Aufwandüberschuss | 43’512 | 47’496 | 48’167** |
| Personalbestand | 24.2 | 9.6* | 9.9 |
| Stellenplan | 10.3 | ||
| * Ab 2024 Wegfall des Wohnheims für Kinder und Jugendliche Riederenholz infolge Trägerschaftswechsel | |||
| ** Aufgrund der Rundung von Beträgen können in Tabellen geringfügige Differenzen bei Summenbildungen auftreten. | |||
Fokus 2025
Förderung gesellschaftsrelevanter Projekte und Veranstaltungen
Mit dem Inkrafttreten des Reglements zur Förderung gesellschaftsrelevanter Projekte und Veranstaltungen per 1. Januar 2025 wurden die bisher vier separaten themenspezifischen Fördergefässe in die «Projektförderung Gesellschaftsfragen» zusammengeführt. Die neue Förderstruktur hat sich bewährt, im Berichtsjahr wurden 69 Projekte und Veranstaltungen unterstützt.
Lebensräume
Das Projekt «Unsere Quartiere – Lebensräume für alle!» wurde weitergeführt: In einem partizipativen Verfahren beteiligten sich zwei Resonanzgruppen an der Entwicklung eines gemeinsamen Quartierkonzepts. Im Zentrum standen dabei die Verbesserung der Koordination von Akteurinnen und Akteuren und Angeboten in den Lebensräumen sowie die Schliessung von Bedarfslücken für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen.
Integration
Mit vier grösseren Veranstaltungen gelang es, breite Bevölkerungsschichten zu gesellschaftsrelevanten Themen anzusprechen und zu sensibilisieren. Es waren dies die «Aktionswoche gegen Rassismus», das «Fest der Kulturen», die interreligiöse Feier zum eidgenössischen Bettag auf dem Klosterplatz sowie die Informationsveranstaltung «Fragestunde zum Ausländerrecht».
Partizipation
Im Jahr 2025 gingen 19 Bevölkerungsvorstösse ein, 24 Mitwirkungsverfahren konnten abgeschlossen werden. Die Integrationsstelle informierte an zwei Standaktionen über die Mitwirkungsmöglichkeiten im Rahmen des Partizipationsreglements.
Sozialberatung
Als Legislaturziel für die Periode 2025 – 2029 wird das gesamte Sozialberatungsangebot für die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen hinsichtlich Effektivität und Effizienz überprüft. Zu diesem Zweck startete im Jahr 2025 ein entsprechendes Projekt mit der Evaluation der Ist-Situation.
Kinder und Familien
Im Bereich Kinder und Familien wurden die städtisch subventionierten Spielgruppen (SpiKi) der Frühen Förderung evaluiert. Die Zwergligruppen für Zweijährige haben sich in den Quartieren etabliert und werden gut genutzt. Die Sprachkontakterhebung wies eine hohe Rücklaufquote auf und zeigte, dass rund ein Drittel der Kinder vor Kindergarteneintritt Deutschförderbedarf hat. Die meisten werden durch städtische Angebote erreicht. Mit Assistenzpersonen, angepasster Subventionierung und fachlicher Begleitung wurden die Rahmenbedingungen verbessert und die Qualität weiter gestärkt.
Alter und Gesundheit
Die Begleitgruppe zur Strategie «Alter und Gesundheit 2030» nahm ihre Arbeit auf. Sie begleitet und berät bei der Umsetzung der Massnahmen. Im September wurde zudem das «Netzwerk altersfreundliche Gallusstadt» lanciert. Mit dem Netzwerk werden Kräfte gebündelt, Synergien genutzt, Doppelspurigkeit vermieden und Lösungen für gemeinsame Herausforderungen erarbeitet. Rund 60 Organisationen, die in der Stadt im Bereich Alter und Gesundheit tätig sind, nahmen teil.
Die städtische Angebotsplanung 2025 – 2035 wurde verabschiedet und veröffentlicht, zudem wurden die Grundlagen zur Unterstützung der Inanspruchnahme von Betreuungsleistungen zu Hause erarbeitet. Ausserdem wurde das Leistungsangebot im Bereich Hilfe und Pflege zu Hause analysiert.
Inklusion und Behinderung
Im September 2025 fand eine Begehung des Dreifachkindergartens und der Tagesbetreuung am Schubertweg 4 statt. Die dort eingebrachten Hinweise von Direktbetroffenen und Fachorganisationen wurden von den Fachleuten direkt aufgenommen. Im Projekt «Analyse Stand Umsetzung UN-BRK in der Stadt St.Gallen» wurde der Abschlussbericht mit Umsetzungsvorschlägen ausgearbeitet.
Suchthilfe
Im Jahr 2025 wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung Suchthilfe das Projekt Konsumraum gestartet. Der Projektauftrag wurde erteilt und das Projektteam hat die Arbeiten aufgenommen. Die Projektorganisation besteht aus Fachpersonen der Dienststelle Gesellschaftsfragen und der Stiftung Suchthilfe, ergänzt durch entsprechende Fachpersonen je nach Themenbereich.
| Pflegefinanzierung sowie Hilfe und Betreuung zu Hause | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Pflegefinanzierung stationär: | |||
| Anzahl Heimbewohner/innen | 1’354 | 1’368 | 1’369 |
| Restfinanzierung kommunaler Anteil pro Fall (in CHF) | 15’484 | 16’309 | 16’694 |
| Durchschnittlicher kommunaler Aufwand pro Fall (in CHF) | 15’679 | 16’508 | 16’911 |
| jährlicher Verwaltungskostenbeitrag an die SVA (in CHF) | 263’539 | 273’263 | 297’954 |
| Gesamtaufwand Restfinanzierung stationäre Pflege (in Mio. CHF) | 21 | 22 | 23 |
| Pflegefinanzierung ambulant: (in CHF 1’000) | |||
| alle Leistungserbringer | 4’716 | 4’883 | 6’217 |
| davon Beiträge an private Unternehmungen (freischaffende Pflegefachpersonen, private Spitex-Organisationen) | 775 | 1’433 | 2’042 |
| davon Beiträge an private Organisationen ohne Erwerbszweck (Spitex St.Gallen AG, auswärtige öffentliche Spitex-Organisationen, Gesundheitsligen, Kinderspitex u.a.) | 3’940 | 3’450 | 4’175 |
| Akut- und Übergangspflege Restfinanzierung: (in CHF 1’000) | 147 | 135 | 81 |
| Hilfe und Betreuung zu Hause: | |||
| Restfinanzierung (in CHF 1’000) | 2’084 | 2’253 | 1’898 |
| Kennzahlen Alters- und Pflegeheime | |||
| (Stichtag per 31. Dezember) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Anzahl Betten gemäss Pflegeheimliste | 1’392 | 1’405 | 1’409 |
| Anzahl effektiv angebotene Betten | 1’357 | 1’379 | 1’393 |
| Total belegte Betten am Stichtag | 1’248 | 1’291 | 1’281 |
| Anteil Auswärtige an Gesamtbelegung (in %) | 16.6 | 17.3 | 16.7 |
| Auslastung (in %) | 90.5 | 93.6 | 91.9 |
| Durchschnittliche Pflegeintensität (Min. / Tag) | 100.0 | 99.8 | 103.0 |
| Anzahl Bewohnende ohne Pflegebedarf | 26 | 25 | 5 |
| Anteil Bewohnende mit max. 60 Minuten Pflegebedarf (bis und mit KLV-Stufe 3) (in %) | 38.0 | 37.5 | 36.4 |
| Kindertagesstätten | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Subventionssumme | 9’400 | 9’700 | 9’800 |
| Anzahl subventionierte Kita-Plätze | 576 | 593 | 602 |
| Kosten pro Platz | 27 | 29 | 30 |
| Durchschnittliche Subvention pro Platz | 16 | 16 | 16 |
| AHV-Zweigstelle | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Anzahl AHV- / IV-Rentenfälle (inkl. Hilflosenentschädigung) | 12’712 | 12’870 | 13’104 |
| Ausbezahlte Renten | 255’268 | 256’103 | 275’888 |
| Anzahl EL-Fälle | 4’486 | 4’543 | 4’622 |
| Ausbezahlte Ergänzungsleistungen | 86’066 | 89’536 | 87’110 |
| Erlasse der AHV / IV / EO-Mindestbeiträge* | − | 682 | 645 |
| * bis Ende 2023 Kantonsaufgabe | |||
Peter Jans, Stadtrat
Innovativ zu sein heisst, offen für Neues zu bleiben und neue oder bessere Lösungen umzusetzen, die Mehrwert schaffen. Auch die Dienststellen der Technischen Betriebe sind in ganz unterschiedlicher Weise innovativ.
Zentral für die Direktion war die Verabschiedung der Vorlage «Umwandlung der St.Galler Stadtwerke in ein selbständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen» durch den Stadtrat. Ausgangspunkt des Projekts war die Erkenntnis, dass in der schweizerischen Energielandschaft mit ihren zahlreichen kleinen und grossen Energieversorgungsunternehmen tiefgreifende Veränderungen im Gang sind. Um auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich und ökologisch nachhaltig tätig sein zu können, sind organisatorische Anpassungen nötig. Die Vorlage steht Ende Berichtsjahr mitten in der Beratung durch die vorberatende Spezialkommission des Stadtparlaments.
Im Bereich von Entsorgung St.Gallen wurden im Kanalnetz zahlreiche Sensoren installiert, die es ermöglichen, Kanäle, Hochwasserentlastungen, Regenbecken und Kläranlagen während Niederschlägen optimiert zu betreiben und gezielt zu entlasten. Besonders sichtbar und von vielen geschätzt ist zudem die Aktion mit dem stark vergünstigten U-Sack, mit der die Nutzung der rund 400 Unterflur-Abfallbehälter gefördert werden soll.
Bei den Verkehrsbetrieben St.Gallen (VBSG) schafft das Vorhaben der vollständigen Elektrifizierung der Busflotte in verschiedener Hinsicht einen Mehrwert. Der Busbetrieb wird bezüglich Luftbelastung und Lärm stadtverträglicher und die Abkehr von fossiler Energie leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Im Berichtsjahr wurde die Ausschreibung für den Ersatz der verbliebenen Dieselflotte durchgeführt.
Einen Mehrwert bietet auch der neue Energiemonitor. Dieses Instrument ermöglicht es, den Fortschritt bei der Umsetzung des städtischen Energiekonzepts laufend nachzuführen und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Alle diese Neuerungen und Verbesserungen dienen unmittelbar der städtischen Bevölkerung und einem umfassend verstandenen Nachhaltigkeitsansatz.
| — | berät und unterstützt den Direktor und die Dienststellen der Technischen Betriebe sowie die Organe der RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG in betriebswirtschaftlichen, politischen und juristischen Fragen |
| — | koordiniert Sachgeschäfte, arbeitet Vorlagen an den Stadtrat und an das Stadtparlament sowie Antworten auf parlamentarische Vorstösse aus |
| — | ist Sekretariat der Werkkommission und des Verwaltungsrats der RWSG und arbeitet in kantonalen, regionalen und gesamtstädtischen Arbeitsgruppen mit |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 688 | 674 | 651 |
| Ertrag | 390 | 389 | 393 |
| Aufwandüberschuss | 298 | 285 | 258 |
| Personalbestand | 3.3 | 3.3 | 3.2 |
| Stellenplan | 3.3 | ||
Fokus 2025
Der Stab Technische Betriebe war im Berichtsjahr mit dem Sekretariat der parlamentarischen Spezialkommission zur Rechtsformänderung der Stadtwerke (sgsw) betraut. Ausserdem vertrat der Stab die Direktion Technische Betriebe in der Arbeitsgruppe «Werte der Zusammenarbeit», die den Verankerungsprozess der Werte in der Stadtverwaltung begleitet.
Der Rechtsdienst betreute zusätzlich mehrere grosse Geschäfte. Dazu gehörten die Projekte Governance und das Seewasserwerk Riet II der RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG, bei denen grosse Schritte gemacht werden konnten. Mehrere Rechtsstreitigkeiten sind bei verschiedenen Gerichten anhängig, wie eine umfangreiche Enteignung im Zusammenhang mit der Deponie Tüfentobel und Rekurse gegen die Gebühren der Gasversorgung der Stadtwerke sowie die Kanalisationsanschlussgebühr von Entsorgung St.Gallen. Auch das in Entwicklung befindliche Lichtkonzept der Stadt St.Gallen galt es rechtlich zu betreuen.
| — | ist verantwortlich für die Sammlung und Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen sowie für die Bewirtschaftung und Instandhaltung der betreffenden Infrastruktur |
| — | stellt die Ableitung und die umweltgerechte Behandlung von Abwasser aus dem Siedlungsgebiet sicher |
| — | betreibt das Kehrichtheizkraftwerk zur thermischen Abfallbehandlung und Energieproduktion |
| Abfalllogistik und Recycling | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 7’491 | 7’635 | 7’518 |
| Ertrag | 7’815 | 8’405 | 8’187 |
| Ertragsüberschuss | 324 | 771 | 670 |
| Deponie Tüfentobel | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 5’139 | 4’944 | 3’857 |
| Ertrag | 11’874 | 14’817 | 9’613 |
| Abgeltung an den allgemeinen Haushalt | 2’700 | 2’700 | 4’700 |
| Einlage Fonds ökologische Ausgleichsmassnahmen | 91 | 125 | 71 |
| Ertragsüberschuss | 3’944 | 7’048 | 985 |
| Gewässerschutz | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 15’356 | 15’584 | 15’168 |
| Ertrag | 17’777 | 14’787 | 12’703 |
| Einlage Fonds | 300 | 300 | 300 |
| Ertragsüberschuss | 2’120 | −1’097 | −2’765 |
| Kehrichtheizkraftwerk | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 11’495 | 16’001 | 15’710 |
| Ertrag | 14’816 | 15’714 | 16’708 |
| Ertragsüberschuss | 3’321 | −287 | 998 |
| Personal nach Bereich | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Verwaltung | 4.3 | 3.9 | 4.4 |
| Abfalllogistik | 18.4 | 18.9 | 19.1 |
| Deponie | 7.2 | 7.5 | 7.3 |
| Stadtentwässerung | 11.6 | 11.0 | 11.8 |
| Kanalnetz | 6.0 | 6.0 | 6.0 |
| Abwasserreinigungsanlagen | 10.0 | 10.0 | 10.4 |
| Labor | 2.1 | 1.9 | 2.0 |
| Kehrichtheizkraftwerk | 28.0 | 26.7 | 26.2 |
| Total | 87.6 | 85.9 | 87.2* |
| Stellenplan | 95.7 | ||
| * Im Jahr 2024 konnten nicht alle Stellen unterbrechungsfrei neu besetzt werden. | |||
Fokus 2025
Kanalsanierung historischer Leitungen
Im Berichtsjahr erneuerte Entsorgung St.Gallen (ESG) die historischen Mischabwasserkanäle aus dem Jahr 1908 an der Fontana- und Zentralstrasse im Lachen-Quartier. Aufgrund der damaligen Bauweise verlaufen die Kanäle in leichten Schlangenlinien, was erhöhte Anforderungen an die Sanierungstechnik stellte. Mit dem flexiblen Bluelight-Inliner-Verfahren setzte ESG eine moderne und anpassungsfähige Lösung ein, bei der der Schlauchliner mittels LED-Licht aushärtet. Dieses Verfahren eignet sich besonders für unregelmässig verlaufende Leitungen und ermöglicht eine dauerhafte, grabenlose Instandsetzung ohne umfangreiche Strassenöffnungen. Das Verfahren verkürzte auch die Bauzeit deutlich, reduzierte Lärm- und Staubemissionen und senkte den Materialverbrauch.
Anbindung Neutralisationsanlage an Leitsystem der ARA Au
Bei einem ortsansässigen Unternehmen, das Eisenpräparate unter Einsatz von hochkonzentrierten Säuren und Laugen herstellt, fallen Prozessabwässer mit stark variierender Zusammensetzung an. Eine zuverlässige Neutralisation schützt die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Au und die Sitter. Da die bestehende Neutralisationsanlage veraltet war, planten die Beteiligten gemeinsam eine neue Anlage und nahmen diese schrittweise bei laufender Produktion in Betrieb. Das Unternehmen trug die unternehmensseitigen Kosten, während die ARA Au die Anbindung an das Leitsystem finanzierte. Die Anlage mit zwei parallelen Linien überwacht Zulauf und Neutralisationsprozess kontinuierlich und führt vor der Einleitung in die öffentliche Kanalisation eine abschliessende Qualitätskontrolle durch. Die moderne Steuerung und die Leitsystemanbindung ermöglichen eine frühzeitige Störungserkennung und erhöhen die Betriebssicherheit nachhaltig.
Erweiterung ARA Au
Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der dadurch erhöhten Abwasserfrachten wurde die Kapazitätsgrenze der ARA Au erreicht. Gleichzeitig entschieden sich die Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil aus Synergiegründen für einen Anschluss an die ARA Au. Im Rahmen einer regionalen Lösung wurde die Anlage ausgebaut und modernisiert. Seit der Inbetriebnahme im Mai erfüllt die Anlage fristgerecht die verschärften Anforderungen der Luftreinhalte-Verordnung und konnte den elektrischen Eigendeckungsgrad bis Ende Jahr von 85 auf rund 100 Prozent steigern. Nach Abschluss der Sanierung der bestehenden Biologie wurden im September alle Biologiestufen in Betrieb genommen. Seit dem 1. September wird das Abwasser der drei neu angeschlossenen Ausserrhoder Gemeinden in der erweiterten ARA Au gereinigt. Der Ausbau stellt eine wichtige Etappe zur Optimierung der regionalen Abwasserentsorgung und zur Verbesserung der Gewässerqualität dar.
Sanierung Schlackenbunker
Die Sanierung des rund 40-jährigen Schlackenbunkers des Kehrichtheizkraftwerks (KHK) St.Gallen wurde im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen. Anlass waren erhebliche Betonschäden, fortgeschrittene Bewehrungskorrosion und statische Defizite. Die Arbeiten erfolgten unter laufendem Volllastbetrieb und erforderten eine hohe organisatorische und logistische Koordination, unter anderem durch den Einsatz eines provisorischen Förderbands. Die gewählte Instandsetzungsmethode, ergänzt durch ein modernes kathodisches Korrosionsschutzsystem, gewährleistet sowohl die Tragsicherheit des Bauwerks als auch einen nachhaltigen Schutz vor Hochwasserereignissen der Sitter.
Ersatz Kabelschlepp Müllkran West
Im Berichtsjahr wurde der Hauptkabelschlepp des automatisierten Müllkrans West im KHK St.Gallen ersetzt, da das bestehende System das Ende seiner technischen Lebensdauer erreicht hatte. Der Ersatz des fünf Tonnen schweren Kabelschlepps stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Spezialisten demontierten den alten und montierten den neuen, vorkonfektionierten Kabelschlepp. In enger Abstimmung mit dem Anlagenbetrieb wurde die Ausserbetriebnahme des Krans West auf rund 62 Stunden begrenzt. Während dieser Zeit hielt der Kran Ost die Anlieferung und Beschickung der Ofenlinien aufrecht. Nach Abschluss der Montage und der Tests wurde die Krananlage wieder in den Regelbetrieb überführt. Damit ist die langfristige Betriebssicherheit und Verfügbarkeit des Müllkrans West gesichert.
Jubiläum Gebührensack – Aktion U-Sack
St.Gallen führte im Jahr 1975 als erste Stadt der Schweiz den Gebührensack ein und setzte damit den Grundstein für ein heute schweizweit etabliertes, verursachergerechtes Abfallentsorgungssystem. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Gebührensacks bedankt sich Entsorgung St.Gallen bei der Bevölkerung für ihre Unterstützung. Mit dem am 1. Juli 2025 eingeführten und bis Ende 2026 befristet angebotenen U-Sack fördert ESG das Entsorgen in Unterflurbehältern (UFB). Mittlerweile befinden sich in St.Gallen 436 UFB im Einsatz; rund 75 Prozent der städtischen Haushalte erreichen einen UFB innerhalb von 150 Metern Gehdistanz. Die Abfallentsorgung in UFBs trägt zur Verbesserung eines sauberen Stadtbildes bei, verhindert das Aufreissen von Abfallsäcken durch Tiere und erleichtert die Arbeit des Sammelpersonals. Durch die kontinuierliche Analyse der Füllstände integriert ESG erforderliche Zusatzleerungen laufend in die Tourenplanung und optimiert diese bedarfsgerecht, wodurch die Abfallsammlung effizienter und flexibel an veränderte Anforderungen angepasst wird.
| Abfallmengen städtischer Sammeldienst | |||
| (in Tonnen) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Hauskehricht und Sperrgut | 15’297 | 15’470 | 15’527 |
| Biogene Abfälle (Grüngut) | 2’219 | 2’431 | 2’537 |
| Altpapier (inkl. Karton) | 3’728 | 3’548 | 3’440 |
| Altglas | 2’336 | 2’269 | 2’083 |
| übrige Abfälle | 433 | 447 | 466 |
| Total | 24’013 | 24’165 | 24’053 |
| Anliefermengen Abfall (KHK) | |||
| (in Tonnen) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Sammeldienst Stadt St.Gallen | 15’297 | 15’470 | 15’527 |
| Sammeldienst A-Region | 25’617 | 26’289 | 26’461 |
| Direktanlieferungen Industrie & Gewerbe | 30’624 | 35’213 | 37’350 |
| Klärschlamm | 4’376 | 6’137 | 6’379 |
| Total | 75’914 | 83’109 | 85’717 |
| Abwasserzuflussmengen | |||
| (in 1’000 m3) | 2023 | 2024 | 2025 |
| ARA Hofen | 10’462 | 11’166 | 9’152’180 |
| ARA Au | 8’529 | 9’356 | 7’711’400 |
| Total | 18’991 | 20’522 | 16’863’580 |
| Deponie Tüfentobel | |||
| (in Tonnen) | 2023 | 2024 | 2025 |
| A Unverschmutzter Aushub | 90’196 | 179’292 | 107’785 |
| B Übrige Inertstoffe | 136’165 | 126’986 | 60’902 |
| D Schlacke | 14’532 | 20’065 | 16’007 |
| E Reaktorstoffe | 19’757 | 29’217 | 19’181 |
| Total | 260’650 | 355’560 | 203’875 |
| — | setzt das eidgenössische Umweltschutzgesetz sowie die zugehörigen Verordnungen zum Lärmschutz, zur Luftreinhaltung, zu Schall und Laser sowie zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung um und ist für den Vollzug des kantonalen Energiegesetzes verantwortlich |
| — | ist Energiefach- und Energieberatungsstelle der Stadt St.Gallen und verwaltet den Energiefonds, informiert und berät zum Themenkreis Umwelt und Energie |
| — | koordiniert die Aktivitäten der Stadt in den Bereichen Energiekonzept 2050 (inkl. Energiestadt), Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 6’647 | 8’191 | 6’507 |
| Ertrag | 5’771 | 6’739 | 4’849 |
| Aufwandüberschuss | 876 | 1’452 | 1’658 |
| Personalbestand | 9.4 | 10.1 | 10.0 |
| Stellenplan | 9.9 | ||
Fokus 2025
Energiekonzept 2050
Mit der Erweiterung des Energiekonzepts 2050 um den Bereich Konsum und Ressourcen wurden sowohl das Energiereglement als auch das Energiefondsreglement angepasst. Seit dem 1. März 2025 können aus dem Energiefonds Massnahmen in den Bereichen Ernährung, Konsum und Kreislaufwirtschaft finanziell unterstützt werden. Es werden einmalige Projektbeiträge sowie mehrjährige Betriebsbeiträge an gemeinnützige Organisationen ausgerichtet, die Projekte mit passenden Zielsetzungen umsetzen. Gleichzeitig wurden die Förderbeträge für Erdsonden bei Mehrfamilienhäusern reduziert, Förderungen von Neubauten aufgehoben und eine Unterstützung von Lastenfahrrädern für autofreie Privathaushalte eingeführt. Wie bereits in den Vorjahren betrafen über die Hälfte der knapp 500 Gesuche die Förderung von Photovoltaikanlagen, die mit rund 2.6 Millionen Franken auch den grössten Anteil der Fördermittel beanspruchten. Fördergesuche für Erdsonden reduzierten sich auf etwa die Hälfte gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Im Jahr 2025 wurde eine Treibhausgasbilanz der Stadtverwaltung in allen drei Scope-Kategorien erarbeitet, um die Entwicklung respektive die Wirkung von Massnahmen zu verfolgen. Rund 20 Prozent der städtischen Klimagasemissionen entstehen im Bereich Ernährung – ein Bereich, in dem die Gemeinschaftsgastronomie eine zentrale Rolle spielt. Es wurde ein Netzwerk von Anbietenden in der Stadt St.Gallen aufgebaut und im Herbst 2025 ein erster Erfahrungsaustausch durchgeführt. Im Jahr 2025 wurde der Energiemonitor als Onlineplattform zum Energiekonzept 2050 lanciert. Er informiert über die Ziele und Massnahmen sowie den Fortschritt bei der Umsetzung. Der Stand der Massnahmen wird jährlich aktualisiert.
Gemeinsam wirkt
Im Rahmen der Kampagne «Gemeinsam wirkt – St.Gallen wird klimaneutral» veranstaltete die Dienststelle Umwelt und Energie im September 2025 die zweite St.Galler Klimawoche. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen wurde ein Programm mit 46 Veranstaltungen geboten – mehr als doppelt so viele wie bei der ersten Durchführung im Jahr 2024. Teil davon war das erste Klimaforum «Gemeinsam wirkt», eine zusammen mit der Energieagentur St.Gallen organisierte Informations- und Netzwerkveranstaltung. In Kooperation mit dem Verein OstSinn führte die Stadt drei Projektschmieden durch. An diesen Workshops stellen Organisationen und Einzelpersonen Ideen und Vorhaben vor, die zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz in der Stadt St.Gallen beitragen. Die Projekt-Initiatorinnen und -Initiatoren erhalten von den Teilnehmenden eine Aussensicht und Lösungsvorschläge.
Kreislaufwirtschaft in Konsum und Bau
Die Herstellung von Konsumgütern verursacht rund 13 Prozent der Klimagasemissionen der Stadt St.Gallen. Zur Erreichung des Legislaturziels, welches die Erarbeitung einer Kreislaufstrategie und die Umsetzung erster Massnahmen vorsieht, wurden eine Projektgruppe mit den zuständigen Dienststellen etabliert und erste Ideen für Projekte definiert. Die Umsetzung der stadtverwaltungsinternen Richtlinie «Nachhaltige Beschaffung» wurde überprüft. Die Dienststellen erachteten die Richtlinie grundsätzlich als hilfreich und brachten Anpassungsvorschläge ein. Zur Unterstützung der Beschaffenden wurde eine Liste mit Nachhaltigkeitskriterien für Ausschreibungen erstellt. Weiter unterstützte die Dienststelle Umwelt und Energie die Dienststellen bei Beschaffungen verschiedenster Art.
Im Sommer 2025 fand ein Erfahrungsaustausch mit der Textilbranche zum Thema Kreislaufwirtschaft statt, um deren Bedürfnisse zu erfahren und mögliche gemeinsame Aktivitäten zu diskutieren. In enger Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt und der Stadtplanung wurden zwei Leitfäden und Anwendungshilfen für nachhaltige Bauprojekte erarbeitet. Der Leitfaden «Bauen 2030+» richtet sich an Planende und die öffentliche Verwaltung und gibt Hilfestellung, wie die Nachhaltigkeit bei Hochbauten von der ersten Idee über den Betrieb bis zum Rückbau gesichert werden kann. Mit dem Leitfaden «Zirkuläre Bauwirtschaft» soll das kreislauforientierte Bauen in die Prozessabläufe der Stadtverwaltung implementiert werden.
Lichtkonzept
Im Rahmen der Beantwortung der Motion «St.Gallen ins richtige Licht stellen: Ein umweltfreundliches Beleuchtungskonzept für die Stadt St.Gallen» wurden im Jahr 2025 Entwürfe des Lichtkonzepts und der damit verbundenen Reglemente in die öffentliche Mitwirkung gegeben. Die Ergebnisse der E-Partizipation wurden zuhanden des Stadtrats analysiert, gewichtet und wo möglich ins Lichtkonzept sowie in die rechtlichen Grundlagen integriert.
Natur findet Stadt
Die Aktion «Natur findet Stadt» zeigte auf, dass unzählige natürliche Nischen das St.Galler Stadtbild prägen und einen Beitrag zur Lebensqualität leisten. Der Veranstaltungskalender 2025 umfasste über 140 Exkursionen, Workshops und Vorträge und lud ein, die vielfältige Stadtnatur zu entdecken. Das Projekt «StadtWildTiere» widmete sich im Jahr 2025 den Fledermäusen im Siedlungsgebiet. Mit Unterstützung von rund 100 Freiwilligen wurden über 17'000 Fledermausruf-Sequenzen aufgezeichnet. Dabei wurden neun Arten und zum ersten Mal die sehr seltene und stark gefährdete Mopsfledermaus nachgewiesen.
Auslandhilfe
Im Jahr 2025 sind 37 Anfragen zur finanziellen Unterstützung von Hilfsorganisationen bei der Stadt St.Gallen eingegangen und bewertet worden. Insgesamt wurde für 30 Projekte ein Förderbetrag von insgesamt 330’000 Franken gesprochen. Alle geförderten Projekte werden in den ärmsten Ländern der Welt umgesetzt. 23 Projekte betreffen Länder in Afrika, vier in Asien und drei in Lateinamerika. Bei den unterstützten Projekten stehen Ausbildung, Ernährungssicherheit, Trinkwasserversorgung / Hygiene und Gesundheit im Vordergrund.
Bauprojektbeurteilung und Beschwerden
Im Kontext Energie und Umwelt wurden 668 Bauvorhaben und 37 Beschwerden aus der Bevölkerung bearbeitet. Von den Beschwerden betrafen 51 Prozent den Bereich Lärm, 30 Prozent den Bereich Luft und die restlichen 19 Prozent die Bereiche Licht und Strahlung.
| Energiefonds | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| verfügte Gesuche | 471 | 478 | 489 |
| verfügter Betrag | 4’835 | 4’603 | 4’653 |
| ausbezahlter Betrag | 4’582 | 5’668 | 4’223 |
| abgeschlossene Gesuche | 451 | 598 | 504 |
| dadurch erzielbare CO2-Reduktion über Nutzungsdauer (in t) | 43’179 | 90’936 | 63’435 |
| Energieberatungen an Private und Institutionen | 171 | 152 | 132 |
| Mobilfunk | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Mobilfunk-Standorte auf Stadtgebiet | 99 | 101 | 101 |
| Feuerungskontrolle | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Zahl der messpflichtigen Anlagen | 5’808 | 5’689 | 5’327 |
| Zahl der offenen Sanierungen | 106 | 86 | 66 |
| — | stellen die Elektrizitäts-, Wasser-, Fernwärmeversorgung in der Stadt St.Gallen sicher und sind regionale Gasversorgerin von St.Gallen bis an den Bodensee |
| — | erstellen und betreiben das städtische Glasfasernetz |
| — | bieten Dienstleistungen für Wärme-, Photovoltaik-, Eigenverbrauchs- und Elektromobilitätslösungen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 336’510 | 289’529 | 245’990 |
| Ertrag | 345’480 | 320’402 | 253’257 |
| Jahresergebnis | 8’970 | 30’873 | 7’267 |
| Personalbestand | 263.0 | 283.0 | 309.8 |
| Stellenplan | 337.0 | ||
| Im Rahmen des aktuellen Stellenplans konnten die sgsw trotz vielfältiger Rekrutierungsmassnahmen auf verschiedenen Kanälen rund 27 FTE nicht besetzen. Dies ist v.a. auf den anhaltenden Fachkräftemangel – insbesondere im Bereich IT / OT sowie bei branchenspezifischen Berufsgruppen – zurückzuführen. Zudem nimmt der Rekrutierungsprozess vielfach mehr als zwölf Monate in Anspruch. | |||
Fokus 2025
Überweisung der Vorlage zur Rechtsformänderung an das Stadtparlament
Der Stadtrat hat in der Eignerstrategie für die St.Galler Stadtwerke (sgsw) Aufgaben und Ziele festgeschrieben, die über einen klassischen Grundversorgungsauftrag hinausgehen. Als städtisches Energieversorgungsunternehmen haben sie auch zentrale Massnahmen aus dem Energiekonzept 2050 der Stadt St.Gallen umzusetzen. Der ökologische Umbau der Energiesysteme, sich öffnende Energiemärkte sowie erhöhte Anforderungen an die Versorgungssicherheit verlangen von den sgsw eine schnellere Reaktionsfähigkeit auf sich verändernde Kundenbedürfnisse, Marktgegebenheiten und Regulierungsauflagen.
Um den sgsw mehr Flexibilität zu verschaffen, schlägt der Stadtrat vor, die sgsw in ein selbständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen umzuwandeln. Sie sollen damit agiler und wettbewerbsfähiger werden und ihre Organisation und Ressourcen noch konsequenter auf künftige Anforderungen ausrichten können. Die sgsw würden dabei gänzlich im Eigentum der Stadt St.Gallen verbleiben und ihre Aufgaben auch in Zukunft im öffentlichen Interesse und im Sinne des Gemeinwohls erfüllen. Zudem würden die über 330 Mitarbeitenden nicht schlechter gestellt als das übrige städtische Personal. Auch mit der neuen Rechtsform gäbe die Stadt die politische Steuerung der Unternehmung nicht aus der Hand. Der Stadtrat hat die Vorlage zur Umwandlung der sgsw in ein selbständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen an das Stadtparlament überwiesen. Im Berichtsjahr hat eine Spezialkommission begonnen, die Vorlage zu beraten.
Umzug der Betriebsstätten von der Steinachstrasse an die Mövenstrasse
Die Betriebsstätten der sgsw an der Steinachstrasse können aufgrund des baulichen Zustands, des fehlenden Hochwasserschutzes und des Ersatzneubaus für das Unterwerk Steinachstrasse nur noch für einen begrenzten Zeitraum genutzt werden. Für die rund 130 betroffenen Mitarbeitenden wurde an der Mövenstrasse 17 eine Liegenschaft für eine mehrjährige Nutzung gefunden.
Nach der Bewilligung eines Kredits für den Umbau der Mövenstrasse 17 über 3.96 Millionen Franken durch das Stadtparlament im Februar 2025 haben die sgsw mit den Planungsarbeiten begonnen. Ein Kernteam mit Mitgliedern der drei Bereiche «Netz Elektrizität und Telecom», «Wasser, Gas und Wärme» sowie «Finanzen und Dienste» hat Synergien identifiziert sowie die Flächen- und Nutzungszuordnung definiert. Erste Arbeiten an Gebäude, Aussenhülle und Dach wurden im Berichtsjahr bereits durchgeführt.
Smart Meter Rollout
Die Einführung von Smart Metern ist ein zentraler Baustein der Energiestrategie 2050 des Bundes. Dieser schreibt vor, dass bis Ende 2027 mindestens 80 Prozent aller Stromzähler durch Smart Meter ersetzt sind. Die sgsw werden diese Vorgaben erfüllen und bis Ende 2028 sämtliche ihrer über 50’000 Stromzähler austauschen.
In einem Testgebiet haben die sgsw im ersten Halbjahr 2025 rund 4’000 Stromzähler installiert, um Erfahrungen für die flächendeckende Einführung zu sammeln. Bis zum Ende des Berichtsjahrs wurden insgesamt bereits 17’000 Zähler ersetzt.
Ausgewechselt werden auch die Wasser-, Gas- und Wärmezähler, womit die sgsw über ein effizientes und zukunftsfähiges Messsystem für alle Versorgungsbereiche verfügen werden.
Eigenverbrauchslösungen
Eigenverbrauchslösungen tragen nicht nur zur besseren Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen bei, sondern erhöhen den Selbstversorgungsgrad, reduzieren die Einspeisung ins öffentliche Netz und stellen damit einen zentralen Bestandteil der Energiewende dar, da sie die dezentrale Erzeugung und Nutzung von Solarstrom stärken.
Die sgsw bieten mit den beiden Produkten «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV Komfort)» und «Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG Komfort)» Dienstleistungen zur Verrechnung der Energieströme innerhalb von Gebäuden an. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 112 Projekte umgesetzt, sodass bereits rund 860 Gebäude über eine Eigenverbrauchslösung verfügen.
Zudem haben die sgsw das Produkt «Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG)» entwickelt, das ab dem 1. Quartal 2026 bestellbar ist. Es vereinfacht die Nutzung von lokal produziertem Solarstrom, beispielsweise aus dem Quartier.
Erweiterung der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Arena St.Gallen
Im Jahr 2015 haben die sgsw die ursprüngliche Photovoltaik-Anlage auf dem Stadiondach installiert. Mit einer Spitzenleistung von 633 Kilowatt produzierte sie jährlich rund 520’000 Kilowattstunden Solarstrom und war damals die grösste Anlage auf einem Dach in der Stadt St.Gallen.
Durch die im Berichtsjahr abgeschlossene Erweiterung ist das Stadiondach nun, wo sinnvoll und möglich, vollständig mit Solarmodulen belegt. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt neu 1’205 Kilowatt Spitzenleistung, und sie erzeugt jährlich über eine Million Kilowattstunden Solarstrom. Dies entspricht dem Jahresbedarf von etwa 288 Vier-Personen-Haushalten. Damit ist die Anlage erneut die grösste auf einem Dach auf Stadtgebiet.
| — | planen und erbringen öffentliche Verkehrsdienstleistungen im Orts-, Agglomerations und Regionalverkehr |
| — | bieten marktgerechte Extrafahrten und andere Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Personentransport an |
| — | beschaffen und betreiben die Infrastrukur zur Leistungserbringung |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 54’008 | 51’811 | 50’356 |
| Ertrag | 54’141 | 53’252 | 55’019 |
| Jahresergebnis | 133 | 1’441 | 4’663 |
| Personalbestand | 276.4 | 293.3 | 308.4 |
| Stellenplan | 321.0 | ||
| Aufgrund des Fachkräftemangels konnten Stellen in der Instandhaltung (Mechaniker/in, Mechatroniker/in) nicht besetzt werden. Im Weiteren fiel der Stellenaufbau im Fahrdienst für den Abbau der aufgelaufenen Überzeiten (rund 150 Stunden pro MA) geringer aus als erwartet. | |||
Fokus 2025
Im Berichtsjahr beförderten die Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) 32.7 Millionen Fahrgäste. Dies entspricht einer Zunahme von 3.8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (31.5 Millionen). Die positive Nachfrageentwicklung ist auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots, punktuelle Optimierungen der Linienführung sowie kleinere Ausbauten im Fahrplan zurückzuführen. Sie unterstreicht die hohe Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs in der Bevölkerung und stärkt die Rolle der VBSG als Mobilitätsanbieterin.
Die Abgeltungen reduzierten sich um 0.6 Millionen Franken auf 19.9 Millionen Franken und machten 2025 rund 36.1 Prozent des Gesamtertrags aus (Vorjahr 38.6 Prozent). Die Elektrifizierung wurde teilweise mit einen Direktbeitrag von 0.6 Millionen aus den freien Reserven der VBSG finanziert. Im Geschäftsjahr 2025 resultierte ein Unternehmensergebnis von +4.7 Millionen Franken, was einer Verbesserung von 3.1 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Kostendeckungsgrad erhöhte sich deutlich auf 69.9 Prozent (Vorjahr 63.2 Prozent). Zum positiven Jahresergebnis trugen insbesondere höhere Ticketeinnahmen sowie tiefere Unterhaltskosten für Fahrzeuge bei.
Neue Unternehmensstrategie
Die Geschäftsleitung erarbeitete im Jahr 2025 eine neue Vision und auf der Basis der neuen Eignerstrategie des Stadtrats eine Unternehmensstrategie. Der Stadtrat nahm diese im Sommer 2025 zur Kenntnis. Zur Umsetzung der Vision wurden drei strategische Handlungsfelder definiert: betriebliche Fitness, Nachhaltigkeit und Kooperationen. Im Fokus der betrieblichen Fitness stehen die nachhaltige Steigerung der Mitarbeitendenzufriedenheit, die systematische Weiterentwicklung und Dokumentation von Prozessen sowie Investitionen in Infrastruktur und Informatik.
Betrieb und Angebot
Rückblick Fahrbetrieb
Der Fahrbetrieb war im Berichtsjahr durch besondere Anlässe geprägt. Im Sommer wurden im Rahmen der Frauenfussball-Europameisterschaft Fantransporte von der Innenstadt zur Arena angeboten, analog zu den regulären Fussballspielen des FC St.Gallen. Für die Erschliessung des Messegeländes der OLMA wurde anstelle des Breitfeld-Pendelbetriebs die Linie 6 gezielt verstärkt, da der Breitfeld-Parkplatz aufgehoben wurde.
Angebotsverbesserungen
Die Nachfragekennzahlen belegen, dass sich die im letzten Bericht dargestellten Angebotsverbesserungen im Fahrplanangebot 2025 bewährt haben. Dazu gehören insbesondere die Taktverdichtungen an Wochenenden auf den Linien 1 und 2, die Inbetriebnahme der neuen Haltestelle Müller-Friedberg, Massnahmen zur Erhöhung der Fahrplanstabilität auf den Linien 7 und 8, die Schliessung von Taktlücken auf der Linie 10, der Angebotsausbau auf der Linie 12 sowie die Einführung eines neuen Nachtbuskonzepts. Auf Basis der ersten Betriebserfahrungen und Inputs aus der Bevölkerung wurde im Verlauf des vergangenen Jahres das Fahrplanangebot 2026 angepasst.
243’000 Fahrgäste kontrolliert
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 243’000 Fahrgäste inklusive Fahrgäste der Mühleggbahn kontrolliert, was einem Kontrollgrad von 0.73 Prozent entspricht. Aufgrund unerwartet hoher Fahrgastzahlen auf den Linien 3, 4, 6, 7 und 8 in den Monaten November und Dezember lag der Kontrollgrad unter dem angestrebten Wert von 0.8 Prozent. Von den kontrollierten Reisenden verfügten 98 Prozent über einen gültigen Fahrausweis (98.8 Prozent im Vorjahr).
Personal und Organisation
Weniger Fluktuation
Die Fluktuationsquote lag im Jahr 2025 bei 4.78 Prozent und damit auf einem tiefen Niveau, was für eine stabile Personalsituation spricht. Die aus der Mitarbeitendenzufriedenheitsumfrage 2022 abgeleiteten Massnahmen wurden weitergeführt und zeigen Wirkung.
Neue Fahrdienstmitarbeitende
Im Jahr 2025 konnten 33 neue Fahrdienstmitarbeitende rekrutiert und intern ausgebildet werden. Dadurch liessen sich die Überstunden des bestehenden Personals spürbar reduzieren. Zusätzlich unterstützten mehrere pensionierte Mitarbeitende den Betrieb bei Sonderfahrten sowie in personellen Engpasssituationen.
Technik und Umwelt
Fahrleitungsausbau beinahe abgeschlossen
Dank des ersten Fahrleitungsausbauschritts in Richtung Abtwil von St.Leonhard-Strasse bis zur Zürcher Strasse und dem Ladepunkt Hinterberg konnte der erste Winter mit den Batterietrolleybussen auf den Linien 3, 4, 7 und 8 gefahren werden. Die verbleibenden zwei Ausbauschritte in Richtung Wittenbach von Heiligkreuzstrasse bis Sonnrainweg und in Richtung St.Georgen ab Teufener Strasse–Felsenstrasse bis Berneggstrasse stellen nun eine ausreichende Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Offen ist noch der Ausbau der Bogenstrasse aufgrund der laufenden Bauarbeiten am Velotunnel, die Installation des Aufbügeltrichters Sonnrainweg nach dem geplanten Umbau der Haltestelle sowie die Installation eines Ladetrichters an der Haltestelle Neudorf.
Ab 2032 elektrische Busflotte für den Linienbetrieb
Die Elektrifizierungsarbeiten der VBSG sind so weit fortgeschritten, dass rund 75 Prozent der Leistung mit Strom (ausschliesslich Wasserkraft) erbracht werden kann. Die Projekte zur Umstellung der Quartierbusse und Ersatzfahrzeuge sind initiiert, damit die VBSG ab 2032 rein elektrisch fahren. Für die Umstellung der Quartierlinien möchten die VBSG neue Elektrobusse beschaffen. Die Ausschreibung wurde im Jahr 2025 durchgeführt und der Zuschlag wird voraussichtlich im ersten Quartal 2026 erteilt.
Sanierung Busdepot
Das Busdepot sowie die Betriebseinrichtungen und Büros sind sanierungsbedürftig. Die notwendigen Massnahmen wurden erhoben und kostenmässig abgeschätzt. Dazu zählen unter anderem die Erneuerung der Waschanlagen und der Wasseraufbereitung, der Ersatz der Tore, die Versiegelung der Böden in der Einstellhalle, Massnahmen im Bereich Brandschutz, die Begrünung der Dachterrasse, die Instandsetzung der Hebebühne sowie die Sanierung der Dächer. Ergänzend ist die Installation einer Photovoltaikanlage durch die sgsw vorgesehen. Für die Umsetzung der Sanierungsmassnahmen hat der Stadtrat ein Budget von rund 5 Millionen Franken als gebundene Ausgabe bewilligt.
Projekt für neues Busdepot lanciert
Das bestehende Busdepot bietet für die heutige und künftige Busflotte zu wenig Platz und ist auf kleinere Fahrzeuge ausgelegt. Nach dem Abbruch des Projekts für eine gemeinsame Betriebszentrale der Direktion Technische Betriebe inklusive neuem Busdepot wurde ein neues Projekt zur Realisierung eines Busdepots lanciert. Alle verfügbaren Parzellen mit einer Fläche von über 3’000 m2 wurden geprüft; für drei Standorte wurden Machbarkeitsstudien gestartet.
VBSG-Bus wird zum mobilen Kindergarten
Ein ausgemusterter Bus wurde in Zusammenarbeit mit «Swiss for Ukraine» zu einem mobilen Kindergarten umgebaut und im November 2025 in die Ukraine überführt.
Markus Buschor, Stadtrat
Der Weg hin zur nachhaltigen und zukunftsgerichteten Stadt, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern auch mit den Herausforderungen des Klimawandels, knapper werdenden Ressourcen und sich ändernden Bedürfnissen bei Wohnen, Arbeiten und Mobilität auch in Zukunft Lebensqualität bietet, führt in planerischer und baulicher Hinsicht über neue Wege und innovative Ideen.
St.Gallen hat sich in den vergangenen Jahren im Rahmen einer Vielzahl an Strategien und Konzepten fundiert Gedanken zur baulichen Struktur der Stadt und deren Weiterentwicklung gemacht. Wichtige Treiberin dafür war die anstehende Ortsplanungsrevision. Im Geschäftsjahr hat die konkrete Ausarbeitung der grundlegenden Instrumente dieses Grossprojekts den Takt der Direktion massgeblich mitbestimmt. Teil der Grundlagenerarbeitung für die Planungsinstrumente war unter anderem auch ein Strassenbaumkonzept, welches der Stadtrat im Berichtsjahr vorgestellt hat. Dieses sieht vor, im Sinne der Klimaanpassung und zugunsten der Biodiversität künftig auch im Strassenraum mehr Bäume zu pflanzen. Diesen Weg hin zu kühleren, ökologischeren und zugleich attraktiveren Strassenräumen für alle Verkehrsteilnehmenden hat die Stadt exemplarisch mit dem Projekt zur Neugestaltung der St.Leonhard-Strasse und des Oberen Grabens aufgezeigt.
Dem Ziel, möglichst grün und nachhaltig durch die Stadt zu kommen, kommt die Stadt jedes Jahr ein paar Schritte näher. Die Infrastruktur für Velofahrende und zu Fuss Gehende ist auch im Berichtsjahr substanziell gewachsen. Während die Arbeiten am Beginenweg, der unterirdischen Velo- und Fusswegverbindung zwischen Bahnhof Nord und Kreuzbleiche, sicht- und unsichtbar vorangeschritten sind, konnten die Rad- und Gehwegverbindung Neuhofweg frühzeitig für den Verkehr freigegeben und die Velostrasse auf der Lehnstrasse eröffnet werden. Mit dem Wiboradaweg, einer neuen Passerelle über den Unteren Graben, konnte ein architektonisches Kleinod für zu Fuss Gehende eröffnet werden. Für die velogängige Passerelle Steinachstrasse wurde die öffentliche Mitwirkung durchgeführt. Und für die Langsamverkehrsbrücke über den Wattbach im Riethüsli konnte ein Siegerprojekt erkoren werden. Wie innovativ die Zukunft des nachhaltigen städtischen Verkehrs sein soll, haben Stadtrat und Stadtparlament am Beispiel des Konzepts für eine «E-Bike City» im Zusammenhang mit der Erheblicherklärung eines Postulats andiskutiert.
Dass St.Gallen innovativ plant und baut, zeigt sich nicht nur an der Berücksichtigung nachhaltiger Bauformen und Materialien, wie etwa für den im Berichtsjahr eröffneten Dreifachkindergarten mit Tagesbetreuung in der Gerhalde. Im Stephanshorn konnte der erste «essbare Park» eröffnet werden. Für das ehemalige Volière-Gebäude im Stadtpark wurde eine Ausschreibung für neue Nutzungsideen lanciert. Und im Lerchenfeld entstand mit einer Überdeckung des Freibads mit einer Traglufthalle das «Winterbad Lerchenfeld», das in ganz eigener Atmosphäre während der Erweiterung und Sanierung des Hallenbads Blumenwies die notwendige Wasserfläche bereitstellt. Die Zusammenlegung der Bahnhöfe Bruggen und Haggen, für welche die Planungen vorangetrieben wurden, gibt Impulse für die Entwicklung der angrenzenden Gebiete, wofür mit sämtlichen Beteiligten ein Leitbild erarbeitet wurde.
Innovativ zu sein bedeutet, Bewährtes neu und in die Zukunft zu denken, Muster zu durchbrechen und Herausforderungen als solche anzugehen. Dies beherzigen die Dienststellen der Direktion im Berichtsjahr nicht nur für neue Projekte, sondern auch im Tagesgeschäft und als Dienstleistende.
| — | unterstützt und berät den Direktor und die Dienststellen, koordiniert und leitet direktions- und dienstellenübergreifende Abläufe und führt komplexe Projekte |
| — | arbeitet Vorlagen an den Stadtrat und das Stadtparlament aus, beantwortet parlamentarische Vorstösse und führt das Sekretariat der Liegenschaften- und Baukommission |
| — | bearbeitet Rechtsmittel im Zusammenhang mit Sonderbauvorschriften, bewirtschaftet die Baudokumentation, führt die Baubuchhaltung und die Telefonzentrale der Stadtverwaltung |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 1’995 | 2’001 | 2’008 |
| Ertrag | 39 | 34 | 13 |
| Aufwandüberschuss | 1’956 | 1’967 | 1’995 |
| Personalbestand | 10.4 | 10.3 | 10.8 |
| Stellenplan | 11.3 | ||
Fokus 2025
Der Stab koordinierte und begleitete sämtliche Planungs- und Bauvorhaben der Direktion. Schwerpunkte bildeten dabei die Ortsplanungsrevision, die Neugestaltung von Marktplatz und Bohl sowie die Planungen für die «Neue Bibliothek». Der Stab koordinierte zudem die Planungen zur Neuorganisation der Verwaltungsräume. Neben der Beantwortung parlamentarischer Vorstösse galt es, verschiedene Planungsvorhaben in rechtlicher Hinsicht zu führen und zu begleiten.
| Planauflagen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Überbauungs-, Gestaltungs- und Baulinienpläne, Bestand | 384 | 390 | 394 |
| Planauflagen gemäss Baugesetz | 13 | 5 | 13 |
| Planauflagen gemäss Strassengesetz | 24 | 13 | 20 |
| Übrige öffentliche Auflagen | 10 | 4 | 9 |
| — | plant und projektiert Strassen, Wege und Kunstbauten, leitet die entsprechenden Baumassnahmen, sorgt für den baulichen Unterhalt, reinigt Strassen, Wege, Treppen und andere öffentliche Räume und organisiert den Winterdienst |
| — | erarbeitet auf die verkehrspolitischen Zielsetzungen ausgerichtete Konzepte für alle Verkehrsarten, d. h. den öffentlichen Verkehr, den motorisierten Individualverkehr sowie den Langsamverkehr und betreibt und unterhält die städtischen Lichtsignalanlagen |
| — | überwacht die Gewässer, plant und leitet Unterhalts-, Hochwasserschutz- und Renaturierungsmassnahmen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 77’314 | 81’271 | 78’943 |
| Ertrag | 28’693 | 32’462 | 30’625 |
| Aufwandüberschuss | 48’621 | 48’809 | 48’318* |
| Personalbestand | 149.5 | 148.0 | 150.2** |
| Stellenplan | 160.7 | ||
| * Aufgrund der Rundung von Beträgen können in Tabellen geringfügige Differenzen bei Summenbildungen auftreten. | |||
| ** Aufgrund zunehmender natürlicher Fluktuation, insbesondere infolge Pensionierung, und aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels war es nicht möglich, die vakanten Stellen zeitnah neu zu besetzen. | |||
Fokus 2025
Verkehrsentwicklung
Gemäss dem Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung sorgt die Stadt für einen attraktiven öffentlichen sowie Fuss- und Veloverkehr und fängt damit das Wachstum des Gesamtverkehrs auf. Die Wirkung der Massnahmen ist mit jährlichen Verkehrsmessungen zu überprüfen. Das Verkehrsaufkommen des motorisierten Individualverkehrs lag im Berichtsjahr, wie bereits im Vorjahr, in allen vier Sektoren unter den Werten des Referenzjahres 2010 (Innenstadt −5.8 %, Stadtzufahrten −4.6 %, Quartiere −8.3 %, Aussengebiete −3.0 %). Im Durchschnitt verringerte sich die Verkehrsbelastung in der Stadt St.Gallen (ohne Autobahn A1) um 4.8 Prozent. Die Vorgaben des Reglements für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung konnten erfüllt werden. Der Verkehr auf der Autobahn nahm im Jahr 2024 (die Daten liegen jeweils mit einem Jahr Verzögerung vor) gegenüber dem Vorjahr um 0.5 Prozent respektive gegenüber dem Referenzjahr 2010 um 3.0 Prozent zu.
Infrastrukturverbesserungen Fuss- und Veloverkehr
Für den Fussverkehr steht mit den im Geschäftsjahr zusammen mit den Schulen erarbeiteten Schulwegnetzplänen eine wichtige Planungsgrundlage zur Verfügung. Mit der Realisierung der Fussgängerbrücke über den Unteren Graben (Wiboradaweg) wurde eine attraktive Querung der Verkehrsachse geschaffen.
Für die Velovorzugsroute entlang der Bahn wurde das Vorprojekt gestartet. Im Rahmen eines Studienauftrags konnte für die Überbrückung des Wattbachs im Riethüsli im Zusammenhang mit der Velohauptverbindung zwischen St.Gallen und Teufen eine ansprechende Brückenlösung gefunden werden. Die Realisierung des Fuss- und Veloverkehrstunnels zwischen Bahnhof Nord und der Kreuzbleiche (Beginenweg) wurde vorangetrieben und ist weit fortgeschritten.
Der Neuhofweg wurde zu einer leistungsfähigen Velovorzugsroute ausgebaut. Realisiert wurden ein dreieinhalb Meter breiter Radweg sowie ein zwei Meter breiter chaussierter Fussweg. Im Zuge der Arbeiten wurden bestehende Niveauunterschiede ausgeglichen, zwei Aufenthaltsbereiche erstellt und der Westast des Neuhofbachs offengelegt und ökologisch aufgewertet. Parallel dazu erfolgten Begrünungsmassnahmen mit extensiven Wiesenflächen sowie standorttypischen Bäumen und Hecken. Ein erster Abschnitt konnte bereits für den Velo- und Fussverkehr freigegeben werden. Die vollständige Fertigstellung erfolgt 2026. Mit der Fertigstellung der Velostrasse Lehnstrasse hat die Stadt einen weiteren Baustein der Velovorzugsroute in Betrieb genommen.
Rechensteg
Der Rechensteg, eine im Jahr 1882 erstellte Hängebrücke für zu Fuss Gehende über die Sitter, verbindet die Gebiete Rechen und Burentobel. Aufgrund von Korrosionsschäden an der Tragkonstruktion sowie altersbedingter Abnutzung der Holzbohlen musste die Brücke instandgesetzt werden. Unter Wahrung des Gewässerschutzes wurden der Korrosionsschutz lokal erneuert, das Tragseil neu beschichtet, zusätzliche Trägerprofile eingebaut sowie der Holzbelag vollständig ersetzt. Sämtliche Massnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und wurden substanzschonend in den Bestand integriert, sodass der Charakter des Bauwerks in seiner historischen Bedeutung nicht geschmälert wurde.
Wasserbau
Die Offenlegung des Neuhofbachs mit gleichzeitiger Erstellung eines Amphibiengewässers in Bachnähe wurde weitgehend fertiggestellt. Ausstehend sind noch die Bepflanzung und die Ansaat, die in der Vegetationsperiode 2026 erfolgen. Die Planungen für die Offenlegung des Burgweierbachs im Abschnitt Schönenwegen bis Lerchenfeldstrasse konnten weitgehend abgeschlossen werden.
Für den Ausbau des Wirbelfallschachts und des Vereinigungsbauwerks Wiesenbach Ost mit dem Steinachstollen in Birnbäumen wurden physikalische Modellversuche durchgeführt und ein physikalisches Modell erstellt, das nun Modellversuchen unterzogen werden soll.
Strassenunterhalt
Die intensiven Schneefälle im Januar sowie der niederschlagsreiche zweite Teil des Berichtsjahres mit anhaltenden Schneefällen führten zu zahlreichen Pflug- und Streueinsätzen. Die geplanten grösseren Strassenunterhaltsbaustellen am Burggraben, an der Bruggwaldstrasse, an der Gottfried-Keller-Strasse, an der Gründenstrasse, am Neuhofweg, an der Rosenheimstrasse, an der St.Leonhard-Strasse, am Unteren Graben sowie an der Zürcher Strasse konnten ohne grössere Verkehrsbehinderungen ausgeführt werden. Ebenso konnten Treppeninstandstellungsarbeiten im Dohlengässlein und am Fluhweg fertiggestellt werden. Aufgrund des Ausbaus der Fernwärme im östlichen Stadtgebiet waren zahlreiche Grabeninstandstellungsarbeiten erforderlich, die das Strasseninspektorat begleitete.
Stadtklima-Initiativen
Gemäss dem Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung wandelt die Stadt während zehn Jahren, abgestimmt auf die Funktion der Strasse, insgesamt 120’000 Quadratmeter Strassenfläche in Flächen für den Fussverkehr, den Veloverkehr sowie Flächen mit Bevorzugung des öffentlichen Verkehrs um («Zukunfts-Initiative»). Neben der Umsetzung von baulichen Massnahmen wurden im Berichtsjahr neun Begegnungszonen eingeführt. Seit Einführung des Reglements im Juli 2022 konnten insgesamt 129’914 Quadratmeter umgewandelt werden. Im Sinne des Reglements bleibt die Weiterentwicklung des Strassenraums auch nach Erreichen der Zielvorgabe im Rahmen der geltenden gesetzlichen Grundlagen sowie unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen der Anspruchsgruppen Bestandteil der laufenden Planungen. Gemäss dem Reglement für ein gesundes Stadtklima («Gute-Luft-Initiative») erhöht die Stadt insbesondere die Anzahl Bäume und schafft oder sichert zusätzliche Grünflächen. Sie wandelt zu diesem Zweck in einem Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 80’000 Quadratmeter versiegelte Strassenfläche in Flächen für Bäume und Grünflächen um. Seit Einführung des Reglements im Juli 2022 konnten im Rahmen von Projekten bisher 16’061 Quadratmeter umgewandelt werden.
| — | sorgt für die Entwicklung, die Planung, den Bau, den Unterhalt und die Verwaltung städtischer Hochbauten des Verwaltungs- wie auch des Finanzvermögens |
| — | vertritt die Stadt als Bauherrin und schreibt Wettbewerbe und Aufträge aus |
| — | plant und baut sozial verträglich, wirtschaftlich günstig und ressourcenschonend |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 39’221 | 36’469 | 37’136 |
| Ertrag | 17’112 | 16’016 | 17’036 |
| Aufwandüberschuss | 22’109 | 20’453 | 20’100 |
| Personalbestand: | |||
| Verwaltung | 20.4 | 20.8 | 22.2* |
| Stellenplan | 23.7 | ||
| Hauswartung | 22.4 | 22.7 | 22.2 |
| Stellenplan | 23.1 | ||
| * Aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels war es nicht möglich, eine durch natürliche Fluktuation frei gewordene Stelle sowie eine befristete Anstellung zeitnah neu zu besetzen. | |||
Fokus 2025
Schul- und Betreuungsinfrastruktur
Im Berichtsjahr konnte der Dreifachkindergarten mit Tagesbetreuung der Schule Gerhalde fertiggestellt und eingeweiht werden. Das Gebäude vereint drei Kindergärten sowie eine Tagesbetreuung für bis zu 85 Kinder und stärkt das Betreuungsangebot im Schuleinzugsgebiet. Zudem genehmigte das Stadtparlament den Baukredit für einen Modulbau für Schule und Betreuung in Rotmonten.
Die Liegenschaft an der Kräzernstrasse 118 wurde für eine vollständige Kindergartennutzung umgebaut und zu diesem Zweck vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen übertragen.
Für den Neubau der Tagesbetreuung und ergänzender Schulräume im Schuleinzugsgebiet Halden genehmigte das Stadtparlament einen Verpflichtungskredit für einen Projektwettbewerb und ein Vorprojekt. Der Wettbewerb wurde im Mai ausgeschrieben.
Der Innenausbau des Neubaus für die Primarschule Riethüsli konnte weitgehend abgeschlossen werden. Der Bezug des neuen Schulhauses ist für den Frühling 2026 geplant.
Betriebsgebäude
Nach dem Verzicht auf das Grossprojekt für ein neues Betriebsgebäude der Technischen Betriebe wurde der Entscheid gefällt, das bestehende Busdepot an der Steinachstrasse zu ertüchtigen. Damit wird der Betrieb für die kommenden zehn Jahre gesichert. Parallel dazu wurden Abklärungen zu möglichen Standorten für einen Neubau des Busdepots sowie Vorbereitungen für Machbarkeitsstudien für Logistik und Bau aufgenommen.
An der Wassergasse 10 wurde ein Projektwettbewerb für einen Stützpunkt des Strasseninspektorats und innovative Wohnräume durchgeführt. Das Siegerprojekt zeigt eine überzeugende städtebauliche Ergänzung mit neuen räumlichen Qualitäten.
Sportbauten
Für die Sanierung der Tiefgarage der Sporthalle Kreuzbleiche wurde das Bauprojekt ausgearbeitet, die Baubewilligung liegt vor.
Das provisorische «Winterbad Lerchenfeld» nahm im Oktober den Betrieb auf. Für zwei Wintersaisons ist über dem Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken eine Traglufthalle in Betrieb. Das Winterbad dient als Übergangslösung während der Erneuerung und Erweiterung des Hallenbads Blumenwies und stellt in dieser Zeit ein gedecktes 50-Meter-Schwimmbecken bereit. Das Hallenbad Blumenwies wurde Anfang Juli 2025 geschlossen. Die Bauarbeiten zur Erneuerung und Erweiterung mit neuem Schwimmbecken sowie einem neuen Eingangs- und Garderobentrakt dauern bis voraussichtlich Herbst 2027.
Öffentliche Bauten
Für das denkmalgeschützte Volière-Gebäude im Stadtpark wurde eine Ausschreibung für ein neues Nutzungs- und Betriebskonzept gestartet. Die Wiederinbetriebnahme mit neuem Konzept ist für den Frühsommer 2029 vorgesehen.
Der Kanton und die Stadt St.Gallen haben das Projekt «Neue Bibliothek» am Standort Blumenmarkt überarbeitet. Grundlage bildeten Rückmeldungen aus der Mitwirkung und der politischen Vernehmlassung. Die bereinigten Planungsinstrumente wurden im Sommer 2025 öffentlich aufgelegt.
Die Planungsarbeiten für die Instandstellung, den Umbau und den Ausbau des Kunstmuseums wurden wieder aufgenommen.
Umbauten und Unterhalt
Das Hochbauamt war im Berichtsjahr für zahlreiche Unterhalts- und kleinere Bauvorhaben an stadteigenen Liegenschaften verantwortlich. Dazu gehörten unter anderem sicherheitstechnische Massnahmen und organisatorische Anpassungen in Verwaltungsgebäuden, der Anschluss des Friedhofs Feldli an die Fernwärme sowie Verbesserungen der Nutzbarkeit von Buswartehallen durch Ergänzung mit Aufstehhilfen.
In verschiedenen Schulhäusern wurden bauliche und technische Massnahmen umgesetzt, darunter energetische Verbesserungen, Sicherheits- und Schutzmassnahmen sowie Akustik- und Fenstersanierungen. Mehrere Gebäude wurden zudem mit LED-Beleuchtung ausgestattet, Elektroanlagen wurden modernisiert.
Im Bereich der Sport- und Badeanlagen erfolgten Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten, unter anderem im Familienbad Dreilinden sowie auf der Sportanlage Gründenmoos. An letzterem Standort wurden Massnahmen zur Brandschutzertüchtigung und Schadstoffsanierung des Tribünengebäudes vorgenommen.
Weitere Instandsetzungsarbeiten betreffen Anlagen im Aussenraum, darunter ein Steg und ein Sprungturm im Mannenweier.
Bausummen
CHF in Mio.| Heizenergieverbrauch (Verwaltungsvermögen) | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Verbrauch Heizöl (in l) | 207’302 | 129’158 | 148’795* |
| Verbrauch Erdgas (in m3) | 636’997 | 611’479 | 591’751 |
| Verbrauch Fernwärme (in MWh) | 8’060 | 8’296 | 9’968 |
| Verbrauch Total (in MWh) | 15’891 | 15’115 | 16’805 |
| Anzahl Heizgradtage | 3’203 | 2’978 | 3’340 |
| Jahresdurchschnittstemperatur (in °C) | 10.26 | 10.11 | 9.71 |
| * Mehrverbrauch aufgrund Restölverbrauchs Hallenbad Blumenwies | |||
| — | pflegt und unterhält rund 160 ha öffentliche Grünflächen nach den Kriterien der differenzierten Grünflächenpflege, kontrolliert und pflegt Bäume auf öffentlichen Flächen, fördert die Biodiversität und das Baumvolumen, setzt sich für Natur- und Landschaftsschutz sowie für die Anpassung an den Klimawandel ein |
| — | entwickelt, plant und baut unter Berücksichtigung der Nutzungsansprüche Grün-, Park-, Spiel-, Schul- und Sportanlagen, pflegt und betreibt den Botanischen Garten unter wissenschaftlichen und pädagogischen Gesichtspunkten und stellt ein Beratungs- und Vermittlungsangebot zur Verfügung |
| — | entwickelt, pflegt und unterhält die Friedhöfe Ost, Feldli, Bruggen und St.Georgen und ermöglicht in Absprache mit den Hinterbliebenen würdevolle Bestattungen und Beisetzungen |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 13’310 | 14’420 | 14’955 |
| Ertrag | 4’832 | 4’881 | 5’022 |
| Aufwandüberschuss | 8’478 | 9’539 | 9’933 |
| Personalbestand | 70.0 | 72.1 | 71.5 |
| Stellenplan | 73.0 | ||
Fokus 2025
Öffentliche Anlagen und Bäume
Auf öffentlichen Flächen mussten 34 Bäume gefällt werden – weniger als im Vorjahr. Die zur Fällung ausgewiesenen Bäume stellten ein Sicherheitsrisiko dar oder waren abgestorben. Wie bereits in den Vorjahren war das Eschentriebsterben die Hauptursache für die Baumverluste. Insgesamt musste Stadtgrün 13 Eschen fällen. Die Bäume werden ersetzt. In einzelnen Fällen ist vor der Ersatzpflanzung eine Verbesserung der Standortbedingungen in Form einer Baumgrubenerweiterung erforderlich. Eine solche Baumgrubenerweiterung wurde für die in der Neugasse neu gepflanzte Gleditschie vorgenommen. Auch im Berichtsjahr stellte die Stadt privaten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern die kostenlose Beratung und Pflanzung von Bäumen auf privaten Grundstücken zur Verfügung. Auf diese Weise wurden auf privaten Grundstücken zusätzlich 46 Bäume gepflanzt.
Bauprojekte
Nach Abschluss der Bauarbeiten im Frühjahr konnte der «essbare Park» Stephanshorn im Juni eröffnen. Der Spielplatz Schlösslipark wurde saniert. Für die Neugestaltung der Spielanlage wurden die Anspruchsgruppen vor Ort in einem Partizipationsprozess einbezogen. Entstanden ist eine vielseitig nutzbare, attraktive und integrative Spielanlage. Im Rahmen der Massnahmen zugunsten der «Gute-Luft-Initiative» wurden Entsiegelungen des Strassenraums umgesetzt, beispielsweise an der Poststrasse oder bei der Bushaltestelle Kirche St.Georgen. Die Planungsprozesse für die Aufwertungen der beiden grossen Grünanlagen Stadtpark und Kreuzbleiche wurden in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekturbüros weiter vorangetrieben.
Natur und Landschaft
Mit der Biodiversitätsstrategie hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, ökologisch wertvolle Lebensräume zu schaffen und die darin lebenden Tier- und Pflanzenarten zu schützen, zu vernetzen und zu fördern. Im Berichtsjahr wurden mehrere Projekte umgesetzt, welche die Lebensraumaufwertung und Artenförderung zum Ziel haben. So wurden in der Joosrüti Laichgewässer für Gelbbauchunken, Molche und Grasfrösche geschaffen, Waldränder und Wälder mit Potenzial fachgerecht gepflegt, Nistkästen für Vögel und Unterschlupfe für Fledermäuse aufgehängt sowie Neophyten entlang von Gewässern und in Schutzgebieten bekämpft. Insgesamt konnten 8’383 Quadratmeter Lebensräume neu geschaffen werden. Davon befinden sich 7’058 Quadratmeter auf städtischem Grund, 1’325 Quadratmeter konnten vertraglich langfristig gesichert werden. Grössere Projekte waren die Umgestaltung eines ungenutzten asphaltierten Platzes und einer Rasenfläche bei der Turnhalle Schönau, die Pflanzung einheimischer Gehölze und die Schaffung wechselfeuchter Wiesen beim Schulhaus Kreuzbühl sowie die Anlage eines grosszügigen Ruderalstandortes auf dem ehemaligen Stammgleis in Winkeln.
Für die Erarbeitung einer neuen städtischen Schutzverordnung wurden die Erhebungen des Hecken- und Einzelbauminventars abgeschlossen. Die Anzahl an abgegebenen Stellungnahmen zu Bau- und Fällgesuchen hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen.
Botanischer Garten
In der interaktiven Ausstellung des Botanischen Gartens «Unverblühmt – was Krabbler mit Pflanzen treiben» konnten sich Besucherinnen und Besucher in die Welt der Pflanzen und ihrer tierischen Bestäuber begeben. Die Ausstellung vermittelte ein umfassendes Bild der Rolle von Insekten im Ökosystem und bot den Besuchenden die Möglichkeit zu erfahren, welche insektenfördernden Massnahmen zuhause umgesetzt werden können.
Es wurden insgesamt 166 Führungen im Botanischen Garten durchgeführt. Schulklassen aller Bildungsstufen sowie Kindergartenklassen bildeten mit 112 Führungen die meistvertretene Besuchsgruppe. Zusätzlich wurden 30 öffentliche Gartenveranstaltungen durchgeführt.
Die Pilzkontrollstelle des Botanischen Gartens kontrollierte im Jahr 2025 126 Kilogramm Speisepilze, davon waren 25 Kilogramm ungeniessbar, 2.7 Kilogramm giftig und 125 Gramm tödlich giftig.
| Bestattungen / Beisetzungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl Erdbestattungen | 66 | 64 | 70 |
| Anzahl Urnenbeisetzungen | 670 | 647 | 672 |
| davon | |||
| Gemeinschaftsgrab mit Namensbezeichnung | 154 | 144 | 167 |
| Gemeinschaftsgrab ohne Namensbezeichnung | 120 | 100 | 111 |
| Pflegeobjekte | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Öffentliche Anlagen | 444 | 446 | 443 |
| Sportanlagen inkl. Bäder | 20 | 20 | 19 |
| Geländebahnen und Langlaufloipen | 11 | 11 | 11 |
| Anlagen verschiedener Verwaltungen | 87 | 87 | 98 |
| Anlagen der Stadtwerke | 36 | 36 | 36 |
| Schulanlagen | 102 | 101 | 101 |
| Friedhöfe | 4 | 4 | 4 |
| Botanischer Garten | 1 | 1 | 1 |
| Natur und Landschaft | |||
| Landwirtschaft | 2023 | 2024 | 2025 |
| Anzahl direktzahlungsberechtigter Betriebe* | 37 | 37 | 37 |
| davon Biobetriebe | 12 | 13 | 14 |
| Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) auf Stadtgebiet (in Hektaren) | 1’179.5 | 1’176.4**** | 1’172.8 |
| Biodiversitätsförderflächen (BFF) gem. Direktzahlungsverordnung (DZV) (in Hektaren)** | 169 | 169 | 173 |
| Standortgerechte und markante Einzelbäume | 385 | 401 | 416 |
| Obst-, Nuss-, und Edelkastanienbäume | 3’113 | 3’074 | 3’171 |
| Fläche mit GAöL-Verträgen (Gesetz über Abgeltung ökologischer Leistungen) (in Aren)*** | 4’809 | 4’808 | 4’681 |
| GAöL-Beiträge (in CHF) | |||
| Bund | 12’836 | 12’445 | 11’958 |
| Kanton | 6’377 | 6’030 | 6’039 |
| Gemeinde | 22’911 | 22’327 | 20’665 |
| Schutzverordnung Dreilinden / Notkersegg (in CHF) | 8’000 | 8’000 | 0***** |
| * mit Betriebszentrum auf Stadtgebiet, weitere Flächen durch Betriebe aus Nachbargemeinden bewirtschaftet | |||
| ** ohne BFF auf Stadtgebiet, die durch ausserkantonale Betriebe bewirtschaftet werden | |||
| *** innerhalb und ausserhalb der Landwirtschaftlichen Nutzfläche LN | |||
| **** Zahl korrigiert durch das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) Kanton St.Gallen | |||
| ***** Verträge sind ausgelaufen und werden nicht erneuert | |||
| — | verantwortet die städtische Liegenschaftenstrategie |
| — | setzt die vom Stadtrat geforderte aktive Bodenpolitik um, indem sie Grundstücke ins Finanz- und Verwaltungsvermögen erwirbt und Grundstücke im Baurecht abgibt |
| — | vermietet die Liegenschaften im Finanzvermögen und verpachtet städtische Landwirtschaftsgrundstücke |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 28’591 | 23’612 | 28’365 |
| Ertrag, davon | 57’607 | 39’205 | 46’365 |
| Ertrag aus Buchgewinnen | 540 | 446 | 8’352 |
| übriger Ertrag | 57’067 | 38’759 | 38’013 |
| Ertragsüberschuss | 29’016 | 15’593 | 18’000 |
| Personalbestand | 8.4 | 8.1 | 7.9 |
| Stellenplan | 7.6 | ||
Fokus 2025
Umsetzung Liegenschaftenstrategie
Im Berichtsjahr konnten diverse Massnahmen aus der städtischen Liegenschaftenstrategie umgesetzt werden. So wurden die Finanzkompetenzen des Stadtrats für den Erwerb von Grundstücken und Liegenschaften erhöht, um bei künftigen Opportunitäten agiler auf dem Markt agieren zu können. Ebenso wurden weitere Gebäude in städtischem Besitz ans Fernwärmenetz angeschlossen. Die Komplettsanierung der Liegenschaft Blumenaustrasse 39 wurde in Angriff genommen.
Erwerb von Liegenschaften
Das städtische Liegenschaftenportfolio wurde gezielt ergänzt. Das Grundstück der Tennisanlage Schiltacker, das im Baurecht an die Betreiberschaft abgetreten ist, wurde Teil des Portfolios. Auch die angrenzende Liegenschaft an der St.Josefen-Strasse 60 konnte erworben und gleichzeitig im Baurecht an eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft abgegeben werden. An der Industriestrasse 9 konnten in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Winkeln alte Gewerbe- sowie Landflächen erworben werden, die für eine künftige Entwicklung im Areal St.Gallen West – Gossau Ost bedeutsam sind. An der Straubenzellstrasse 27 konnte ein Gewerbeobjekt zu Arrondierungszwecken erworben werden. Darauf und auf den angrenzenden Liegenschaften, die sich bereits in städtischem Eigentum befinden, soll eine künftige Arealentwicklung im Quartier Bruggen ermöglicht werden. Schliesslich konnte auch an der Zylistrasse 12 ein Einzelobjekt erworben und direkt im Baurecht an eine Wohnbaugenossenschaft abgetreten werden, die das Gebäude sanieren und damit den preiswerten Wohnraum erhalten wird.
Baurechte
Neben den gleichzeitig mit dem Neuerwerb im Baurecht abgegebenen Liegenschaften wurden im Berichtsjahr auch einzelne sanierungsbedürftige Liegenschaften aus dem städtischen Liegenschaftenportfolio im Baurecht abgetreten. Zu erwähnen sind dabei die Liegenschaften Unterer Graben 20 und Kräzernstrasse 46. Zugunsten einer Zentrumsentwicklung im Riethüsli hat das Stadtparlament einen Baurechtsvertrag genehmigt.
Mietobjekte
Als Folge des gesunkenen Referenzzinssatzes haben die meisten städtischen Mieterinnen und Mieter im Berichtsjahr von einer Mietzinssenkung profitiert. An diversen Objekten wurden Verbesserungen im energetischen Bereich realisiert. Die Massnahmen sind Teil des mehrjährigen Programms zur energetischen Optimierung städtischer Liegenschaften.
Landwirtschaftliche Liegenschaften
Das städtische Pachtland wurde im Berichtsjahr bewirtschaftet und teilweise ökologisch aufgewertet.
| Wohn- und Geschäftsliegenschaften | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 13’135 | 13’416 | 13’336 |
| Ertrag, davon | 27’098 | 24’981 | 29’228 |
| aus Buchgewinnen | 540 | 196 | 1’025 |
| übriger Ertrag | 26’558 | 24’785 | 28’203 |
| Ertragsüberschuss | 13’963 | 11’565 | 15’892 |
| Durchschnittliche Bruttorendite in % des Buchwertes | 6.32 | 6.69 | 5.96 |
| Anzahl Mietobjekte im Finanzvermögen | 2’087 | 2’036 | 2’145 |
| Anzahl Mietobjekte im Verwaltungsvermögen | 215 | 220 | 226 |
| Landwirtschaftliche Liegenschaften | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 3’808 | 432 | 357 |
| Ertrag, davon | 276 | 630 | 376 |
| aus Buchgewinnen | − | 246 | − |
| übriger Ertrag | 276 | 384 | 376 |
| Aufwandüberschuss | 3’532 | − | − |
| Ertragsüberschuss | − | 198 | 19 |
| Anzahl Betriebe | 5 | 5 | 5 |
| Fläche in ha | 128.1 | 127.5 | 127.5 |
| Bauplätze | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 2’989 | 2’299 | 2’159 |
| Ertrag, davon | 12’145 | 3’317 | 7’887 |
| aus Buchgewinnen | − | 1’495 | 7’327 |
| übriger Ertrag | 12’145 | 1’822 | 560 |
| Aufwandüberschuss | − | − | − |
| Ertragsüberschuss | 9’156 | 1’018 | 5’728 |
| Anzahl Grundstücke | 98 | 96 | 102 |
| Fläche in m2 | 572’189 | 568’699 | 579’469 |
| Baurechtsparzellen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 3’792 | 3’550 | 9’139* |
| Ertrag, davon | 16’983 | 9’060 | 7’997 |
| aus Buchgewinnen | − | 4 | − |
| übriger Ertrag | 16’983 | 9’056 | 7’997 |
| Aufwandüberschuss | − | − | 1’143 |
| Ertragsüberschuss | 13’191 | 5’510 | − |
| Fläche in m2 | 456’261 | 465’754 | 475’367 |
| Anzahl Baurechte im Finanzvermögen | 209 | 215 | 222 |
| * Anpassung aufgrund Wertberichtigung | |||
| Bodenabschnitte | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 774 | 128 | 120 |
| Ertrag, davon | 334 | 207 | 183 |
| aus Buchgewinnen | − | − | − |
| übriger Ertrag | 334 | 207 | 183 |
| Aufwandüberschuss | 440 | − | − |
| Ertragsüberschuss | − | 79 | 63 |
| Anzahl Grundstücke | 119 | 119 | 119 |
| Fläche in m2 | 482’236 | 482’236 | 482’236 |
| — | berät Bauinteressierte sowie Planende |
| — | führt die Baubewilligungsverfahren durch, koordiniert und beurteilt Baugesuche nach öffentlich-rechtlichen Vorgaben und stellt Anträge an die Baubewilligungskommission, soweit es nicht selbst kompetent ist |
| — | kontrolliert die Einhaltung der Bauvorschriften und Auflagen in seinem Zuständigkeitsbereich im Rahmen der Baukontrollen und ist zuständig für baupolizeiliche Massnahmen und die Behebung baurechtswidriger Zustände |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 3’048 | 3’047 | 2’875 |
| Ertrag | 1’976 | 1’942 | 2’017 |
| Aufwandüberschuss | 1’072 | 1’105 | 858* |
| Personalbestand | 17.7 | 18.8 | 16.6** |
| Stellenplan | 17.8 | ||
| * Aufgrund der Rundung von Beträgen können in Tabellen geringfügige Differenzen bei Summenbildungen auftreten. | |||
| ** Aufgrund des Fachkräftemangels liessen sich nicht alle vakanten Stellen zeitnah neu besetzen. | |||
Fokus 2025
Bautätigkeit
Die Bautätigkeit in der Stadt bleibt auf anhaltend hohem Niveau. Dies widerspiegelt sich im Berichtsjahr im Vergleich zu den Vorjahren in der nach wie vor hohen Anzahl an Baugesuchen, Reklamegesuchen und Fällgesuchen. Nach wie vor hoch sind dabei Bauvorhaben mit grossem Koordinationsbedarf mit anderen Verfahren wie Strassenplanverfahren oder Konzessionsverfahren, kantonalen Stellen oder auch Einspracheverfahren. Die Bewilligungsverfahren sind infolge der sich laufend ändernden Gesetzgebung und Rechtsprechung anspruchsvoller und komplexer geworden. Dies betrifft sowohl die Bauwilligen als auch die Verwaltung in ihrem Bestreben, ein rechtlich korrektes und transparentes Verfahren durchzuführen. Rund 80 Prozent aller Gesuche konnten aber nach wie vor innerhalb von 60 Tagen bewilligt werden. 1’103 bewilligten stehen 29 abgewiesene Gesuche gegenüber. Von Abweisungen betroffen waren zwölf Bau- bzw. Korrekturgesuche und 17 Baumfällgesuche.
Bemerkenswert ist die bisher höchste Anzahl an 535 bewilligten Wohnungen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 11 Prozent. Markant ist auch der Anstieg bei den fertig erstellten Wohnungen: Im Berichtsjahr wurden 273 Wohnungen fertig erstellt. Dies entspricht einer Steigerung von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Gesuche für Baumfällungen, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen
Im Berichtsjahr stieg die Zahl der eingereichten Baumfällgesuche auf 110. Dies entspricht einem Anstieg von rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zunahme lässt sich auf die Erweiterung der Baumschutzgebiete auf das gesamte Stadtgebiet zurückführen.
Aufgrund der Halbierung der städtischen Förderbeiträge für Photovoltaikanlagen per 1. Januar 2025 hat sich die Anzahl der Gesuche für Photovoltaikanlagen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Während im Jahr 2024 noch 391 Gesuche für Photovoltaikanlagen eingereicht wurden, waren es im Berichtsjahr nur noch 188. Demgegenüber sind Gesuche für Wärmepumpen leicht, um 8 Prozent, angestiegen.
| Bearbeitungsdauer Baugesuche | |||
| (in %) | 2023 | 2024 | 2025 |
| < 30 Tage | 40.2 | 46.3 | 35.6 |
| 31 – 60 Tage | 43.3 | 34.8 | 42.6 |
| > 60 Tage | 16.5 | 18.9 | 21.8 |
| Anzahl Gesuche | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Eingereichte Gesuche, Total | 1’129 | 1’296 | 1’209 |
| Baugesuche | 841 | 938 | 826 |
| Reklamegesuche | 83 | 80 | 82 |
| Baumfällgesuche | 23 | 91 | 110 |
| Vorbescheid / Teilentscheid | 7 | 3 | 3 |
| Korrekturgesuche | 175 | 184 | 188 |
| Photovoltaikanlagen | 202 | 391 | 188 |
| Wärmepumpen | 143 | 93 | 104 |
| Bearbeitete Verfahren | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Bewilligte Gesuche | 1’084 | 1’193 | 1’103 |
| Abgewiesene Gesuche | 20 | 15 | 29 |
| Anzahl Bauanzeigen | 3’197 | 2’682 | 3’505 |
| Total Einsprachen | 196 | 141 | 144 |
| Total Rekurse | 25 | 18 | 25 |
| Wohnungen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Bewilligte Wohnungen | 270 | 482 | 535 |
| Fertig erstellte Wohnungen | 359 | 192 | 273 |
| Baukontrollen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Baukontrollen | 332 | 340 | 328 |
| Gerüstkontrollen | 7 | 10 | 17 |
| Bewilligungen öffentlicher Grund | 35 | 68 | 81 |
| Gesuchseinforderungen | 53 | 29 | 55 |
| Strafanzeigen / Bussen | 4 | 1 | 6 |
| Baueinstellungsverfügungen | 5 | 5 | 4 |
Die Anzahl an Gesuchseinforderungen hat sich fast verdoppelt. Die Bandbreite für die Einforderungen reichte dabei vom bewilligungspflichtigen Ersatz von Sonnenstoren in der Altstadt bis hin zum Gesamtumbau beziehungsweise zur Gesamtsanierung eines Gebäudes. Rund 20 Einforderungen betrafen demgegenüber die Umnutzung von Gewerbe in Wohnen und umgekehrt.
Gegen 25 erlassene Verfügungen wurde Rekurs beim kantonalen Bau- und Umweltdepartement erhoben, eine Beschwerde ging beim Verwaltungsgericht ein. Ende Jahr waren beim Bau- und Umweltdepartement noch 22 Rekurse und beim Verwaltungsgericht eine Beschwerde hängig.
| — | ist verantwortlich für das amtliche Vermessungswerk |
| — | ist zuständig für Bau- und Ingenieurvermessung und die Gebäudeadressierung |
| — | betreibt das Rauminformationszentrum RIZ |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 2’401 | 2’497 | 2’617 |
| Ertrag | 1’331 | 1’250 | 1’491 |
| Aufwandüberschuss | 1’070 | 1’247 | 1’126 |
| Personalbestand | 11.4 | 11.2 | 11.6 |
| Stellenplan | 11.6 | ||
Fokus 2025
Das Rauminformationszentrum RIZ konnte das Projekt «Enterprise GIS» zur Ablösung der bisherigen GIS-Lösung durch ein moderneres Instrument abschliessen. Die bisher isoliert voneinander vorliegenden Daten konnten damit allgemein zugänglich gemacht werden. Städtischen Mitarbeitenden ist es neu möglich, kleine GIS-Anwendungen selbst zu erstellen und dabei alle vorhandenen Inhalte zu nutzen. Der Schwerpunkt der Abteilung Vermessung lag im Berichtsjahr in der Nachführung der Daten der amtlichen Vermessung sowie auf der Bauvermessung.
Thermobildflug
Zur Sichtbarmachung der Klimaerwärmung und der damit einhergehenden Hitzeentwicklung im urbanen Raum wurden im Rahmen eines Bildflugs an einem Hitzetag neben neuen Orthofotos erstmals auch sogenannte Thermobilder erstellt. Die mit einer Auflösung von 6.5 beziehungsweise 25 Zentimetern erstellten georeferenzierten Thermoflugbilder zeigen nun die Erwärmung von Dächern, Fassaden und Strassen, den Kühleffekt von Begrünung sowie sogenannte Hitzeinseln. Die Thermobilder stehen der Verwaltung und der Bevölkerung im Stadtplan zur Verfügung.
Periodische Nachführung der amtlichen Vermessung
Die Daten der amtlichen Vermessung wurden im Rahmen der periodischen Nachführung über das gesamte Stadtgebiet überprüft und wo nötig aktualisiert. Vornehmlich waren von der Nachführung Waldränder, Fliessgewässer und Güterwege betroffen.
| Leistungsspektrum | |||
| (in %) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Nachführung amtliche Vermessung | 24.0 | 22.6 | 22.5 |
| Plan- und Datenausgaben | 2.3 | 1.6 | 1.4 |
| Bau- und Ingenieurvermessungswesen | 8.1 | 6.2 | 5.9 |
| Gebäudeadressierung | 2.1 | 1.9 | 1.9 |
| GIS-Projekte | 27.6 | 29.7 | 16.8 |
| GIS-Betrieb und -Dienstleistungen | 35.9 | 38.0 | 51.5 |
| Amtliche Vermessung | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl Grenzmutationen | 32 | 30 | 35 |
| Anzahl Situationsmutationen | 157 | 162 | 138 |
| Anzahl Planausgaben | 95 | 89 | 46 |
| Anzahl Datenausgaben | 68 | 51 | 62 |
| Arealstatistische Angaben | |||
| (in ha) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Gebäude | 316.3 | 318.0 | 317.6 |
| Hofraum, Garten, Anlagen | 984.2 | 988.2 | 993.5 |
| Acker, Wiesen, Weiden | 1’193.3 | 1’186.9 | 1’182.7 |
| Wald | 1’011.1 | 1’013.3 | 1’013.2 |
| Bahnen, Strassen, Wege | 352.6 | 351.2 | 350.2 |
| Gewässer | 79.5 | 79.3 | 79.9 |
| Übrige Gebiete | 0.9 | 1.0 | 0.8 |
| Bauvermessung / Gebäudeadressierung | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl baupolizeiliche Absteckungen | 42 | 43 | 27 |
| Anzahl Häusernummerierungsmutationen | 51 | 95 | 137 |
| — | berät in grundbuch- und sachenrechtlichen Angelegenheiten, fertigt Grundbuchverträge in den Grundbuchkreisen (Bruggen, St.Gallen und St.Fiden) aus und beurkundet sie |
| — | verarbeitet alle angemeldeten Rechtsgeschäfte in den Grundbuchkreisen |
| — | organisiert und verarbeitet Schätzungen, überwacht Bauzeitversicherungen und die Versicherungspflicht, zahlt Leistungen aus Elementarschadenfällen aus |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 1’770 | 1’940 | 1’932 |
| Ertrag | 4’409 | 3’128 | 4’294 |
| Ertragsüberschuss | 2’639 | 1’188 | 2’362 |
| Personalbestand | 11.4 | 11.4 | 11.2 |
| Stellenplan | 11.7 | ||
Fokus 2025
Die Handänderungen haben im Berichtsjahr die Marke von 600 wieder überschritten. Diese Marke wurde in den vergangenen zehn Jahren bisher nur zweimal übertroffen. Immobilien erfreuen sich weiter einer grossen Nachfrage. Mit 1.2 Milliarden Franken haben die Handänderungen eine neue Höchstmarke erreicht. Der prozentuale Anteil von Handänderungen mit sehr hohen Kaufpreisen war im Berichtsjahr deutlich grösser als in den Vorjahren; zudem sind die Immobilienpreise wiederum gestiegen. Institutionelle Anlegerinnen und Anleger waren wieder spürbar aktiver auf dem Markt. Die hohen Handänderungswerte wirkten sich direkt auf den Ertrag aus Handänderungssteuern aus, der ebenfalls eine Rekordmarke erreichte.
Im Herbst wurde der elektronische Geschäftsverkehr für Pfandrechtsgeschäfte eingeführt. Damit können Finanzdienstleister (Banken) neu bestimmte Geschäfte im Zusammenhang mit der Finanzierung von Grundstücken mit dem Grundbuch auf dem elektronischen Weg abwickeln.
| Grundstückgeschäfte | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Tagebuchbelege (Rechtsgeschäfte) | 3’106 | 2’715 | 3’087 |
| Anzahl Handänderungen (ohne Erbgänge) | 624 | 470 | 609 |
| Handänderungswerte, ohne Erbgänge | 951’608 | 668’308 | 1’216’613 |
| Einnahmen aus Grundbuchgebühren | 4’072 | 2’865 | 4’028 |
| Einnahmen aus Handänderungssteuern | 10’387 | 6’036 | 12’124 |
| — | erarbeitet die Planungsinstrumente Richtplan, Rahmennutzungsplan (Zonenplan und Bauordnung), Sondernutzungsplanungen und Schutzverordnungen, führt die Geschäfte des Sachverständigenrates für Städtebau und Architektur und des Lenkungsausschusses Stadtentwicklung |
| — | berät, unterstützt und begleitet private und öffentliche Bauträgerschaften bei Planungs- und Bauvorhaben und bei Inventar- / Schutzobjekten sowie in Schutzgebieten, koordiniert Entwicklungsprozesse und stellt die dafür erforderlichen planungsrechtlichen Grundlagen bereit |
| — | initiiert und erarbeitet Strategien, Konzepte und Studien für die räumliche Entwicklung der Stadt und setzt strategische Ziele für eine nachhaltige Stadtentwicklung um |
| Personal und Finanzen | |||
| (Finanzen in CHF 1’000) | 2023 | 2024 | 2025 |
| Aufwand | 4’406 | 4’862 | 3’574 |
| Ertrag | 2’188 | 2’380 | 172 |
| Aufwandüberschuss | 2’218 | 2’482 | 3’402 |
| Personalbestand | 11.8 | 12.9 | 13.1 |
| Stellenplan | 13.9 | ||
Fokus 2025
Ortsplanungsrevision
Das Berichtsjahr stand im Zeichen der Erarbeitung der Instrumente der Ortsplanungsrevision. In Zusammenarbeit mit externen Planungsbüros und beteiligten internen Fachstellen wurden Entwürfe des Zonenplans, des Baureglements inkl. Regelmasstabelle sowie der Schutzverordnungen erarbeitet. Nebst den Hauptbestandteilen der Ortsplanungsrevision bzw. Rahmennutzungsplanung wurden der Gemeindestrassenplan überarbeitet, die Waldfeststellungspläne ergänzt und für das gesamte Stadtgebiet entlang allen öffentlichen Gewässern Gewässerabstandslinienpläne erarbeitet.
Lichtkonzept
Die Motion «St.Gallen ins richtige Licht stellen» aus dem Jahr 2022 fordert ein umweltfreundliches Beleuchtungskonzept sowie ein Beleuchtungsemissionsschutzreglement mit verbindlichen Richtlinien unter Berücksichtigung ökologischer, ästhetischer, sicherheitsrelevanter und ökonomischer Aspekte einer situativ angepassten Beleuchtung für die ganze Stadt. Entsprechend wurde das Lichtkonzept aus dem Jahr 2009 überarbeitet und in Teilen ergänzt (Dunkelplan). Für das neue Lichtkonzept wurde im Berichtsjahr die öffentliche Mitwirkung durchgeführt.
Gebiets- und Arealentwicklungen
Im Westen der Stadt wurden kooperative Planungsprozesse mit den Grundeigentümerschaften und Vertretungen von Interessengruppen durchgeführt. Dies betraf in Winkeln das Gebiet zwischen Bahnhofumfeld und Stadion, in Bruggen-Haggen das Umfeld des geplanten Doppelbahnhofs und im Lerchenfeld das Gebiet rund um den Switzerland Innovation Park Ost. Die erarbeiteten Entwicklungspläne dienen als Grundlage für die Ortsplanungsrevision, die Entwicklung von Arealen und von Infrastrukturen, wie zum Beispiel dem Mobilitätshub Winkeln. Die Stadtplanung begleitete zudem zusammen mit der Standortförderung und dem Tiefbauamt die Gebietsentwicklung der Realisierungsgemeinschaft Areal St.Gallen West – Gossau Ost (ASGO), die im Juni öffentlich kommuniziert wurde.
Das Vorgehen für die Gebietsentwicklung St.Fiden – Heiligkreuz wurde in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümerschaften sowie im Austausch mit Entwicklern und Investorinnen überprüft und angepasst.
Die Stadt St.Gallen hat mit dem Gebiet Ruckhalde am europäischen Städtebau-Wettbewerb Europan teilgenommen. Die im Berichtsjahr veröffentlichten Resultate dienen als Grundlage für den weiteren Planungsprozess.
Sachverständigenrat und SELA
Der Sachverständigenrat für Städtebau und Architektur hat im Berichtsjahr an acht Sitzungen neun Geschäfte beraten und 18 Beurteilungen (Mehrfachlesungen) verfasst. Im Vorfeld zu Zonenplanänderungen wurden städtebauliche Machbarkeitsstudien bezüglich Innenentwicklungs-, Umzonungs- und Transformationspotenzial beraten. Weitere Studien wurden im üblichen Rahmen für grössere Wohnprojekte mit Sondernutzungsplan beraten.
Der Stadtentwicklungs-Lenkungsausschuss (SELA) hat sich neben der laufenden Koordination der Leitprojekte unter anderem mit der Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung, dem Alterswohnen, dem Raumkonzept Schweiz, dem Tourismuskonzept Drei Weieren, der Strategie Kreislaufwirtschaft, dem ÖV-Konzept sowie der Entwicklung der Sportschwerpunkte befasst.
Denkmalpflege
Die Überarbeitung des Ortsbildinventars unter Berücksichtigung des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder Schweiz ISOS steht vor dem Abschluss. Die rechtliche Umsetzung wird im Rahmen der Ortsplanungsrevision erfolgen. Weitestgehend abgeschlossen sind die fachlichen Arbeiten am neuen Altstadtinventar. Mithilfe zahlreicher Innenbegehungen wurde der Umfang des Schutzes konkretisiert. Daraus abgeleitet wurden Handlungsspielräume für die Altstadtliegenschaften aufgezeigt. Auch das Altstadtinventar wird im Rahmen der Ortsplanungsrevision rechtlich verankert.
| Denkmalpflege | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Anzahl Subventionsentscheide | 7 | 5 | 6 |
| Beiträge an öffentliche Institutionen (in CHF 1’000) | 112 | 9 | 21 |
| Beiträge an privatrechtliche Institutionen (in CHF 1’000) | 20 | 31 | 117 |
| Beiträge an Privatpersonen (in CHF 1’000) | 38 | 9 | 9 |
| Total | 170 | 49 | 147 |
Sondernutzungsplanungen
Die zweite Änderung des Überbauungsplans Kantonsspital St.Gallen KSSG / Ostschweizer Kinderspital OKS konnte genehmigt werden. Sechs Sondernutzungspläne konnten der öffentlichen Planauflage unterstellt werden, darunter jener für die «Neue Bibliothek». Bei vier Geschäften sind keine Einsprachen eingegangen. Der Kanton hat zu Beginn des Berichtjahrs die Vorgaben zu altrechtlichen Sondernutzungsplanverfahren angepasst. Demnach müssen diese Verfahren vor der Planauflage der Ortsplanungsrevision die kantonale Genehmigung erreichen. Dies erhöhte den Termindruck für laufende und neue Verfahren. Im Dezember kündigte die Regierung an, mit einem Nachtrag zum Planungs- und Baugesetz die Übergangsphase für altrechtliche Verfahren zu verlängern.
Zonenplanänderungen
Auch bei laufenden und neuen Zonenplanänderungsverfahren war der Zeitdruck hoch, da altrechtliche Zonenplanänderungen ebenso wie Sondernutzungspläne vor der Planauflage der Ortsplanungsrevision (OPR) genehmigt sein müssen. Neurechtliche Verfahren müssen ebenfalls vor der Planauflage der Ortsplanungsrevision der Auflage unterstellt werden. Um die Modalitäten für städtebauliche Qualitätssicherungsverfahren, Mehrwertabgaben bei Aufzonierungen sowie weitere öffentliche Interessen zu sichern, wurden ergänzend zu den Zonenplanänderungsverfahren verwaltungsrechtliche Verträge nach Art. 65 PBG abgeschlossen.
Neun Geschäfte konnten im Berichtsjahr der öffentlichen Mitwirkung unterstellt werden und bei vier Erlassen wurde die öffentliche Auflage durchgeführt. Bei den Zonenplanänderungen Hof, Holzstrasse und Heimstrasse / Zürcher Strasse gingen keine Einsprachen ein. Die Zonenplanänderung «Neue Bibliothek» befindet sich zusammen mit dem Sondernutzungsplan im Einspracheverfahren.
| Ausgewählte Kennzahlen | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Sachverständigenrat | |||
| Sitzungen | 7 | 8 | 8 |
| Beratungsgeschäfte | 12 | 11 | 9 |
| Berichte zu planerischen Rahmenbedingungen | 7 | 5 | 6 |
| Sondernutzungspläne | |||
| Vorbereitung | 6 | 11 | 13 |
| Mitwirkung | 9 | 10 | 9 |
| Verfahrenseinleitung | 1 | 1 | 6 |
| Einsprache- / Rekursverfahren | 4 | 4 | 8 |
| genehmigt | 9 | 8 | 1 |
| Subventionen Denkmalpflege (in CHF 1’000) | 170 | 49 | 147 |
«St.Gallen ist als lebenswerte, weltoffene, ökologische und innovative Stadt das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Zentrum der Ostschweiz.»
Diese Vision prägt das Handeln des Stadtrats bis 2030. Innovation bedeutet dabei mehr als Fortschritt: Sie fordert dazu auf, Bestehendes zu hinterfragen und neue Perspektiven einzunehmen. Weiterentwicklung entsteht dort, wo Routinen hinterfragt werden – im täglichen Handeln ebenso wie in übergeordneten strategischen Überlegungen. Innovation heisst auch, Verantwortung zu tragen, neue Wege zu gehen und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. So stärkt die Stadt St.Gallen ihre Rolle als Innovationszentrum der Ostschweiz und schafft ein Umfeld, das Lebensqualität, Fortschritt und unternehmerisches Handeln gleichermassen fördert.
Verbindend. Die UEFA Women’s EURO 2025 hat Freude, Begeisterung und Gemeinschaft in die Host City St.Gallen getragen und zugleich nachhaltige Impulse für Stadtentwicklung, Sportförderung und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt. (Foto: Dionys Widmer, Stadtpolizei St.Gallen)
Vernetzt. Die Design Week zeigt exemplarisch, wie eng Kreativwirtschaft, Stadtleben und Tourismus miteinander verbunden sind. Die Sichtbarkeit von Design, gestalterischer Qualität und kreativen Begegnungen trägt dazu bei, St.Gallen als attraktive, offene und inspirierende Stadt zu positionieren – für Einwohnerinnen und Einwohner ebenso wie für Gäste. (Foto: Festland)
Energiegeladen. Auf dem Dach des kybunparks produziert die grösste Solaranlage der Stadt St.Gallen jährlich über eine Million Kilowattstunden Solarstrom und zeigt, wie innovative Energiegewinnung direkt in den Stadionbetrieb und das städtische Energiesystem integriert wird. Die Anlage ist die grösste ihrer Art auf Stadtgebiet. (Foto: St.Galler Stadtwerke)
Ideenreich. Das Innovation Camp St.Gallen verbindet Makeathon und Hackathon und bringt unterschiedliche Disziplinen zusammen – von Wirtschaftsinformatik über Data Science und Design bis hin zu Mechatronik. Der kombinierte Ansatz ermöglicht es, Innovation ganzheitlich zu denken und Ideen nicht nur zu entwickeln, sondern direkt umzusetzen und erlebbar zu machen. In interdisziplinären Teams entstehen praxisnahe Lösungsansätze, Konzepte und Prototypen für reale Herausforderungen aus Wirtschaft und Gesellschaft. (Foto: Innovation Camp)
Eingehüllt. Die Traglufthalle im Lerchenfeld macht das Freibad zum Winterbad und ermöglicht auch in der kalten Jahreszeit das Schwimmen in einem 50-Meter-Becken. Als temporäre Infrastruktur sichert das Winterbad während der Erneuerung und Erweiterung des Hallenbads Blumenwies ein Angebot für Schulen, Wassersportvereine und Individualgäste. (Foto: Anna-Tina Eberhard)
Elegant. Mit dem Wiboradaweg, einer neuen Passerelle über den Unteren Graben, wurde ein architektonisches Kleinod für Fussgängerinnen und Fussgänger eröffnet. Die Verbindung schafft eine direkte, barrierefreie Route zwischen dem unteren Rosenberg und der Altstadt und zeigt, wie im Stadtraum neue Wege entstehen. (Foto: Roger Oberholzer, Fotografie Manufaktur)
Unterirdisch. Der neue U-Sack von Entsorgung St.Gallen erweitert die Abfallsack-Familie und ermöglicht die Entsorgung in Unterflurbehältern zu günstigeren Konditionen. Als Zusatzangebot zeigt er, wie Innovation im Alltag der Abfallentsorgung konkrete Verbesserungen schafft. Ziel ist es, die Abfallentsorgung effizienter, sauberer und umweltfreundlicher zu gestalten. (Foto: Anna-Tina Eberhard)
Einsatzbereit. Am Tag der offenen Tore bei Feuerwehr und Zivilschutz St.Gallen erhielten Besucherinnen und Besucher an der Notkerstrasse 44 Einblick in das sanierte Betriebsgebäude. Der Kranausleger ist Teil der neuen Ausbildungsinfrastruktur und zeigt, wie moderne Technik den Einsatz- und Ausbildungsbetrieb weiterentwickelt und zukunftsgerichtet stärkt. (Foto: Feuerwehr und Zivilschutz, Stadt St.Gallen)
Fruchtbar. Der «Essbare Park» auf dem Autobahntunnel im Stephanshorn schafft einen neuen, frei zugänglichen Grünraum im Quartier. Das Aufwertungsprojekt fördert die ökologische Vielfalt im Siedlungsraum und macht Natur auf innovative Weise erlebbar – mitten in der Stadt und direkt im Alltag der Bevölkerung. (Foto: Simon Netzle, Kommunikation Stadt St.Gallen)
Verbindend. St.Gallen beheimatet national wie international führende Gesundheitsinstitutionen aus Wirtschaft, Forschung und Bildung. Das von der Stadt St.Gallen im Jahr 2020 initiierte Netzwerk St.Gallen Health zählt bereits 50 Organisationen – mit dem Ziel, den Gesundheitsstandort zu stärken, Innovation voranzutreiben und die Sichtbarkeit des Standorts weiter zu erhöhen. (Foto: Standortförderung, Stadt St.Gallen)
Zeitgemäss. Dass die Stadt St.Gallen innovativ plant und baut, zeigt sich auch in der Berücksichtigung nachhaltiger Bauformen und Materialien – wie etwa im Gebäude des Dreifachkindergartens mit Tagesbetreuung der Schule Gerhalde. Die hellen, funktional gestalteten Räume unterstützen den Alltag der Kinder mit vielfältigen Möglichkeiten für Spiel, Bewegung, Austausch und Rückzug. (Foto/Titelbild: Anna-Tina Eberhard)
mit direktem Bezug zu den Legislaturzielen 2025 – 2028 oder zur Vision 2030
Komplexe Aufgaben machen nicht mehr an Gemeindegrenzen Halt. Das führt zum einen zu erhöhten Aufwänden im personellen und finanziellen Bereich, zum anderen steigt der Koordinationsaufwand zwischen Verwaltungen, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Stadt St.Gallen nimmt aufgrund ihrer Grösse und ihres Aufgabenportfolios eine spezielle Rolle als Dienstleistungserbringerin ein. Durch vermehrte Kooperation mit den umliegenden Gemeinden, Städten, dem Kanton und anderen Organisationen können auf beiden Seiten Kosteneinsparungen und Qualitätssteigerungen erreicht werden.
Vision 2030
Jahresziele
Der Projektauftrag zur vertieften Überprüfung der Lastenverteilung zwischen Stadt und Kanton im Bereich «Kultur» ist von beiden Exekutiven verabschiedet und das Projekt ist basierend auf einem Grundlagenbericht gestartet. (DIF) ERREICHT
Das Projekt «Synergien Stadtpolizei – Kantonspolizei» ist abgestützt auf das Vorprojekt bearbeitet. (DSSI) TEILWEISE ERREICHT
Projektstart war 2025, der Abschluss ist für Ende 2026 vorgesehen. 2025 wurde mit der Standortbestimmung und der Synthese der Grundlagen ein erstes Teilziel erreicht.
Zugehöriges Legislaturziel: Mit Kanton und Gemeinden sind Lösungsvorschläge zum Thema «Zentrums- und Zusatzlasten» erarbeitet.
In den letzten Jahren hat sich der Umgang der Gesellschaft mit digitalen Produkten und Dienstleistungen grundlegend verändert. Neue Geschäftsmodelle verdrängen klassische Wirtschaftszweige, neue Anforderungen an Mobilität, Vernetzung und Dienstleistungserbringung werden gestellt. Überall und zu jeder Zeit, lautet die Devise. Diese digitale Revolution stellt die Stadt St.Gallen vor neue Herausforderungen. Bisherige Angebote und Tätigkeitsfelder sind in Bezug auf das Digitalisierungspotenzial zu hinterfragen und zu optimieren. Schnellere, schlankere, einfachere und qualitativ bessere Dienstleistungen sollen angeboten werden. Erweiterte und digitalisierte Infrastrukturen ermöglichen es Gesellschaft und Wirtschaft, neue Formen der Dienstleistungserbringung, Interaktion und Partizipation zu gestalten.
Vision 2030
Jahresziele
Mittels einer auf die gesamte Netzstruktur ausgeweiteten digitalen Kanalnetzbewirtschaftung werden Kanäle und Hochwasserentlastungen sowie Regenbecken und Kläranlagen während Niederschlägen optimiert betrieben und entlastet. (DTB) TEILWEISE ERREICHT
Die Sensortechnologie ist im Kanalnetz installiert; die betriebliche Systemoptimierung wird im 2026 abgeschlossen.
Im Projekt Smart Meter Rollout sind alle Teams organisiert. Der Rollout ist mit über 10’000 Strom- sowie über 7’000 Wasser-, Gas- und Wärmezählern planmässig gestartet. (DTB) ERREICHT
Das Reallabor liefert Erkenntnisse für skalierbare Lösungen zur Steuerung dezentraler Energieanlagen. Diese dienen als Basis für ein stadtweites Flexibilitätsmanagement. (DTB) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Infrastruktur
Ein Konzept zum Prozessmanagement-Einsatz in der Stadt St.Gallen ist definiert und erste Massnahmen sind umgesetzt und verifiziert. (DIF) TEILWEISE ERREICHT
Es wurde ein umfassendes Schulungsangebot zum Prozessmanagement aufgebaut und erfolgreich pilotiert. Der weitere Ausbau ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Zudem wurden mehrere Dienststellen bei ihren jeweiligen Themen fachlich begleitet und eine Konzeptevaluation zur Weiterentwicklung der Prozessautomatisierung durchgeführt.
Zugehöriges Legislaturziel: Bis zum Ende der Legislatur sind bei den Dienststellen die wichtigsten Prozesse identifiziert, analysiert und so optimiert, dass dadurch der Personalaufwand reduziert werden kann.
Die neue Schulverwaltungssoftware Pupil@SG ist in den Schulen und in der Schulverwaltung auf allen Ebenen eingeführt und im Einsatz. (DBF) ERREICHT
Die Auffindbarkeit und der Zugang zu den städtischen Dienstleistungen ist im Rahmen der kantonalen Portalbestrebungen zukunftsfähig ausgerichtet und aufgegleist. (DIF) NICHT ERREICHT
Aufgrund des kantonalen Entscheids für ein Mehrportal-Modell sowie der späteren Einführung zentraler Services wie STREBAS konnten die geplanten Arbeiten nicht wie ursprünglich vorgesehen umgesetzt werden. Ein eigenständiger Ausbau wäre derzeit weder wirtschaftlich noch strategisch sinnvoll, weshalb das Vorhaben vorläufig sistiert wurde.
Zugehöriges Legislaturziel: Die digitalen Services der Stadt St.Gallen sind in Abstimmung mit der kantonalen eGovernment-Strategie weiterentwickelt, um kantonsweit abgestimmte Lösungen zu fördern und Synergien zu nutzen. Dabei sind die Potenziale neuer Technologien, wie künstliche Intelligenz, evaluiert und dort eingesetzt, wo sie den Nutzen und die Effizienz für Bevölkerung und Verwaltung erhöhen.
Die Stadt wächst, und die Entwicklung hin zu einer multikulturellen, urbanen Gesellschaft schreitet voran. Zusammen mit den demografischen Veränderungen stellt die Gesellschaftsentwicklung die Stadt St.Gallen vor die Herausforderung, das Zusammenleben positiv zu gestalten und eine hohe Lebensqualität für alle Gesellschaftsgruppen zu gewährleisten. Integration, Quartierentwicklung, Freiwilligenarbeit und Sicherheit gewinnen weiter an Bedeutung. Der respektvolle Umgang mit der Vielfalt sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind zentrale Bestandteile dieses Handlungsfeldes.
Vision 2030
Jahresziele
Eine Analyse des Zugangs zu und der Erschwinglichkeit von Angeboten, die den Verbleib im eigenen Hause ermöglichen, liegt vor, inkl. Vorschlägen für neue Finanzierungsmöglichkeiten dieser Angebote, mit denen die Erschwinglichkeit verbessert wird. (DSSI) TEILWEISE ERREICHT
Die Analyse inklusive Vorschlägen für neue Finanzierungsmöglichkeiten dieser Angebote liegen vor. Die Aussprache und die anschliessende Entscheidung des Stadtrats werden voraussichtlich im ersten Quartal 2026 stattfinden.
Die konzeptionellen Vorarbeiten für die Schaffung eines geschützten Konsumraumes für Drogensüchtige sind geleistet und die Umsetzung ist vorbereitet. (DSSI) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Lebensqualität
Die Umsetzung des Aktionsplans «Kinderfreundliche Stadt» ist gestartet. (DSSI) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Kinderfreundliche Stadt
Der öffentliche Raum wird immer wichtiger – innerhalb der Stadt wie auch in den Naherholungsgebieten. Die Freizeit wird vermehrt im Freien verbracht. Wohnen, Arbeiten, Konsum und Freizeit sind Faktoren, die in ihrer Summe einen attraktiven Lebensraum definieren. Sowohl in der Innenstadt als auch in den Quartieren müssen genügend qualitativ hochwertige und gepflegte Plätze, Begegnungs- und Aufenthaltsräume, Spiel- und Sportanlagen und Wohnraum für die ganze Bevölkerung zur Verfügung stehen. Quartiere mit eigener Identität, Naturräume in Stadtnähe und eine lebendige Innenstadt sind gleichermassen von zentraler Bedeutung für die Lebensqualität der Stadt.
Vision 2030
Jahresziele
Abgeleitet aus der genehmigten Liegenschaftenstrategie im Verwaltungsvermögen werden Umsetzungsmassnahmen erarbeitet und der Finanzbedarf ermittelt. (DPB) TEILWEISE ERREICHT
Die Liegenschaftenstrategie Verwaltungsvermögen befindet sich in Ausarbeitung. Erste Umsetzungsmassnahmen wurden erarbeitet und der Finanzbedarf grob ermittelt. Das Stadtparlament genehmigte entsprechende Rahmenkredite für den Anschluss von Liegenschaften im Verwaltungsvermögen an die Fernwärme sowie für deren energetische Erneuerung.
Die geplanten Aufzonungen der Grundstücke Hof (W2379) und Heimstrasse (W3700) sind bewilligt. Die Bauträgerschaften sind gefunden und die Baurechtsverträge liegen abgeschlossen vor. (DPB) TEILWEISE ERREICHT
Die Aufzonungen sind abgeschlossen. Die Bauträgerschaft ist teilweise gefunden, Baurechtsverträge konnten jedoch aufgrund unvorhergesehener Umstände (Altlasten) und unklarer Rechtslage (Ortsplanungsrevision) nicht abgeschlossen werden. Die Baurechtsverträge werden finalisiert, sobald die Rechtslage geklärt ist.
Der Entwurf eines Rahmenplans für das Areal St.Fiden liegt vor und die «altrechtliche» Zonenplanänderung ist in Bearbeitung. (DPB) NICHT ERREICHT
Auf Grundlage einer Standortbestimmung wurde das geplante Vorgehen angepasst. Anstelle einer kooperativen Entwicklungsplanung ist neu ein Vorgehen mit Entwicklerwettbewerb vorgesehen. Dies erfolgt mit dem Ziel, private Investorinnen und Investoren zu einem früheren Projektstand einzubinden. Die Arbeiten für eine Zonenplanänderung für eine Schwerpunktzone sind für das Jahr 2026 geplant.
Das Bauprojekt für die Verschiebung des Bahnhofs Bruggen ist in Fertigstellung. Zudem liegt ein darauf abgestimmtes Entwicklungskonzept für das Umfeld der geplanten Bahnhöfe Haggen/Bruggen vor. (DPB) TEILWEISE ERREICHT
Das Bauprojekt für die Verschiebung des Bahnhofes Bruggen ist noch in Erarbeitung. Das Entwicklungskonzept für das Umfeld ist abgeschlossen und liegt vor.
Ein Konzept für den Aufbau und den Betrieb von drei Foren in drei Lebensräumen ist entwickelt (Phase 2 der Lebensraumstrategie) und dem Stadtrat zusammen mit dem Kreditantrag für die Phasen 3 und 4 vorgelegt. (DSSI) TEILWEISE ERREICHT
Das Konzept ist erstellt. Es wird dem Stadtrat zur Beratung im Q1 2026 vorgelegt.
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Raum, Bauweise, Quartiere
Die Belebung des Waaghaus-Erdgeschosses zur Aktivierung der Innenstadt und Abfederung der Baustellenemissionen Neugestaltung Marktplatz/Bohl ist gestartet. Die Bewirtschaftung und Programmierung des Erdgeschosses ist an Dritte übertragen und die gewünschte Nutzung und die finanziellen Rahmenbedingungen sind geklärt. (DIF) ERREICHT
Das Bauprojekt für die Neugestaltung Marktplatz und Bohl ist rechtskräftig und erste Bauarbeiten sind gestartet. (DPB) NICHT ERREICHT
Die Rechtskraft für das Bauprojekt konnte aufgrund von Einsprachen noch nicht erlangt werden. Es wird ein Rechtsmittelverfahren geführt.
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Innenstadt
Die Entwürfe für den Zonenplan, das Baureglement und die Schutzverordnung liegen vor. (DPB) ERREICHT
Im Rahmen der Ortsplanungsrevision wird ein Fokus auf die Arbeitsplatzgebiete gelegt. (DPB) ERREICHT
Zugehöriges Legislaturziel: Die Ortsplanungsrevision liegt vor und ist öffentlich aufgelegt. Sie sichert durch die abgestimmten Instrumente die nachhaltige Entwicklung der Stadt. Dies umfasst die Schaffung von Potenzial für 100’000 Einwohnende in bestehenden Bauzonen, die Bereitstellung ausreichender Bauzonen für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze sowie die Umsetzung der städtebaulichen, freiräumlichen und stadtklimatischen Ziele der Stadt St.Gallen.
Kultur und Sport stellen seit jeher wichtige Plattformen für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen und Werten dar. Sie sind Teil der Lebensqualität und prägen das Ansehen einer Stadt. Um dem Anspruch an eine Zentrumsstadt gerecht zu werden und im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sind laufend Anstrengungen und Investitionen sowohl in den Inhalt als auch in die Infrastruktur nötig. St.Gallen will sich auch in Zukunft als innovative, sportbegeisterte und kulturell inspirierende Stadt positionieren. Gute Infrastruktur und Dienstleistungen, attraktive Rahmenbedingungen und ein Klima von Offenheit und Kreativität machen sie zu einem Zentrum mit weitreichender Ausstrahlung und Anziehungskraft für Kunstschaffende und Sportbegeisterte.
Vision 2030
Jahresziele
Das Rahmenprogramm der Fussballeuropameisterschaft der Frauen stösst bei der Bevölkerung auf grossen Anklang und wird genutzt. Es werden Schritte zur nachhaltigen Förderung des Mädchen- und Frauenfussball eingeleitet, was den Spielbetrieb und die Infrastruktur betrifft. (DBF) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Internationale Ausstrahlung
Die langfristige Planung, Entwicklung und Umsetzung zum Thema Mountainbiken in der Stadt St.Gallen ist geklärt und beschlossen. Die Zusammenarbeit mit der Regio und den ihr angehörigen Gemeinden ist aufgegleist. (DBF) TEILWEISE ERREICHT
Im Bereich Mountainbiken wurden viele Ziele erreicht: Eine Strategie für Bau- und Unterhaltsbeiträge wurde entwickelt, der Unterhalt des Waldeggtrails mit allen Beteiligten geregelt, erste Massnahmen aus dem Masterplan umgesetzt und mindestens zwei Roundtables mit den Interessensgruppen durchgeführt. Offen bleibt die genaue Festlegung der Aufgaben der Stadt, da diese je nach Projekt unterschiedlich sein können, besonders wenn die Stadt die Führung übernimmt. Diese Punkte werden nun weiter präzisiert, auch im Hinblick auf das aktuelle Projekt im Bruggwald.
Das Konzept zur Umsetzung des freiwilligen Schulsports in der Stadt St.Gallen ist erstellt. Die Schnittstellen zu verschiedenen Partnern sind erkannt und geklärt, entsprechende Synergien werden genutzt. (DBF) NICHT ERREICHT
Es konnte mit der Umsetzung dieses Ziels nicht begonnen werden, da das Stadtparlament in seiner Sitzung vom 3. Dezember 2024 die für die Erarbeitung des Konzepts zur Einführung des freiwilligen Schulsports vorgesehene Stelle nicht genehmigte.
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Sport und Bewegung
Mit dem Ziel der Reduktion des Arbeitsaufwandes und der Verkürzung der Bearbeitungsdauer sind die Prozesse von Kultur St.Gallen Plus optimiert und etabliert. Der Betrieb läuft stabil und abgestimmt mit der städtischen Kulturförderung. (DIF) TEILWEISE ERREICHT
Die Leistungen der Kulturförderung der Stadt St.Gallen konnten wie geplant erbracht werden. Bestehende Herausforderungen mit der Datenbanklösung (Leitung durch den Kanton) und Unklarheiten bei Kulturschaffenden durch das neue Fördersystem werden laufend geklärt. Die Evaluation des Vereins hat stattgefunden, und die daraus abgeleiteten Optimierungen werden im Jahr 2026 umgesetzt.
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Kulturangebot
St.Gallen geniesst einen guten Ruf als hochwertiger und innovativer Bildungsstandort, den es auf allen Stufen zu stärken gilt: Volksschule, Berufsfachschulen, Fachhochschule und Universität sollen sich zukunftsorientiert entwickeln können. In diesem Umfeld erhalten Kinder und Jugendliche ein hohes Mass an individueller Förderung in Bildung, Sport und Freizeit, ganz ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend. Die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler in der Volksschule, der technologische und gesellschaftliche Wandel, vielfältige Ansprüche der Gesellschaft und der zunehmende Bedarf an Betreuungsangeboten stellen die Bildungseinrichtungen vor Herausforderungen. Die Volksschule muss sowohl eine entwicklungsgerechte Einschulung als auch einen reibungslosen Übertritt in die Berufswelt und weiterführende Schulen garantieren. Mit ergänzenden Tagesstrukturen trägt die Volksschule den heutigen Bedürfnissen der Familien und der Arbeitswelt Rechnung. Niederschwellige Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche sind ebenso Ziel wie die Schaffung von günstigen Rahmenbedingungen für Bildungsinstitutionen aller Stufen.
Vision 2030
Jahresziele
Die Strategie für den Schul- und Betreuungsraum ist erstellt und die Umsetzung ist gestartet. (DBF) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Hochwertige Bildung
Der kantonal bewilligte Pilotbetrieb zur befristeten Führung des Modells «Typengemischte Oberstufe» wird umgesetzt. Es liegt eine erste Auswertung vor. (DBF) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Sekundäre und tertiäre Bildungsinstitutionen
Der 2021 eingeleitete Ausbauschritt der Schulsozialarbeit ist evaluiert, und das weitere Vorgehen ist festgelegt. (DBF) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Informelle Bildung
Über qualifizierte Fach- und Kaderleute zu verfügen, ist in wachsendem Masse ein zentraler Standortfaktor für Stadt und Region. Ein fortschrittliches, innovatives Umfeld zieht kreative und talentierte Menschen an und ist mitentscheidend für Unternehmen, sich an einem Ort anzusiedeln oder zu bleiben. St.Gallen gehört dank renommierter Bildungsinstitutionen und der EMPA zu den führenden Bildungs- und Forschungsstandorten im Bereich des anwendungsorientierten Wissens. Mit «Startfeld» betreibt St.Gallen zudem eine regional breit abgestützte Förderplattform für Jungunternehmen. Die Internationalität der bestehenden Institutionen bildet die Basis für die Profilierung der Stadt. Ein aktives Kongresswesen trägt dazu bei. Vorteilhafte Bedingungen für ein optimales Neben- und Miteinander von Wohnen und Arbeiten bilden Erfolgskomponenten für die Zukunft unserer Region. Durch eine aktive Bodenpolitik schafft die Stadt die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes.
Vision 2030
Jahresziele
Die Partnerschaft mit START GLOBAL ist auf der Basis des Partnerschaftsvertrages 2023–2025 gefestigt und erneuert. (DIF) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Zentrum für Forschung und Bildung
Die Mobilitätsbedürfnisse haben in den letzten Jahren stetig zugenommen und werden dies auch in den kommenden Jahren tun. Die Verkehrspolitik bleibt im politischen Brennpunkt. Die Herausforderung besteht darin, die Mobilitätsbedürfnisse aller Verkehrsteilnehmenden und -tragenden aufeinander abzustimmen und dabei die Interessen der Stadt als Lebens- und Wirtschaftsraum optimal zu verfolgen. Mit dem erarbeiteten Mobilitätskonzept hat die Stadt Schwerpunkte definiert und erste Massnahmen bereits umgesetzt. Neben der Entwicklung und Förderung neuer, emissionsarmer Mobilitätsformen stellt die nachhaltige Nutzung des Verkehrsraums in Kombination mit dem wachsenden Bedarf an individuellen und öffentlichen Mobilitätsoptionen eine zentrale Herausforderung in diesem Handlungsfeld dar.
Vision 2030
Jahresziele
Die zwölf neuen Batteriebusse inkl. Ladeinfrastruktur sind erfolgreich in Betrieb. (DTB) NICHT ERREICHT
Der Vertrag mit dem ursprünglich vorgesehenen Lieferanten wurde aufgehoben. Die Ausschreibung wurde neu gestartet, und der Zuschlag wird voraussichtlich im März 2026 vergeben.
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Mobilitätsbedürfnisse
Das Mobilitätskonzept 2050 ist vom Stadtrat verabschiedet. (DPB) TEILWEISE ERREICHT
Das Mobilitätskonzept 2050 musste nach Ablehnung des Ausbauschritts 2023 für Nationalstrassen (3. Röhre Rosenberg und Zubringer Güterbahnhof) überarbeitet werden.
Auf der Velovorzugsroute ist der Abschnitt Neuhofweg umgesetzt und der Beginenweg (Fuss- und Velotunnel) ist im Rohbau erstellt. (DPB) ERREICHT
Zugehöriges Legislaturziel: Das Mobilitätskonzept 2050 wird im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten schrittweise umgesetzt. Wichtige Bestandteile sind die Kredite für die Velovorzugsroute entlang der Bahnlinie und die Velohauptverbindung St.Gallen–Teufen sowie die Passerelle Steinachstrasse und die im Bau befindliche Verbreiterung des Neuhofwegs im Westen der Stadt.
In der Stadt St.Gallen wird eine Energiepolitik betrieben, die mit dem Energiekonzept 2050 und Innovationen wie dem Fernwärme- und Glasfasernetz bereits heute die Trends von morgen aufnimmt. Der nachhaltige Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist und bleibt auch in Zukunft von zentraler Bedeutung. St.Gallen investiert weiterhin in leistungsfähige Strukturen und Dienstleistungen in den Bereichen Ver- und Entsorgung, um die effiziente und effektive Ressourcennutzung und das Schliessen von Kreisläufen zu unterstützen.
Vision 2030
Jahresziele
Die Planung des Fernwärmeleitungsbaus für 2025–2029 ist abgeschlossen, mit dem städtischen Tiefbauamt koordiniert und in Umsetzung. (DTB) ERREICHT
Die CO2-Bilanz der Stadtverwaltung (Klimagasemissionen Scope 1 bis 3) ist erstellt. (DTB) ERREICHT
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Erneuerbare Energie
Das Projekt für die Aufwertung und Umgestaltung des Kreuzbleicheareals ist genehmigt und die Umsetzung gestartet. (DPB) NICHT ERREICHT
Das Vorprojekt zur ökologischen Aufwertung des Kreuzbleicheareals wurde gemäss Rückmeldungen aus dem im Dezember 2024 durchgeführten Partizipationsworkshop überarbeitet. Gleichzeitig wurde Potenzial für Schwammstadtmassnahmen auf dem Areal festgestellt. Die Umsetzung der Schwammstadtmassnahmen wird nun mit dem Aufwertungsprojekt koordiniert, was zu Anpassungen am Konzept und entsprechenden Verzögerungen geführt hat.
Zugehöriges Ziel: Vision 2030 – Siedlungs- und Naturraum
Die Erweiterung der ARA Au (infolge Anschluss der Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil) mit einer zusätzlichen Biologiestufe ist realisiert und in Betrieb genommen. (DTB) ERREICHT
Zur Ausrichtung des Kehrichtheizkraftwerkes «KHK35» besteht ein Vorprojekt mit einem Etappierungsplan. (DTB) TEILWEISE ERREICHT
Es liegt eine detaillierte Vorstudie vor, ein Vorprojekt gibt es jedoch noch nicht. Das Projekt wird in zwei Etappen umgesetzt.
Zugehöriges Legislaturziel: Zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft ist unter Berücksichtigung der Finanzziele gesamtstädtisch eine Strategie erarbeitet und erste Massnahmen sind umgesetzt.
Basierend auf der Biodiversitätsstrategie (L1D, L2E) wird ein Beratungsangebot für Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer zum Erhalt, zur Förderung und Weiterentwicklung ökologisch wertvoller Lebensräume angeboten. (DPB) ERREICHT
Zugehöriges Legislaturziel: Die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie wird unter Berücksichtigung der Finanzlage vorangetrieben. Auf öffentlichen Flächen ist eine Fläche von 20’000 m2 ökologisch aufgewertet. Durch die Integration der Handlungsfelder der Biodiversitätsstrategie in Planungsprozesse, gezielte Fördermassnahmen und durch regelmässige Erfolgskontrollen wird die Biodiversität nachhaltig gestärkt und die Lebensqualität der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner verbessert.
ohne direkten Bezug zu den Legislaturzielen 2025 – 2028 oder zur Vision 2030
Jahresziele
Das Konzept zur Einführung einer Kostenrechnung in der Stadtverwaltung ist erstellt und dem Stadtrat zur Entscheidfindung vorgelegt. NICHT ERREICHT
Die Erstellung des Kostenrechnungs-Konzepts konnte im Berichtsjahr aufgrund personeller Engpässe, sowie Priorisierung «Alliance» noch nicht durchgeführt werden. Sie ist für das Jahr 2026 vorgesehen.
Ein Konzept für das Beteiligungsmanagement ist verabschiedet. TEILWEISE ERREICHT
Eine Weisung zum Beteiligungsmanagement wurde vom Stadtrat behandelt; der formelle Erlass der definitiven Fassung steht noch aus.
Die Implementierung des neuen Finanzrechts ist verwaltungsintern vorbereitet. ERREICHT
Die Zweijahresgespräche der Kulturförderung mit den Subventionsempfängern im Rahmen der Leistungsvereinbarungen sind durchgeführt und die Ziele für die kommenden zwei Jahre festgelegt. ERREICHT
Eine Innovations- / Transformationscommunity (Think-Tank) ist etabliert und mehrmals im Jahr zur stadtinternen Kollaboration aktiviert. ERREICHT
Bis Ende 2025 sind die Führungsgrundsätze der Stadtverwaltung erarbeitet und vom Stadtrat verabschiedet. ERREICHT
Jahresziele
Das angepasste Betriebsmodell der Dienststelle Infrastruktur Bildung und Freizeit, welches im Projekt zur Überprüfung der Leistungs-, Organisations- und Stellenplanung entwickelt wurde, ist eingeführt. ERREICHT
Der Berufsauftrag für Lehrpersonen an der Musikschule ist eingeführt und die vom Stadtparlament beschlossenen Anpassungen im Bereich der Besoldung und Einstufung sind umgesetzt. ERREICHT
Jahresziel
Eine Auslegeordnung der vorhandenen Angebote in der Beratung gemäss Sozialhilfegesetz ist erstellt und mit den Bedürfnissen von SDS und der KESB abgeglichen. TEILWEISE ERREICHT
Die Arbeiten zur Übersicht der bestehenden Beratungsangebote nach dem Sozialhilfegesetz konnten im Berichtsjahr noch nicht vollständig abgeschlossen werden. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2026 geplant.
Jahresziele
Das Auflageprojekt für die Erweiterung der Deponie Tüfentobel ist, unter Berücksichtigung der Verfahrensanpassung des Kantons, eingereicht. NICHT ERREICHT
Mit der Verfahrensanpassung des Kantons müssen zusätzliche Projektierungsinhalte berücksichtigt und erarbeitet werden. Dies ergibt eine neue Terminierung und Projektverzögerung.
Für das Projekt «Ersatzneubau Unterwerk Steinachstrasse» ist die Initialisierungsphase abgeschlossen und die Konzeptphase in Arbeit. ERREICHT
Die Unternehmensstrategie der VBSG, abgestützt auf den Legislaturzielen des Stadtrats, ist erstellt und die daraus abgeleiteten kurz-, mittel- und langfristigen Ziele definiert. ERREICHT
Die Standortevaluation für das neue Depot VBSG ist abgeschlossen, das Raumprogramm ist erstellt und der Wettbewerbskredit vom Stadtparlament bewilligt. NICHT ERREICHT
Die Standortevaluation nimmt mehr Zeit in Anspruch und wird dem Stadtparlament Ende Q1 2026 vorgelegt.
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